21 | 11 | 2018

Bistum Aachen: Neun Diözesanpriester

Pfarrer Alexander Heinrich Alef

Priester des Bistums Aachen

 

*   2. Februar 1885  Köln

† 16. Februar 1945  KZ Dachau

 

Pfarrer Alexander Heinrich Alef wirkte als Vikar vom 25. August 1911 bis zum 02. September 1914 in Gerderath, St. Christopherus. In seiner späteren Beauftragung als Pfarrer in Sievernich erfuhr der Geistliche eine beständige Verfolgung und Schikanierung durch die Gestapo. Er erlitt seinen Tod am 16. Februar 1945 im KZ Dachau.

 

Das vollständige Lebensbild ist zu finden in: Zeugen für Christus, Band I, S. 1-4.

Dechant Hubert Berger

Priester des Bistums Aachen

 

*   4. Oktober 1889 Furth b. [Kürten]Olpe (Berg. Land)

† 30. November 1948 Krankenhaus Grevenbroich (nach KZ Dachau)

Pfarrer Franz Coenen

Priester des Bistums Aachen

 

*   6. August 1885 Aachen

† 13. Oktober 1939 [Bergisch Gladbach-]Moitzfeld

 

Pfarrer Friedrich Dinstühler

Priester des Bistums Aachen

 

* 20. Oktober 1896 Marieheide (Oberberg. Kreis)

† 30. März 1945 KZ Buchenwald (Außenlager Ohrdruf)

 

Pfarrer Friedrich Dinstühler wurde im Jahr 1934 zum Rektor an St. Barbara in Hückelhoven ernannt. Dinstühler war der erste Pfarrer der neugegründeten Pfarrei und widmete sich voller Kraft dem Aufbau des Gemeindelebens. Anlass seiner Verhaftung war eine Predigt, in der der Pfarrer die judenfeindliche Gesinnung des Nationalsozialismus kritisierte und vor allem deshalb auch die Bedeutung des Alten Testamentes für das Ganze der katholischen Glaubenslehre hervorhob. Der Ortsgruppenleiter von Hilfahrt drohte ihm mit einer strafrechtlichen Verfolgung. In seiner Pfarrkirche befindet sich ein Konterfei von ihm auf dem Kreuzweg seiner früheren Pfarrkirche. Dinstühler verstarb am 30. März 1945 im KZ Buchenwald.

 

Das vollständige Lebensbild ist zu finden in: Zeugen für Christus, Band I, S. 10-14.

Pfarrer Hermann Joseph Robert Hortmanns

Priester des Bistums Aachen

 

*  9. Juni 1884 [Wegberg-]Rath-Anthoven

† 20. Februar 1950 [Erkelenz-]Golkrath

 

Pfarrer Herman Joseph Robert Hortmanns war Priester des Bistums Aachen. Am 04. März 1924 übertrug ihm der Erzbischof von Köln das Amt des Pfarrers in St. Stephan in Golkrath bei Erkelenz. Am 17. Oktober 1941 zählte Hortmanns mit Priestern aus Tüschenbroich, Gerderhahn, Merbeck, Kleingladbach, Rath-Anhoven, Rickelrath und Beeck mehr zufällig zu den Hörern der Kriegsberichtserstattung eines ausländischen Radiosenders. Von der folgenden Haftzeit, den Entbehrungen und Strapazen konnte sich Pfarrer Hortmanns nie wieder erholen. Auch nach dem Krieg, als er als Pfarrer nach Golkrath zurückkehrte, vermochte er dem nötigen Wiederaufbau keine Impulse mehr zu geben. Pfarrer Hortmanns verstarb an den Folgen seiner Inhaftierung am 20. Februar 1950 im Pfarrhaus von Golkrath.

 

Das vollständige Lebensbild ist zu finden in: Zeugen für Christus, Band I, S. 14-16.

Pfarrer Fritz Keller

Priester des Bistums Aachen

 

* 27. Dezember 1891 Aachen

† 15. Mai 1943 Strafanstalt Aachen

Pfarrer Theodor Kniebeler

Priester des Bistums Aachen

 

* 28. August 1909 Eschweiler

†   2. April 1944 Sudauen (Ostpreußen)

Divisionspfarrer Gustav Raab

Priester des Bistums Aachen

 

* 21. Oktober 1905 Mönchengladbach-Neuwerk

†  2. Februar 1945 Stalingrad

Pfarrer Franz Stappers

Priester des Bistums Aachen

 

*   2. November 1884 Issum (Niederrhein)

† 25. März 1945 Zuchthaus [Remscheid-]Lüttringhausen

 

Pfarrer Franz Stappers gehörte wie Pfarrer Hortmanns zu der Gruppe von Priestern, denen wegen des Hörens ausländischer Sender ein Prozess gemacht worden war. Franz Stappers war seit dem 30. Januar 1934 der Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Maria Himmelfahrt in Rickelrath bei Wegberg. Aufgrund seines durch die Haftzeit angegriffenen Gesundheitszustandes verzichtete Stappers auf seine Pfarrstelle und erhielt die Aussicht auf vorzeitig Entlassung. Ohne Angabe von Gründen erfolgte dann aber die Überstellung des Geistlichen in das Zuchthaus [Remscheid-]Lüttringhausen, wo er am 25. März 1945 verstarb.

 

Das vollständige Lebensbild ist zu finden in: Zeugen für Christus, Band I, S. 24-27.

Fünf Diözesanpriester aus den deutsch-belgischen Dekanaten

Kaplan Jean/Johann Arnolds

Priester des Bistums Lüttich

 

*   7. März 1904 Baelen (Belgien)

† 28. August 1944 Zuchthaus Brandenburg-Görden

Pfarrer Léonard/Leonhard Cordonnier

Priester des Bistums Lüttich

 

* 17. November 1874 Baelen (Belgien)

† 29. Dezember 1942 KZ Dachau

Pfarrer Leopold Mathäus Delhez

Priester des Erzbistums Köln

 

* 14. Juni 1879 Malmedy

† 27. Januar 1943 KZ Dachau

Rektor Joseph Martin Peters

Priester des Bistums Lüttich

 

* 12. Juni 1894 Verviers (Belgien)

†  1. Juli 1943 Gefängnis Berlin-Plötzensee

Pfarrer Jean Renardy

Priester des Bistums Lüttich

 

* 22. November 1878 Membach (Belgien)

† März 1945 b. KZ Bergen-Belsen

Neun Laien

Matthias Eickels

Reichsbahn-Assistent

 

* 15. Dezember 1887 Klinkum b. Wegberg (Rheinland)

† 10. Dezember 1942 KZ Dachau

 

Der Reichsbahn-Assistent Matthias Eickels trat am 14. März 1916 in den Eisenbahndienst ein und arbeitete seit dem Jahr 1933 am Bahnhof Wegberg. Eickels blieb zeit seines Lebens in Distanz zu der Ideologie des Nationalsozialismus. Er beteiligte sich nicht an der jährlichen Sammlung zum Winterhilfswerk, sein Sohn trat nicht der Hitlerjugend bei, sondern traf sich in den katholischen Jugendverbänden. Trotz zahlreicher Schikanen und Versetzungen blieb Eickels seiner Gesinnung treu. Als die Gestapo ihm nachweisen konnte, dass in seinem Haus Religionsunterricht stattgefunden hatte, wurde der aufrechte Eisenbahner inhaftiert und in das KZ Dachau überstellt. Dort verstarb er am 10. Dezember 1942.

 

Das vollständige Lebensbild ist zu finden in: Zeugen für Christus, Band I, S. 38-41.

Andreas Girkens

Bäckermeister

 

* 11. Oktober 1883 [Mechernich-]Hostel

†  3. Oktober 1944 KZ-Außenlager Köln-Deutz

Peter Harsch

Kaufmann

 

*   2. Juli 1874 [Stolberg-]Münsterbusch

† 14. Januar 1945 Jena-Ziegenhain

 

(keine Abbildung vorhanden)

Theodor Hespers

Redakteur

 

* 12. Dezember 1903 Mönchengladbach

†  9. September 1943 Gefängnis Berlin-Plötzensee

Wilhelm Jansen

Buchdrucker

 

* 27. Oktober 1888 Monschau

† 13. Juni 1942 KZ Dachau

 

(keine Abbildung vorhanden)

Kuno Kamphausen

Stadtbaumeister

 

* 27. November 1900 Krefeld

† 30. Juni 1934 Waldenburg (Niederschlesien)

Johann Hubert Klinkenberg

Techniker

 

* 10. Dezember 1894 Eschweiler (Rheinland)

† 24. Juli 1942 KZ Flossenbürg

Franz Oppenhoff

Oberbürgermeister - Rechtsanwalt

 

* 18. August 1902 Aachen

† 25. März 1945 Aachen

Josef Schaffrath

Kontrolleur

 

* 23. März 1898 Würselen

†  7. Oktober 1944 KZ-Außelager Köln-Deutz

 

Josef Schaffrath verdiente seinen Lebensunterhalt durch Beschäftigung in Aachener Industriebetrieben. Fest verwurzelt im katholischen Glauben und Gemeindeleben fiel er den wütenden Vergeltungsmaßnahmen der Nationalsozialisten nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 zum Opfer. Er starb am 7. Oktober 1944 im KZ-Außenlager Köln-Deutz. Der spätere Geistliche in Übach, Pfarrer Pinner, kannte ihn aus der Zeit in der Würselener Pfarrei und schreib nach dem Krieg über Josef Schaffrath an dessen Witwe: "Josef gehörte ja zu den wenigen jungen Menschen, die sogleich beim Anbruch des Dritten Reiches den furchtbaren Inhalt der Lehren der Nazis erkannte und ablehnte".

 

Das vollständige Lebensbild ist zu finden in: Zeugen für Christus, Band I, S. 65-67.