13 | 11 | 2018

Blutzeugen aus der Zeit des Nationalsozialismus

Die Blutzeugen unter Hitlers Terror liegen uns bewußseinsmäßig besonders nahe.

Die Auseinandersetzung der katholischen Kirche und ihrer Glieder im besonderen mit der Weltanschauung des Nationalsozialismus forderte in den Jahren von 1933 bis 1945 einen außerordentlich hohen Blutzoll auf allen Ebenen.

 

Die Gründe für die Verhaftung der Geistlichen und Laien liegen im wesentlichen in ihrer aus dem christlichen Glauben motivierten antinationalsozialistischen Einstellung. Früher oder später mußte diese auch in der Öffentlichkeit in Erscheinung treten. Wer immer die berühmten Predigten des Münsterschen Bischofs Clemens August Graf von Galen (1878-1946) gegen die "Euthanasie" abschrieb, verfielfältigte und weitergab, war in der Regel einer Verhaftung durch die Geheime Staatspolizei sicher. Wer in die Enge getriebene Juden in ihrer materiellen oder seelischen Not beistand, etwa durch Gewährung von Unterschlupf, durch Besorgung von Visa, durch moralische Unterstützung ihrer menschlichen Würde, konnte einer Anklage mitsamt ihren unausweichlichen Folgen kaum entgehen. Wer es wagte, ausländische Sender zu hören, stand in der Gefahr, in die Mühlen der NS-Justiz zu geraten. Wer an der Fronleichnamsprozession teilnahm oder seine Kinder nicht den nationalsozialistischen Jugendorganisationen zuführte, hatte mit dem Schlimmsten zu rechnen.

 

Innerhalb dieses Kapitels sind die Martyrer in vier Gruppen gefasst:

 

I.      Deutsche Bistümer

 

II.     Jurisdiktionsbereiche der Visitatoren

 

III.   Ordensmänner

 

IV.    Ordensfrauen und weibliche Mitglieder
         von Instituten des geweihten Lebens