21 | 04 | 2019

Martyrerin aus dem Laienstand

Obwohl von Oktober 1944 bis Juni 1945 durch Rachemorde und Säuberungsaktionen von Mordkommandos der Partisanen 9 500 donauschwäbische Männer und Frauen, meist auf grausamste Weise, ums Leben kamen und zwischen Dezember 1944 und März 1948 51 000 donauschwäbische Kindern, Frauen und betagte Personen in den Vernichtungslagern ums Leben kamen, sind Dokumente und münschliche Zeugenschaften, die für diese Zeit Martyrien ausweisen würden, nicht leicht zu finden.

 

Vor allem ist es schwierig, aus den Berichten der Augenzeugen die kirchlichen Kriterien, die ein Martyrium kennzeichnen, eindeutig herzuleiten. Viele Berichte schildern indes Taten und persönliche Einsätze von solchem Mut und solch seslbstloster Opferbereitschaft, dass aus ihnen auf die von Kindheit an eingeübte, religiös motivierte Lebenshaltung geschlossen werden darf. Sie wagten und verloren ihr Leben - oft in grausamster Form - aus Gottesliebe, Nächstenliebe, in Verteidigung ihrer Frauenehre und anderer durchaus christlicher Tugendhaltungen.

 

Die hier angeführten Beispeile stellen mit Sicherheit nur ein Bruchteil jener Frauen und Männer dar, die als Martyrer gestorben sind.

Elisabeth Wurtzky

Hausfrau und Mutter

 

* 31. Mai 1885 Filipowa (Batschka)

†   5. Januar 1946 Lager Gakowa (ebd.)

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