25 | 05 | 2020

75. Jahrestag der Priesterweihe von Karl Leisner

Sonntag, 15. Dezember Pontitikalamt im Xantener Dom

Blick in den Xantener Dom
Blick in den Xantener Dom

Am 17. Dezember 1944 weihte der ebenfalls in Dachau inhaftierte französische Bischof Gabriel Piguet von Clermont-Ferrand mit Erlaubnis von Leisners Heimatbischof Graf von Galen den jungen Mann zum Priester, nachdem die unter dem Decknamen Mädi agierende Ordensfrau Josefa Mack die erforderlichen liturgischen Gegenstände in das Konzentrationslager eingeschmuggelt hatte. Mithäftlinge hatten im Vorfeld einen Bischofsstab geschnitzt. Leisner war der einzige, der jemals in einem Konzentrationslager die Priesterweihe empfing. Seine Primizfeier am 26. Dezember 1944 blieb die einzige heilige Messe, die Leisner feierte. Der Altar, an dem Priesterweihe und Primiz stattfanden, befindet sich heute im Priester- und Bildungshaus Berg Moriahin Schönstatt.

 

Am Sonntag, 15. Dezember 2019 bildete der Xantener Dom mit der Krypta, in der die sterblichen Überreste Karl Leisners beigesetzt wurden, der sprechende Ort, dieses einmaligen Ereignisses vor 75 Jahren zu gedenken.

 

Hauptzelebrant war Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg-Stolberg aus der Erzdiözese München und Freising. Aus dem Bistum Münster kamen Weihbischof Wilfried Theising und Weihbischof Rolf Lohmann. Aus der Erzdiözese Clermont (F) reiste in Vertretung für Erzbischof François Kalist sein Generalvikar Bernard Lochet an.

 

Herr Prälat Moll wurde gebeten, mit einem Grußwort beizutragen.

 

Bericht be RP online