16 | 12 | 2018

Das Projekt

Die Martyrer sind zurückgekehrt!

"In unserem Jahrhundert sind die Martyrer zurückgekehrt, häufig unbekannte, gleichsam 'unbekannte Soldaten' der großen Sache Gottes. Soweit als möglich dürfen ihre Zeugnisse in der Kirche nicht verloren gehen. Wie beim Konsistorium empfohlen wurde, muß von den Ortskirchen alles unternommen werden, um durch das Anlegen der notwendigen Dokumentation nicht die Erinnerung zu verlieren an diejenigen, die das Martyrium erlitten haben."

 

Mit diesen Worten in seinem Schreiben "Tertio millennio adveniente" vom 10. November 1994 lenkte Papst Johannes Paul II. den Blick auf eine bis dahin kaum wahrgenommene Realtiät der Kirche, die sich auf den Weg machte, die Schwelle zum dritten christlichen Jahrtausend zu überschreiten. Das zu Ende gehende 20. Jahrhundert war nicht allein das Jahrhundert, das von den schrecklichen menschenverachtenden Ideologien des Nationalsozialismus und des Kommuismus verwüstet worden war. Unzählige Männer und Frauen hatten um ihres Glaubens willen Verfolgung und Tod erlitten und waren zu Zeugen Christi geworden. Ihr Zeugnis sollte dem Vergessen entrissen werden.

Übergabe des deutschen Martyrologiums an Papst Johannes Paul II. am 18. November 1999 (v.l.n.r. Papst Johannes Paul II., Weihbischof Eisenbach, Kardinal Lehmann als Vors. der Deutschen Bischofskonferenz, Prälat Moll)
Übergabe des deutschen Martyrologiums an Papst Johannes Paul II. am 18. November 1999 (v.l.n.r. Papst Johannes Paul II., Weihbischof Eisenbach, Kardinal Lehmann als Vors. der Deutschen Bischofskonferenz, Prälat Moll)