13 | 12 | 2018

Mit Herzogenrath und dem Bistum Aachen verbundene Märtyrer der NS-Zeit

19.30 Uhr: Herzogenrather Montagsgespräche in St. Gertrud - Vortrag von Prälat Moll

1. April 2019 19:30 Uhr
Referent/in: Prälat Prof. Dr. Helmut Moll

Wenn in Aachen der Name „Oppenhoffallee“ fällt, denken alle an die breite Straße im Frankenberger Viertel, an deren Rändern sich trotz des Bombardements des Zweiten Weltkrieges noch eine Reihe unzerstörter Gründerzeithäuser erhalten haben. Namensgeber des Boulevards: Franz Offenhoff, von 1944 bis 1945 Oberbürgermeister der Stadt Aachen, überzeugter Katholik und wegen seiner Glaubensüberzeugung Regimefeind und Opfer des Werwolf-Kommandos der Nazis.

Während sein Name noch hier und da mit dem Widerstand gegen die NS-Ideologie verbunden wird, sind die Namen der anderen aufrechten Christen weitgehend unbekannt, die in der dunklen Zeit des Nationalsozialismus ihr Leben verloren haben, weil sie unbeugsam für die Wahrheit Jesu Christi eingestanden haben. Prälat Prof. Dr. Helmut Moll, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für das Martyrologium des 20. Jahrhunderts, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die vielen Schicksale aufzuarbeiten. Unter den knapp 1000 Lebensbildern katholischer Blut- und Glaubenszeugen/innen hat er in Zusammenarbeit mit 160 Fachleuten aus allen 27 Diözesen und Ordensgemeinschaften zusammengetragen, darunter auch die Schicksale der Glaubenszeugen/innen aus dem Bistum Aachen: Lebensbilder von gut zehn Menschen, die in unserer Region in einer unmenschlichen Zeit ihren Glauben lebten, ihrem Gewissen folgten, die dem Zeitgeist die Stirn boten und am Ende ihr Handeln mit dem Tod bezahlten.  In Herzogenrath lebte zum Beispiel der Kaufmann Peter Harsch, der nach der Aktion „Gewitter“ 1945 in der Haft umkam. Aus der Gemeinschaft der Frauen von Schönstatt ist Maria Laufenberg zu nennen, die 1944 in Mechernich starb. Der Eschweiler Techniker Hubert Klinkenberg, der sich in der Reichspogromnacht 1938 für bedrohte Juden einsetzte und 1942 im KZ Flossenbürg starb, oder der Herzogenrather Kaplan Franz Coenen, der trotz der Gefahr für Leib und Leben gegen den Mainstream Klartext sprach und wegen seiner mutigen Worte schließlich 1939 zu Tode kam und mit ihnen eine Reihe andere Menschen gehören zu den Glaubenszeugen der NS-Zeit unserer Heimat. Bei uns erinnert Prälat Moll nicht nur als Historiker an die vergangenen Schicksale, sondern zeigt auf, was heutige Christen von den modernen Märtyrern lernen können, wenn es in unseren Tagen darum geht, dem Zeitgeist zu widerstehen, der der Wahrheit Gottes entgegensteht.


Veranstaltungsort:  Großer Saal im Pfarrzentrum St. Gertrud
Ecke Erkenstraße / Schütz-von-Rode-Straße
52134 Herzogenrath

Veranstalter:  Kath. Pfarrgemeinde St. Gertrud
Afdener Straße 27
52134 Herzogenrath Telefon: 02406 3566
E-Mail: pfarrbuero@st-gertrud.info
Link: Homepage "Herzogenrather Montagsgespräche"

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