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23 | 07 | 2017

 

Ich kann nicht an Gott glauben ...

 

Anonym, weiblich, 17

weil es so schwer ist! Das klingt jetzt vielleicht dumm, aber ich finde es schwer zu glauben das es einen guten und allwissenden Gott gibt, der mich so liebt wie ich bin und mich geschaffen hat. Wir alle wissen wie Kinder gemacht werden, nicht alle werden aus;oder mit Liebe geboren - und trotzdem sollen alle von Gott kommen? Das kann ich nicht verstehen. Ich frage mich immer, diese Welt in der wir leben, ist sie so wie Gott das wollte? Hat er sich das so gedacht? Soll das hier gut sein? Denn dieses Leben, das fühlt sich nicht besonders gut an. Vielleicht habe ich auch eine falsche Sichtweise auf die Welt, aber ich kenne keine andere. Und jeder Mensch soll perfekt sein? Aber wieso traue ich mich dann nicht ohne Make-up vor die Tür? Wieso finde ich mich dann hässlich und wieso wünsche mir eine Nasen-op? Wieso fühle ich mich so? Wieso ist diese Gesellschaft so falsch - und wieso passen sich alle Menschen an diese Gesellschaft an? Ich kann einfach nicht glauben das Gott das so haben wollte und deshalb ist für mich die logischste Erklärung, dass es ihn nicht gibt.


Anonym, männlich, 45

welcher Gott würde zuschauen was wir mit uns machen ...hahaha


Anonym, männlich
Weil er für mich mit der christlichen Lehre untrennbar verknüpft ist und christliche Theologen Mythen deuten.


Eva, 60
Ich finde meine Beziehung zu Gott so einseitig, ich rufe und frage aber es kommt nichts zurück.


Anonym, weiblich, 16
weil ich nicht daran glaube das er mir im leben hilft und mir halt gibt.


Thomas, 29
ich glaube nur was ich sehe


Horst
Ich kann nicht an Gott glauben, die Physik spricht dagegen.
Aber trotzdem, ohne die Kraft Gottes wird es niemals Frieden, Vernunft, und schönes Leben für alle auf dieser Welt und überall geben.


A. Giese, männlich, 36
wenn ich nicht an mich selbst glaube.


Annika, 27
weil in seinem Namen so viele Menschen ihr Leben lassen mussten. Weil in seinem Namen "Hexen" verbrannt wurden, Wissenschaftler verlacht, Kriege geführt wurden und so weiter. Ich glaube, er ist ein einzig großer Irrtum.


Ute
ich kann nicht an Gott glauben weil ich täglich, manchmal stündlich zu ihm bete, und trotzdem jeden morgen unglücklich aufwache. ich sehne mich nach einen liebenden Gott zu dem ich immer und in JEDER Situation gehen kann, wie zu einem liebenden Vater, Mutter. Ich versuche zu vergeben, darin besteht mein Tag. Ich versuche ehrlich und gebend zu sein. Und ich versuche auch mir selbst zu vergeben und für andere da zu sein. Ich habe nette liebende Menschen um mich, aber alles geht schleppend und mit viel Widerständen seinen Gang. Ich will so gerne an einen Gott glauben, eine unweltlichen liebenden, höhere Instanzen die von mir weiß. Für mich persönlich macht es großen Sinn an eine bejahende allmächtige Macht zu glauben, an eine Energie die durch alles Leben fließt und dass diese Gott nicht will das ich leide, das ich mir das nur selber antue.
Aber ich weiß nicht was ich noch tun kann damit ich ihn höre, erfahre. Ich hoffe sehr, dass es ihn gib. Wenn Sie mir helfen können, bitte bitte.


Anonym, männlich, 24
weil es die Kirche gibt. Und diese Website, die nur dazu dient Leute zu eurem Glauben und Machteinflussbereich zu konvertierten (innerhalb westlicher Länder sind Zwangsmaßnahmen mittlerweile ja tabut...)


Anonym, weiblich, 22
weil ich nur noch mitkriege, wie Menschen an den Lehren herumdeuteln.


Bright, männlich, 48
weil der Glaube an Gott nicht wahrscheinlicher, plausibler, besser begründet, vernünftiger ist als irgendeine Wahnvorstellung.


Anonym, männlich, 20
warum sollte ich auch?


Björn Brunner, 26
auch wenn ich gerne an Gott glauben würde, scheitert es immer an meinen Überlegungen. Vor allem widerstrebt mir der Gedanke des eines Gottes im Biblischen Sinne. Ein Gott voller Rachegedanken und Wut, welcher nicht davor zurückschreckt Menschen zu bestrafen. Was ist denn der Sinn des freien Willens, wenn ich ihn nicht nutzen kann? Weshalb muss ich Gesetze befolgen, wenn ich deren gültigkeit nicht überprüfen kann? Vorausgesetzt es gäbe einen Gott, ist er dann allmächtig? Kann er/sie/es die Zukunft sehen? Und wenn Gott die Zukunft sehen kann, weiss er bereits was ich tun werde... wenn mein Schicksal also bereits feststeht, bevor ich geboren wurde -> was zum Henker mache ich dann hier? Es gibt keinen Plan, es gibt keine Antworten. Nur Chaos und Kampf. Der einzige Verlass im Leben sind die Menschen die man liebt. Wenn man jemandem wertschätzung zeigen will, dann diesen - nicht einem "geist" welcher sich nicht zeigen will.


Atheist
Neben der nicht vorhandenen psychischen Notwendigkeit, einen totalitären, unschlagbaren Tyrannen zu imaginieren und der absoluten wissenschaftlichen No-Gos, kann man vor allem die Vergangenheit der Kirche hinzuziehen. Kreuzzüge, Inquisition, Konsekrationen Könige und Kaiser, etwa 90% der Kriege der Menschheitsgeschichte, Rattenlinien, Kondomverbot & Homophobie.
Die Kirchen haben mehr Opfer auf dem Gewissen, als Hitler und Stalin zusammen.
Was läge also näher, als diese Institutio(en) zu ächten?
Aber nein, sie werden vom Staat finanziert. 20 Mrd. bekommen die großen Kirchen in Deutschland pro Jahr. Die Kirchensteuer ist da Nicht mit eingerechnet!


Anonym, männlich, 62
Wenn man weiß, dass eine Figur eine literarische Erfindung ist, was soll es dann über dieses Wissen hinaus bedeuten, an diese literarische Erfindung auch noch zu "glauben"?


Bernd Nowotny, 68
weil das, was man über ihn sagt, nicht zu unserer Welt passt.


Anonym, männlich, 23
hab ich nicht gesagt, nur ist der glauben nur ein wort.


Glaube als Systemreflex, männlich, 39
Die Funktion der Religion besteht darin eine sinnlich nicht wahrnehmbare Systemumwelt zu beschreiben, um daraus Aussagen ueber die eigene Systemgrenze ableiten zu koennen (sehr frei nach Luhmann). Diese Funktion der Religion und des damit verbundenen Gottesbildes setzt zweierlei voraus. Erstens kann es keinen empirisch nachweisbaren Wahrheitsbezug geben, sonst waere die jeweilige Religion ueberfluessig. Zweitens muss die Annahme der Religion kontrafaktisch als gewiss betrachtet werden. Spaetestens an diesem Punkt widerspricht sich jede Religion selbst. Der religioese Mensch ueberspringt diesen Widerspruch indem er den Zweck der Religion ueber deren Wahrheit stellt. Ein psychologisch nachvollziehbarer Mechanismus.


Anonym, weiblich, 30
Das, woran ich glauben kann, ist mit dem Wort "Gott" nicht beschreibbar. Stattdessen stelle ich mir eher vor, dass alles Leben "beseelt" ist und auf einer nichtmateriellen Ebene miteinander zusammenhängt, daß zwar alles Materielle vergänglich ist, alles Geistige aber ewig.


Benjamin Lehnardt, 30
weil es soviel leid auf der Welt gibt!!!


Anonym, weiblich, 30
Weil ich mir zum Beispiel nicht vorstellen kann, dass er, wenn es ihn gäbe, so etwas wie Kinderprostitution zulassen könnte.


Anonym, männlich, 41
... weil es gleichzeitig viel zu einfach und viel zu schwer ist.


La
da es keine handfesten Beweise dafur gibt. Ich glaube die Menschen haben ihn nur erfunden damit sie durch schwere zeiten einen art begleiter haben der einem hoffnung gibt. Auch erscheinen mir viele Geschichten aus der Bibel unlogisch, wie z.B. die erstehung der menschen- adam und eva. Aber ich kann auch nicht mit absoluter gewissheit sagen, dass es ihn nicht gibt.


Kathrin
Ich kann mich bisher nicht ganz mit dem Gedanken anfreunden, dass es einen Gott gibt, da meiner Meinung nach zu viele Fragen offen bleiben, welche die Existenz von einem Gott kritisieren. Im Gegensatz dazu, gibt es auch keine Beweise, die bezeugen, dass nicht doch irgendwo einen Gott gibt.


Jay
weil es fuer mich keine beweise gibt. Es gibt aber keine widersprueche. Nicht alles kann durch zufall erklaert werden.


Oliver, 17
wenn so viel gewalt in der welt existiert. wenn gott allwissend und allmaechtig ist, wieso passieren solch schreckliche dinge wie kindermishandlung, oder wie die grossen kriege z.b. vietnam oder die weltkriege?


Flow
tue ich, aber ich glaube wir haben bei Gott einfach verschissen. Der hat glaube ich keinen Bock mehr auf diesen riesigen Kindergarten aufzupassen.


Johannes Rohr, 41
... der Satz fängt schon falsch an, denn "ich kann nicht" impliziert ein Defizit, ein Unvermögen, ganz so als wäre glauben können eine Qualität. Damit haben die Ersteller der Umfrage bereits eine Richtung vorgegeben. Man kann es aber auch genau umgekehrt sehen: Es ist eine Qualität, den Glauben an imaginäre Freunde, an den allmächtigen "Sky-Daddy" loszulassen und die Welt zu akzeptieren, wie sie - aller Wahrscheinlichkeit nach - wirklich ist: ohne einen höheren Plan, ohne einen vorgegebenen Sinn. Sinn, Menschlichkeit, Erfüllung - all dies sind Dinge, die wir uns selbst schaffen müssen. Die eigene Geworfenheit in die Welt annehmen, ohne sich eine kosmische Vaterfigur herbeizuhalluzinieren. Ich kann gut verstehen, warum Menschen an Gott glauben, dass dieser Glauben u.a. Trost geben kann (er kann aber auch Angst und Schrecken produzieren). Ich kann gut verstehen, dass der Glaube an eine unsterbliche Seele tröstlich sein kann und den Umgang mit dem Tod erleichtert. Mehr Charakterstärke, mehr Erwachsensein fordert es jedoch, der Möglichkeit ins Auge zu sehen, dass dies nur Illusionen sind, der Möglichkeit ins Auge zu sehen, dass die eigene Existenz keineswegs Teil eines göttlichen Plans ist und dass das Ende des Lebens wirklich und unwiderruflich das Ende ist; einzusehen, dass Dinge nicht allein deshalb wahr werden, weil wir uns wünschen, sie wären wahr; zu verstehen, dass religiöse Vorstellungen über höhere Mächte und ewiges Leben höchstwahrscheinlich Produkte der menschlichen Psyche sind, dass sie im Kern kindliche Phantasien sind, in denen wir Schutz und Trotz suchen. Der eigenen Endlichkeit wirklich und radikal ins Auge schauen zu können, zu verstehen - wenn ich sterbe, sterbe ich, endgültig - gerade dies erfordert Mut. Doch es eröffnet auch neue Möglichkeiten, neue Lebensperspektiven. Wenn ich akzeptiere, dass dieses Leben hier das einzige ist, was ich habe, kann ich es in einer neuen Qualität erfahren. Wenn ich die Vorstellung loslasse, später eine himmlische Belohnung zu erhalten, kann ich erst wahren Altruismus erlernen. Deshalb hätten die einleitenden Worte nicht "ich kann nicht" lauten müssen, sondern neutral "Ich glaube nicht an Gott". Es auch 1000 Möglichkeiten, den eigenen Unglauben positiv zu formulieren und nicht als Defizit: "Ich habe den Mut, nicht zu glauben", "Ich bin ehrlich genug zu mir selbst, mir nichts vorzumachen" usw. . Allein, die Vorstellung, dass Glauben per se etwas gutes sei ist so tief verwurzelt, dass sie wohl auch die Initiatoren dieser Aktion hier von vorneherein vorausgesetzt haben...


Daniela Zitzelsberger, 25
wahrscheinlich will ich nicht. mein lebensgefühl, mein Weltbild besteht ohne etwas wie Gott. ich habe lange versucht meinen Glauben wiederzufinden, den ich bereits mit 8 Jahren verlor. Gott und jegliche höhere Existenz spielen schlichtweg keine Rolle mehr für mich.


Daniel, 25
da das "Ganze" einfach zu groß ist, als das er es in 7 tagen erschaffen könnte.


Cassandra Heuswald, 23
...weil ich denke, dass götter erfunden wurden, um dem menschen zu erklären, wie er entstanden ist, und was nach dem tod kommt. für mich klingen atome und evolution eigentlich schlüssig genug, und wenn es noch etwas anderes gibt, dann kann es sich ja erforschen lassen. und selbst wenn ein gott wie im christlichen glauben existiert - dann wüsste er, warum ich glaube, was ich glaube, und würde sich am forscherdrang seiner schöpfung freuen.


Anonym, weiblich, 48
obwohl ich religiös erzogen wurde. Im Laufe der Zeit legt man seinen Kinderglauben ab, liest und beschäftigt sich mit ernsthafter theologischer Literatur (Küng, Rahner, Newman) mit den physikalischen und biologischen Grundlagen der Entstehung des Lebens und so fort. Auch die Erkenntnisse der Neurobiologie gehören heute zu den Standardgrundlagen der Beschäftigung mit dem Glauben, der Gottesfrage. Festzuhalten ist für mich in jedem Fall dass die ungelöste Frage nach dem Ursprung des Weltalls nicht automatisch in Richtung der (christlichen) Religion kanalisiert werden darf. Für mich steht fest, dass das Christentum eine Möglichkeit der Deutung der Welt bietet und in neuerer Zeit auch gute Ansätze für ein humanes Miteinader in Gesellschaft und Welt - ich jedoch kann hier nur noch eine Sozialnorm erkennen, die sich durch geschickte Politik in Welt und Staat irgendwie gehalten hat, auch gehalten wurde. Die Kritik an der Geschichte der Kirche und ihre Verstrickungen habe ich durchaus im Auge, sehe sie jedoch nicht als direkten Auslöser für meinen Unglauben an. Unglauben meine ich im Sinne einer gedachten Transzendenz, einer grundsätzlichen Sinnhaftigkeit der Existenz des Menschen. Endgültiger Auslöser für meinen Unglauben ist die Theodizeefrage, nicht nur global sondern ganz konkret in meinem Leben. Das Ausmaß von Leid und frühzeitigem Tod das ich in meinem direkten familiären und persönlichen Umfeld erfahren musste ist derart unfassbar, dass es mich nicht nur an sondern über die Grenze geführt hat. Am eigenen Leib, in Hoffnungslosigkeit, Trauer und Verzweiflung erfuhr ich, wie der menschliche Geist sich einen Ausweg sucht um mit (mehrfachen) grausamen Schicksalsschlägen klarzukommen. Natürlich denkt man, dass das Leben wie man es erfährt so doch nicht sein darf. Der Ausweg wird dann anderswo gesucht. Da, wo es objektiv nicht erfahrbar ist. Kompensation im Jenseits? So entsteht Religion - aus den Bedingungen des Alltags in dem erkennbar wird, das das Unglück nicht gleich verteilt ist sondern sich bei manchen anhäuft. Der eine lebt sein Leben und stirbt lebenssatt in hohem Alter, der andere hat nur mit Kummer und unverschuldetem Leid zu kämpfen und steht laufend am Grab eines jung verstorbenen, geliebten Menschen. Wenn Gott den Menschen "nach seinem Bilde" geschaffen hat - wie ist dann Auschwitz zu erklären? Da waren Menschen am Werk. Das Erdbeben von Lissabon, Tsunami und Haiti gehören in eine andere Kategorie aber werfen große Fragen auf. Eine unerlöste Welt? Sicherlich, die erleben wir alle. Die allem zugrundeliegende Frage jenseits von Leid, Elend und unerlöster Welt ist jedoch die: Warum hat das Konstrukt "Gott" dies alles in Gang gesetzt? Weil er die Menschen liebt? Ja, manche wohl mehr und viele weniger. Was für ein grausiges Spielchen ist das, was mit uns veranstaltet wird sollte es so sein wie von den Theologen dargestellt? Warum sollte der Allmächtige, Allwissende Gott so ein Elendsspektakel überhaupt in Gang setzen? Wofür hat er uns nötig? Wenn er es trotzdem getan hätte wäre er ein brutaler, grausamer Gott der zugelassen hat dass in Auschwitz lebende Kinder in die Öfen geworfen wurden. Mit so einem Wesen möchte ich nichts zu tun haben. Eigentlich aber müsste man genau jenen Gott erfinden um ihm eines Tages, wenn man die Möglichkeit hätte derart die Meinung zu sagen warum er diese ungerechte Welt überhaupt geschaffen hat. Es gibt ihn aber nicht, kann ihn nicht geben. Davon bin ich überzeugt. Dies nicht, weil ich es darauf angelegt habe. Meine Lebenserfahrung ist die, dass die Welt grausam, zufällig und gottlos ist. Der eine lebt zufrieden, glücklich und ohne nennenswerte Last. Da kann man glauben - der Glauben steigert sogar noch die kulturelle Lebensqualität. Für jene, die vom Leben gebeutelt werden ist der Glaube auch ein Weg - dies jedoch nur wenn man nicht fundiert und gründlich liest und nachdenkt.


Anonym, weiblich
weil das unlogisch wäre


Anonym, männlich, 55
und dabei haben mir Dennett, Dawkins, Boyer und andere geholfen.


Michael Bernast, 51
...weil "glauben wollen" nur in eng begrenztem maße lebenshilfe darstellt und bei tieferem hinterfragen grundsätzlich das "wissen wollen" an seine stelle treten muß. weil das glauben an "etwas" per se unbeweisbares imaginär bleibt und damit unnötig, ja hinderlich wird. die frage ist anders zu stellen : "muß man an etwas oder irgendjemand glauben?"


Johannes Rohr
..., da ich keine überzeugenden Hinweise auf seine wirkliche Existenz finden kann. Wenn ich die FAQ zu dieser Website lese, so tut sie alles um in dieser Frage möglichst vage zu bleiben, die Dinge im "soft focus" zu belassen. Der Umstand, dass es in unserer Welt schlicht und einfach keinen Hinweis auf irgendwelches göttliches Eingreifen gibt, wird mit poetischen Formulierungen weggeredet, z.B. aus "Wie handelt Gott?": > " So wie Jesus die Menschen zum Handeln befähigt hat, will Gott auch heute Menschen zum Handeln befähigen. Woher um alles in der Welt weiß der Autor dieser FAQ, was Gott will? Wenn es wirklich um Wahrheit ginge und nicht darum, sich die Welt schönzureden, dann müssten solche Aussagen begründet und mit Belegen versehen werden, sonst sind sie einfach nur Phantasieprodukte. > "Gott hat keine anderen Hände als unsere." Das ist nach meinem Dafürhalten nur eine verbrämte Form des Eingeständnisses, dass Gott nicht existiert. Der Autor weiß eigentlich, dass da nichts ist, man muss es aber irgendwie mit schönen Worten sagen, die einen über die eigentliche Kernaussage hinwegtrösten. > "Wie Gott nicht handelt: Gott ist nicht der große Magier, der von oben eingreift, wenn wir Menschen nicht mehr weiter wissen." Erstaunlich: Wenn wir die Bibel lesen, dann ist Gott gerade jener Magier, der am laufenden Bande interveniert, Katastrophen und Pestilenzen schickt, Kriege befielt, Opfer fordert, Wunder wirkt. Jesus erweckt Tote auf, geht übers Wasser, verwandelt Wasser in Wein etc. Jene Wundergeschichten werden ja stets als Nachweis der Göttlichkeit Jesu zitiert. Ohne Wunder wäre Jesus allenfalls ein drittklassiger Wanderprediger, denn die moralphilosophischen Einsichten des neuen Testaments reichen in Ihrer Tiefe sicher nicht an die griechischer Philosophen der Antike oder an die Lehre Siddharta Gauthamas (Buddhas) heran. Wenn wir es also mit schonungsloser Nüchternheit betrachten bleibt nur folgendes: Die Bibel behauptet, dass Gott Wunder wirkt. Wir stellen fest, dass solcherlei Wunder nicht stattfinden, also spricht ziemlich viel dafür, dass der Gott der Bibel genauso imaginär, ein Produkt der Mythologie, ist, wie all jene Götterheere die zuvor die kollektiven Vorstellungswelten der Menschen besetzt haben.


ItaJo, 16
Ich glaube nicht an Gott, weil 1. alle Dinge die in der Bibel stehen sowieso nicht stimmen und 2. da er zu viel grausames geschehen lässt.


Anonym, männlich, 40
- weil das Theodizee-Problem letztlich unlösbar ist. Es gibt keine akzeptable Lösung dieses Problems, außer der der Nichtexistenz Gottes. - es lässt sich leicht zeigen, wie Religionen sich in der Menschheitsgeschichte entwickelt haben und dass sie letztendlich ein menschliches Bedürfnis befriedigen. Menschen glauben an Götter, weil sie es wollen, das heißt aber keineswegs dass diese wirklich existieren. Etwas wird nicht wahr, allein weil man sich wünscht es möge wahr sein.


Niklas D., 16
Wie gesagt, ich glaube auch nicht an Einhörner und Zwerge. Allerdings ist es sehr schwierig, einen Gott anzubeten, der im Alten Testament mehrfachen Massenmord begeht (das Alte Testament wird im Vorwort zur Einheitsübersetzung als Offenbarungsurkunde der Juden und Christen bezeichnet!!!) und im Neuen Testament den Ungläubigen den Höllentod wünscht (Mk 16;16). Im Anbetracht dieser Brutalität auch des sogenannten Messias Jesu (Mt 13; 41-43) ist die Kriminalgeschichte des Christentums sicherlich kein Zufall. Der christliche Glaube stellt sich gegen jeden Fortschritt ( man denke hier nur an den sogenannten Antimodernisteneid), weil er von Grund auf beansprucht, die absolute Wahrheit zu verkünden.


Gernot Back, 46
"Ich KANN nicht an Gott glauben", das ist eine sprachliche Wendung, die sich ein denkender Mensch niemals zu eigen machen würde: Er glaubt nicht an Gott, einfach weil er denkt, basta! Das Modalverb "können" ist hier völlig fehl am Platze. Ein Atheist glaubt nicht an "Gott", genauso wenig, wie er an Bertrand Russels "Teekanne" oder an Bobby Hendersons "Fliegendes Spaghettimonster" glaubt und zwar einfach deshalb, weil es nicht die geringsten Indizien für die Existenz solcher Hirngespinste gibt. Da der Mensch als Angehöriger einer Brutpflege betreibenden Tierart vollkommen unselbstständig in diese Welt hineingeboren wird und sich so spät wie keine andere Spezies von seinen Erzeugern abnabelt, ist es zwar verständlich, dass er sich gedanklichen Ersatz in einem "höheren Wesen" zu konstruieren sucht. Es ist aber keine besondere Leistung, bei solch naivem Wunschdenken zu verharren, schon gar nicht Im WISSEN um diesen Zusammenhang! Ich kann DENKEN, d.h. ich kann zwischen glaubwürdigen und unglaubwürdigen Hypothesen unterscheiden. "Ich kann NICHT-AN-GOTT-GLAUBEN!", so wird ein Schuh draus!


Stefan K., 28
Ich halte es für extrem unwahrscheinlich, dass ein Gott, wie er in Thora, Bibel oder Koran beschrieben wird, existiert. Die Existenzgrundlage eines solchen Gottes passt nicht in mein logisches Verständnis. Alles andere dagegen, alles was nicht omnipotent oder omnipräsent ist, braucht nicht als Gott bezeichnet zu werden.


Anonym, männlich, 34
Weil auch gerade solche religiösen "Notbehelfe" wie "wer Gott in seiner Herrlichkeit (und nur diese wäre wohl ein in der Erfahrung ausreichend eindrucksvolles Erlebnis um die Existenz Gottes durch Empirie für sich bestätigt zu sehen) den Geschichten nicht gerade mehr Glaubwürdigkeit verleihen. Wer behauptet es gäbe eine absolute Moral von einer absoluten Instanz macht sich, angesichts mehrerer Weltreligionen mit völlig unterschiedlichen Ansichten, doch nur lächerlich. Ich ertappe mich als Mensch schon bei vielen beiweiten weniger unangenehmen Wahrheiten dabei mich tendentiell gerne selber zu belügen. Ich glaube nicht, daß ich da sonderlich anders bin als alle Menschen. Wir müssen aber dringend immer die jeweils grösste Lüge aufdecken welche wir uns selber auftischen. Es ist unsere Pflicht uns immer zuerst um die schlimmsten Probleme zu kümmern.


Anonym, männlich
wenn der Glaube an ihn mit einer Lehre verknüpft ist, die für sich selbst in Anspruch nimmt, verschiedene unfehlbare Aussagen zu beinhalten.


Anonym, männlich, 32
...weil ich keinen Grund dazu habe. Mir hat in 32 Jahren auch noch nie jemand einen Grund nennen können, jedenfalls keinen guten.


Ingeborg Albert, 65
weil es so etwas nicht gibt. Dieser Begriff entstammt der Phantasie der Menschen. Viele Menschen haben einfach Lebensangst, die ihnen teilweise von der Kirche eingeredet wird. So suchen sie irgendwie Halt in einer höheren Gewalt.


Gunter Veet, 67
weil das, was Gott meint, nur ein epileptischer Anfall im vorderen Stirnlappen ist. Glauben kann ich auch an ein selbst gebasteltes Kartoffelmännchen...


Anonym
unter anderem, weil Gott oder die Behauptung eine göttliche Offenbarung empfangen zu haben von Menschen als (Pseudo-)Autoritätsargumente benutzt werden. "Wenn daher, was Gott verhüten möge, jemand vorsätzlich dies, was wir definiert haben, leugnet oder in Zweifel zieht, so soll er wissen, dass er völlig von dem göttlichen und allumfassenden Glauben abgefallen ist." Wenn Menschen versuchen durch Machtrhetorik per Definition Wahrheiten zu schaffen versuchen, dann ist das in den Allermeisten fällen Wahrheitsbeugung. Es überrascht mich, dass dieses dabei oftmals geradezu naive Vorgehen der Kirchen, so wenig Beachtung findet.


Ronaldiny, 51
wenn nicht an Gott an was sollte man sonst glauben.


Gerhard W. Granseier, 74
...denn er hat sich mir bisher nicht offenbart. Ich vermag auch nicht einzusehen, wieso der Wert eines Menschen abhängig sein soll von seiner Fähigkeit, absurde und widersprüchliche Behauptungen für wahr zu halten. Altes und Neues Testament wimmeln von Widersprüchen und die Kirchengeschichte quillt über von Täuschung, Fälschung, Lüge, Betrug, Heuchelei und Doppelmoral, ganz zu schweigen von Mord und Völkermord im Namen Gottes, von Kreuzzügen, Religionskriegen, Inquisition, Ketzerverfolgungen und Hexenverbrennungen. Zahllose Millionen sind auf diese Weise im Laufe von zwei Jahrtausenden auf Veranlassung und mit dem Segen der Kirche im Namen ihres Gottes ums Leben gebracht und noch viel mehr Menschen sind durch die Fixierung des Klerus auf das Sexuelle, dessen Betätigung ihm ja versagt bleiben muss, um ihr Lebensglück gebracht und mit Komplexen und Psychosen belastet worden. Dabei hat Glauben mit Moral überhaupt nichts zu tun: Immer sind es ja doch gläubige Menschen, die andere, die ihren Glauben nicht teilen und sie dadurch in Unruhe versetzen, zwangsweise zu bekehren suchen und im Falle der Weigerung gnadenlos umbringen und ausrotten. Dabei tut der Gegenstand des Glaubens überhaupt nichts zur Sache: Die einen morden zur höheren Ehre ihres Gottes, andere, weil sie an die Überlegenheit ihrer Rasse, wieder andere, weil sie an die Notwendigkeit einer Diktatur des Proletariats glauben. Ein in den Augen solcher Fanatiker Ungläubiger dagegen, ein Zweifler, Skeptiker oder Agnostiker wird, da er sich dessen bewusst ist, dass sein Wissen Grenzen und er keine absoluten Wahrheiten zu verkünden hat, niemals andere um eines Glaubens willen benachteiligen oder gar ums Leben bringen wollen. - Wie passt übrigens der angeblich gütige Gott der Liebe, den das Neue Testament verkündet, zu dem eifersüchtigen, neidischen, rechthaberischen und finsteren Gott des Alten Testamentes, der den Israeliten persönlich in Dutzenden von Fällen die Begehung von Völkermord an den vor den Juden in Palästina siedelnden Völkern befiehlt, wobei er ausdrücklich auch Frauen und Kinder, ja sogar die Sklaven und das Vieh mit zur Ausrottung bestimmt? Ist es nicht so, dass mit demselben Hass und derselben Unerbittlichkeit auch die heutigen Vertreter seines auserwählten Volkes gegen die heutigen nichtjüdischen Bewohner Palästinas vorgehen? Und haben nicht die tiefgläubigen protestantischen Siedler in Nordamerika sich auf eben dieses Alte Testament berufen, als sie daran gingen, mit der Bibel in der einen und dem Gewehr in der anderen Hand Nordamerika von seiner Vorbevölkerung zu befreien? Und sind nicht die fundamentalistischen Nachkommen dieser Finsterlinge auch heute wieder bestrebt, zur Ehre Gottes ein weltweites Armageddon heraufzubeschwören? Wie in der Vergangenheit, so gehen auch heute leider immer noch Glaube und Politik Hand in Hand und profitieren von der Ahnungslosigkeit und der Interesselosigkeit der meisten Menschen im Hinblick auf diese Themen. Inzwischen gehört schon rund ein Drittel der Bevölkerung keiner der das Monopol auf das Weiterleben nach dem Tode ausübenden Kartellkirchen mehr an, aber immer noch kuscht alles, wenn die Kirche bimmelt. Wer eigentlich vertritt die Interessen des nichtgläubigen Bevölkerungsdrittels in der Öffentlichkeit? Wo sind u n s e r e Vertretungen in den Presse- und Rundfunkräten und Gremien aller Art? Die Gefühle der Gläubigen sind durch Gotteslästerungsparagraphen und Ähnliches streng geschützt, - wer aber schützt die Gefühle der Nichtgläubigen vor Verdächtigungen, Herabsetzungen, Beleidigungen und Anpöbeleien seitens der staatsgenehmen Gläubigen? Wäre es nicht endlich einmal an der Zeit, die staatlich eingetriebene Kirchensteuer und das ganze Hitlerkonkordat, das als einziger von den damaligen Machthabern abgeschlossener internationaler Vertrag unangefochten im Verborgenen überdauert hat, abzuschaffen?


Heidrun, 58
weil ich ihn für eine Erfindung von Menschen halte um allgemeine (meist gute) Regeln zu setzen.


Carsten, 42
Ich habe als Kind an den Weihnachtsmann, das Christkind und den Osterhasen geglaubt. Der Glaube daran ist mir im Laufe des Älterwerdens abhanden gekommen, ohne dass ich davon Schaden genommen habe. Genauso ist es mir mit dem kindlichen Glauben an Gott gegangen. Er ist einfach verschwunden (der Glaube). Gott oder die Götter sind der Versuch des Menschen, Dinge zu begreifen, die er nicht begreifen kann. So wie wir nicht mehr an den Regengott glauben, weil wir zu verstehen beginnen wie das Wetter funktioniert, werden die Menschen irgendwann aufhören, an Gott zu glauben, weil sie verstehen, wie die Welt funktioniert. (falls die Menschheit so lange existiert und sich nicht vorher vernichtet, oder durch etwas anderes vernichtet wird) Die Evolution ist noch lange nicht zu Ende und Menschen, die sich selbst als Krone der Schöpfung bezeichnen, sind entweder unglaublich naiv oder unglaublich arrogant, oder beides.


Thomas Bietz, 47
.. weil den Lauf der Welt eher der Zufall bestimmt. .. weil die Naturwissenschaften "ihn" ad absurdum gefuehrt haben.


Ulf Draack, 67
Schutz des Klimas Sehr geehrte Damen und Herren! Neulich beklagte in der Morgenandacht (WDR 5, 7:00 Uhr) ein Prälat aus Aachen die Überflutung einiger Inseln im Pazifik und die schrecklichen Folgen für die Bewohner. Sehr lobte er die klimaschützenden Aktivitäten einer Kirchengemeinde im Lande BW. Ich frage, ob ihm angesichts der drohenden Klimakatastrophe keine Zweifel an dem Bibelwort kommen: „Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan…." (Kapitel 1,28., erstes Buch Moses). Für mich ist das die wirkliche Ursache der Gefahr und kann damit nicht zum Gebot eines Gottes gehören. Warum würde ein liebender Gott die Zerstörung der Schöpfung dulden? Wie der Holocaust und andere Katastrophen beweist das, dass ein Gott nicht existiert. 58644 Iserlohn, 05.04.2009 gez. Ulf Draack


Peter Backfokus, 52
Weil Glauben für mich keine Option ist. Ich strebe nach Wissen und Wahrheit, wohl wissend, das mehr als Wahrscheinlichkeit nicht erzielbar ist.


Jonathan Straub, 20
Ich nehme seine Existenz an, aber ich glaube nicht an ihn nach den Definitionen der Religionen von "Glaube". Mir fehlen zum Glaubensbekenntnis Gottesfurcht, Gottvertrauen und viel mehr. Damit eins klar ist: ICH HASSE GOTT NICHT! Ich habe das Gefühl, mich friedlich von ihm getrennt zu haben. Noch etwas muss ich klarstellen: ICH RESPEKTIERE GOTT NICHT, UND KÄMPFE GEGEN DIE FURCHT VOR IHM AN. Ich bin GOTTLOS.


Michael Rauch, 65
den mir meine ehemalige Kirche "eingetrichtert" hat. Im ersten Gebot steht: Du sollst Dir kein Bild machen von Deinem Gott... Gerade das versuchen aber fast alle Religionsgemeinschaften dieser Erde. Gott ist für mich - aus meiner Erfahrung heraus - Der/Die/Das total ANDERE. Aber auf KEINEN FALL der Gott der Bibel oder anderer Schriften. Alle Religionsgemeinschaften verlangen von ihren Angehörigen eines: GLAUBEN. Glauben ist das ideale Werkzeug der Macht. Glauben funktioniert nur in Gemeinschaft und in absoluter Demut, da Glauben bedeutet: Leben mit dem NICHT-Wissen. Das ist heutzutage keinem Menschen mehr zumutbar. Denn die Religionsgemeinschaften haben alle in ihren "Definitionen" (sog. "Glaubens-Wahrheiten") unglaubliches eingebaut... und verteidigen das bis dato wie "Gewissheiten". Ich halte das aber als reinen Betrug aus purer Machtgier.


Marco, 44
weil ich denke, das alles was wir tun und lassen nur durch uns selbst bestimmt wird. Jeder Mensch hat eine sehr hohe Verantwortung für sich und seine Mitmenschen. Nur wenn wir an das Gute in uns selbst glauben, können wir auch etwas gutes weitergeben.


Claudia Martelli, 44
...seit ich logisch denken kann. Die Menschen brauchen Gott. Das ist der Grund für dessen Erscheinen in der Geschichte, und nicht umgekehrt. Dass Gott von den Menschen in ihrer Not erfunden wurde, kann ich nur gutheißen - aber das macht es mir unmöglich, ernsthaft daran zu glauben, seit ich erwachsen bin.


Siegfried Vocasek, 70
diese Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube :) Könnte es so sein: Wer nicht glaubt, glaubt auch?


Anonym, männlich, 40
weil er sich mir nie gezeigt hat - weil etwas nicht allein dadurch wahr wird, dass ich mir wünsche es möge wahr sein; - weil sich die Religionen und Konfessionen in ihren Aussagen über Gott fundamental widersprechen und es keinerlei Möglichkeit gibt zu wissen, wer recht hat und wer irrt; - weil sich die Menschen durch die Jahrtausende Gott und Götter nach ihrem Bilde geschaffen haben; - weil die Welt in der wir leben an vielen Stellen zeigt, dass sie nicht von einem intelligenten Schöpfer geschaffen worden sein kann, sondern sich langsam entwickelt haben muss, sonst wären wir Menschen nicht die fehlerbehafteten, unvollständigen, provisorischen Wesen die wir sind Ich sehe auch nicht, dass das Glauben an Gott mich irgendwie zu einem besseren oder moralischeren Menschen machen würde. Selbst wenn Gott existierte, warum sollte er dem, ob wir an ihn glauben oder nicht irgendeine Wichtigkeit knüpfen? Wenn er sich für uns interessieren würde, dann doch dafür ob wir gut leben und einander gutes tun und nicht welche Ansichten wir über die Erschaffung des Universums haben. Die Vorstellung dass ein Glauben an etwas, für das es keinerlei Indizien gibt, eine Tugend sei, etwas besonders schützens- und förderungswürdiges ist für sich absurd.


Edgar Nönnig, 58
Ein Wesen als Gestalter des Universums und einer, der den Menschen nach einem Katalog von Prinzipien hilft, wäre mir zu phantastisch, wäre einfach zu gigantisch. Deswegen muss man Ursprung und Zusammenhalt der Welt nicht begreifen.


Alexander Krampe, 42
Was meint jemand, wenn er Gott sagt?


Anonym, weiblich, 28
wie soll man an etwas glauben was nicht da ist.was man weder sehen noch fühlen kann.


Anonym, männlich, 34
weil der Begriff Gott so dermaßen missbraucht worden ist, dass ich mit ihm zwar alles mögliche verbinde, aber nicht mehr das was ich mir von einem höherem Wesen, einem höherem Sein wünsche. Wenn ich den Begriff Gott höre oder lese zieht sich bei mir alles zusammen und Wut kommt auf, unendliche Wut. Diese Bilder, diese Symbole von Gott, die mir Menschen mit auf den Weg gegeben haben, machen mich so wütend, dass ich gerne dieses Forum nutzen möchte, um mit diesen Gottessymbolen abzurechnen.
1. Gotteshäuser: Sie sind groß sie sind mächtig, sie sind die höchsten Gebäude in vielen Städten. Sie sind groß, dass sich ein Mensch, eine Gemeinde darin verliert, unscheinbar und unwichtig, wie Ungeziefer. Bei klassischer Musik habe ich immer die Bilder von einstürzenden und brennenden Kirchen. Ich wünsche mir ein höheres Wesen, ein höheres Sein, dass den Menschen liebt und achtet.
2. Gotteslob. Wenn ich das Gesangbuch der katholischen Kirche aufschlage wird mir schlecht. Die Texter des Mittelalters und der Rennaisance scheinen sich übertrumpfen zu wollen, wer der kleinste und mieseste Mensch ist. Wenn ich dazu noch eine Gemeinde höre, die zu den Pfeifen einer Orgel, Großer Gott wir loben Dich, gröllt, kriege ich Ohrenschmerzen. Ich wünsche mir ein höheres Wesen, ein höheres Sein, dass den Menschen achtet, ihm seinen Stolz läßt.
3. Bilder und Skulpturen von Jesus Christus, der Gottesfamilie oder sogar Gott selbst. Jeder hat das Bild eines alten Mannes mit weißem Haar und Vollbart vor Augen. Durch diese Bilder projeziert man das höhere Wesen, das höhere Sein auf etwas fremdes. Ich wünsche mir ein höheres Wesen, ein höheres Sein, das in mir und meinem nächsten existiert. Ein höheres Sein, das sich im Lächeln eines Arbeitskollegen, dem Stirnrunzeln einer Nachbarin oder auch in dem Anblick meiner Hände zu erkennen gibt.
4. Gottesdienst. Wenn ich den Begriff Pastor ins Deutsche übersetze erhalte ich den Begriff Hirte. Demzufolge ist die Gemeinde eine Herde blöder Schafe, die brav auf den Knien blöckt, Herr ich bin nicht würdig, dass Du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort so wird meine Seele gesund. Mir ist danach jedes einzelne Schaf links und rechts etwas um die Ohren zu hauen und anzuschreien, steh auf, Du bist ein Mensch. Ich wünsche mir ein höheres Wesen ein höheres Sein, dem ich mit aufrechten Gang und erhobenen Hauptes entgegentreten kann und nicht nur ich sondern jeder Mensch. Der Mensch unterscheidet sich massgeblich vom Tier durch seine aufrechte Haltung und selbständig zu denken.
5. Religionsunterricht. In meinem Religionsunterricht habe ich einmal einen Comic gelesen, der mir immer noch das Blut in den Adern gefrieren läßt. Es war mit den Überschriften, zu jung, zu beschäftigt, zu glücklich, zu alt, zu tot um an Gott zu glauben beschrieben. Die Bilder dazu kann sich jeder selbst vorstellen. Ich war kurz davor, diese Religionsbuch vor meiner Lehrerin vor der gesamten Klasse zu zerreißen. Gott braucht meinen Glauben, um zu existieren, war die Botschaft, die bei mir ankam und wenn ich hier einige Beiträge lese, hat die katholische Kirche es tatsächlich geschafft, diese Botschaft an viele Menschen zu verteilen. Ich wünsche mir mein höheres Wesen, ein höheres Sein, das mir Aufmerksamkeit schenkt, sei es durch eine blühende Blume oder einen singenden Vogel. Ich brauche keine depressiven, minderwertigkeitsgeplagten Miesling, den ich ständig trösten muss.
7. Kommunionunterricht. Was Du nicht willst, was man Dir tut, das füg auch keinen anderen zu. Ich verfluche, die Rhythmik, die in diesem Spruch ist. Dieser Spruch ist Werk des Teufels. Derjenige, der sich diesen Spruch ausgedacht hat, möchte ich prügeln, solange prügeln, bis er einsieht, dass dieser Spruch in die Passivität und Depression führt. Man soll sich ständig vor Augen halten, was einem schlimmes widerfahren ist, dies in sich hineinsaugen und sich nach innen wie außen verNICHTen. Ich wünsche mir ein höheres Wesen, ein höheres Sein, das mich anhält so zu handeln, wie ich gerne behandelt werden möchte.


Mathias Leenders, 38
Ich bin ohne Gott erzogen worden. Das hat vielleicht eine entsprechende Grundlage gelegt, mit anderem Hintergrund würde ich vielleicht anders glauben. Ich kann zwar nicht behaupten, dass ich alle Denkpositionen meiner Eltern übernommen hätte, ganz im Gegenteil, ich weiß auch gar nicht, wie mein lange verstorbener Vater wirklich zum Glauben stand, er spielte für meine Familie jedenfalls nie eine Rolle. Heute finde ich den Glauben an einen Gott absurd und erziehe auch meine Tochter entsprechend, allerdings undogmatisch. Ich bin Humanist und auch entsprechend organisiert, diese Anschauung und die entsprechenden Werte geben meinem Leben Halt und Sinn. Ich finde es nervig, dass auch in der heutigen Zeit einem Kind eine freie Glaubensentscheidung schwer gemacht wird, da es in den meisten Bildungseinrichtungen mit der feststehenden Existenzbehauptung Gottes konfrontiert wird. Ich wünsche mir eine echte Gleichberechtigung nichtreligiöser Weltanschauungen, auch und gerade bei den staatlichen Unterrichtsplänen.


Ines Blum, 28
weil es mir nichts gebracht hat sprüchlein aufzusagen! hören kann er uns eh nicht


Norbert Schnitzler, 50
weil ich erwachsen bin. Als Kind konnte ich das. Mit 14 erkannte ich, wie naiv ich war.


Volker, 40
und das ist gut so


Ehemaliges Kind, männlich, 24
Jemand der zulässt, dass ein Kind vergewaltigt wird, obwohl er es verhindern könnte, ist ein Sadist. Jemand der diesem Kind dann noch sagt "Vertrau mir, es dient nur zu deinem Besten" ist ein perverses Stück Scheisse! Ich steh weder auf Sadisten noch auf Scheisse.


Felix
Da in Gottes buch steht das man Schäche glorifiziren und Stärke negiren soll. Und das lässt sich nicht mit meinem Persönlichem Charakter vereinbahren.


Anonym, männlich, 36
weil er nicht existiert, ich glaube nur das, was ich sehe.


Peter
Die Phrase unterstellt mir einen Mangel. Ich fühle mich nicht mangelhaft, nicht an Gott zu glauben.


Ulrich, 48
... dem ich zu danken habe, wenn etwas gut gegangen ist (Ernte, schönes Wetter gelungene Operation etc.) und wenn was schiefläuft, die Schuld auf den Menschen zu schieben. Das funktioniert so nicht.


Johannes Paulus, 39
wenn er mich nicht glauben läßt. Wem es nicht gegeben ist, der wird Gott nicht finden. Ich suche ihn, und da es heißt, wer da suchet, der wird finden und wer da anklopfet, dem wird aufgetan, kann ich guter Dinge sein, ihn eines Tages zu finden. Dass viele Menschen nicht glauben können, liegt an Missverständnissen. Daran, dass viele sich ein Bildnis machen (alter Mann mit weißem Bart). Daran, dass sie keine Vorbilder haben, so wie ich meinen heiligen Herrn Z. habe, der Engel unseres Hauses, der für andere Kehrwoche macht und Schnee räumt, ob morgens um 6 Uhr oder abends um 22 Uhr. Der Kranke besucht und ihnen Mut zuspricht. Der den noch verteidigt, der ihm eine Delle ins Auto fährt und der nun darauf in einem Pflegeheim wartet, seinem Herrn Jesus Christus von Angesicht zu Angesicht zu begegnen und ich wünsche ihm, dass ihm dies bald vergönnt sein wird...


Lars, 40
aber ich wollte, ich könnte es.


Anonym, weiblich, 20
Weil der Junge der am Unfall schuld war noch kurz leben durfte.


Andre Aengels, 28
... weil ich nur an die Wissenschaft glaube. Ihre Lehren sind auf Fakten aufgebaut und nicht auf Mythen oder Überlieferungen.


Anonym, weiblich, 29
Ich habe Gott verloren. Vor 16 Jahren habe ich Abend für Abend weinend gebetet, ihn angefleht mir zu helfen, mir ein Zeichen zu geben. Nichts. Er hat es einfach zugelassen, hat sein Versprechen, dass er mich liebt und für mich da ist nicht eingehalten. Ich bin nicht in der Kirche, denn die Kirche ist unweigerlich mit dem Glauben an Gott verbunden. Und trotzdem, wenn ich auf Grund unterschiedlicher Anlässe in die Kirche gehe, singe ich die Lieder, lausche den Lesungen – kriege jedoch das Glaubensbekenntnis und das Vater unser nicht über die Lippen, sondern erlebe immer wieder genau dann den Punkt, an dem ich unendlich traurig werde und mich immer und immer wieder frage, ob ich ihm je verzeihen kann.


Christoph Kuropka, 29
weil ich keinerlei sinn, gewinn oder logik darin erkennen kann und ich anscheinend seelisch ausgeglichen genug bin, ohne einen solchen, auf meine eigene verantwortung und meinen eigenen menschenverstand bauend zu leben.


Thomas Meier, 37
weil es absolut keinen Beweis gibt für seine (warum ist Gott immer männlich???) Existenz. Zwar kann man auch das Gegenteil nicht Beweisen aber das Gott eine Erfindung des Menschen ist, oder besser des männlichen Teils der Menschheit, liegt eigentlich klar auf der Hand. Zudem weiß kein Mensch wie viele Götter aus auf unserem Planeten gibt und welcher von ihnen der richtige ist. Das die christlichen Kirchen mit ihrem Gott ebenfalls völlig daneben liegen beweist ja die Wissenschaft beinahe täglich. Gott heilt niemanden, die fortschrittliche Medizin schon...


Renate, 40
Um an Gott zu glauben müsste ich mein logisches Denken aufgeben. Und das geht nun mal nicht. Denn 2 und 2 ist 4.


Anonym, männlich, 18
weil es die idioten gar nicht gibt


Anonym, männlich, 23
da ich mir nicht erklären kann, wenn ich nun wirklich im Paradies bin, wo das alles herkäme und warum Gott existiert.


An, 41
... und ich bedaure Menschen, die - bedingungs- und kritiklos - an Ihren Gott glauben... weil:
Mit 17 las ich die Bibel einmal ganz durch. Im Anschluss war mir Religion derart zuwider, da hätte es nicht mal mein skorpionisch, faktenbasierendes Selbst oder mein nüchtern sachliches und offenes Zuhause bedurft.
Alles, was Opfer für sich verlangt ist - nach meinem Empfinden - extrem widerlich und abstoßend. Das gilt für Tieropfer ebenso, wie für die beschriebene Gottheit, die zwecks Treuebeweis vom Vater die Tötung des eigenen Kindes verlangt. Da ist nichts Weises oder Bedeutsames dran - es ist schlicht abstoßend!
Jedenfalls für Menschen, die das Leben achten und hochhalten und lieben!
Unterdrückung, Gewalt, Mord, Hass - alles dies wurde und wird noch immer, im Namen des einen oder anderes Gottes begangen. Und dann gehen sie hin, beten oder beichten, bekommen ihre Absolution - und alle ihre Sünden sind - oh Wunder - in Luft aufgelöst... *kopfschüttel*
"Seid fruchtbar und mehret euch."
"Gehet hin und macht euch die Erde untertan."
Wie angenehm, nicht? Und wie brav ist Homo Sapiens dieser netten Aufforderung gefolgt! Zur Zeit leben gut 6,5 Milliarden Menschen auf diesem Planeten. Das Klima ist hin, Tier- und Pflanzenwelt leidet, schrumpft oder wird mittels Gentechnologie "passend gemacht". Und da verdammt ein religiöser Führer die Empfängnisverhütung, kritisiert aber gleichzeitig die Armut und den Hunger, sowie warnt vor der Klimawandel und der Umweltzerstörung...?!? *wiebitte?*
Ach, und sein Gott soll's richten, wirklicher Friede ist ja keine "bloße"(?) Errungenschaft des Menschen, sondern ein "Gottesgeschenk"...
Andere sind derart fanatisch, dass sie allen Menschen ihren Glauben aufzwingen wollen, koste es, was es wolle. Und wenn die nicht wollen, müssen sie eben sterben. *wiekrankistdasdenn?*
Mal abgesehen davon, dass erzwungener, eingeredeter oder erzogener (Kinder!) Glaube ohnehin nicht von Herzen kommt (das ist nur möglich, wenn sich der - erwachsene - Probant ausgiebig mit dem Thema beschäftigt hat und dann im Herzen etwas fühlt), ist das doch nur ein Beleg dafür, wie unsicher dieser Fanatiker selbst in seinem Glauben ist! Wäre sein Glaube wirklich fest und unerschütterlich, dann wäre ihm egal, was andere denken.
Es gibt keine Gottheit. Es gibt nur den mehr als schwachen Menschen, der nicht fähig oder willens ist, Verantwortung für sein Denken und Handeln zu übernehmen. Da ist es doch einfacher, sich ein übermächtiges Etwas auszudenken, das für alles zuständig ist und die Sünden auch noch vergibt. Auf diese Weise bleibt das eigene Gewissen - so denn eins vorhanden ist - immer schön rein.
Die Natur hat in langer Zusammenarbeit mit der Evolution hat eine wunderbare, wunderschöne und lebendige Vielfalt geschaffen. Der Mensch aber muss diese Vielfalt in - seinem begrenzten Denk- und Empfindungsvermögen entsprechenden - Vorstellungen, Regeln, Normen und Grenzen zwängen.
Er vergisst oder missachtet dabei die Individualität, Rechte und Bedürfnisse anderer - im Namen seines Gottes.
Das ist nicht religiös oder gar göttlich, es ist allenfalls (typisch) menschlich.
Religion ist die Flucht vor der Realität und vor sich selbst. Eine freiwillige Unterwerfung in Zwänge, Vorschriften und Lebensrichtlinien, die von anderen - Menschen - vorgegeben sind. Und es ist auch ein willkommener Freibrief, mit dem Untaten an anderen entschuldigt werden.
Wer so seine Erfüllung findet - bitte, jedem das, was er verdient.
Meinetwegen soll jeder nach seiner Fasson leben, - wenn er mich dabei nicht beeinträchtigt.
Das kann so schwer doch nicht sein?
Aber - ach - das hat ja unabdingbar mit Toleranz und Respekt zu tun - und genau da liegt das Gesamtproblem:
Religion schließt Toleranz und Respekt gegenüber denen, die sie nicht teilen, grundsätzlich aus.
Ergo: Es gibt keine Lösung.
Und keinen Frieden.


Ulrich Wöss, 60
außer ich nenne "das Gute" einfach "Gott"


Anonym, männlich, 38
Ich könnte schon, liegt aber nicht in meinem Naturell. Ich empfinde einfach Glück, wenn ich in den Nachthimmel voller Sterne schaue, mit all seiner Unendlichkeit. Muss ich da mehr wissen?


Benjamin Lehnardt, 27
Weil ich dafür viel zu doof bin!!!
Wer hat mit Gott angefangen?


Guten Tag, Herr Lehnardt,
"zu doof für Gott" - das ist ein interessanter Ansatz, auch ein seltener. Wenn man will, kann man das als eine bescheidene Selbsteinschätzung betrachten. Das Gegenteil hört man als Theologe öfter. Und wenn man es genau nimmt, dann war dieser Zustand - zu doof - für Gott seinerzeit im alten Israel der Anlass, die Kommunikation mit "seinen Leuten" umzustellen - auf, wie man neudeutsch sagen würde - face-to-face-Communication. Das feiern wir demnächst wieder an Weihnachten: Gott wird Mensch.
Leider weiß ich nicht, wer "mit Gott angefangen" hat. Religionsgeschichtlich betrachtet stammen die ältesten Zeugnisse von Gottesverehrung aus der selben Zeit wie der homo sapiens. Menschen haben wohl von Anfang an die Frage nach dem Woher, Wozu, Wohin gestellt und sind dabei auf ein schöpferisches, ordnendes, erhaltendes Wesen oder auch Prinzip gestoßen, das ihnen so lebenswichtig vorkam, dass sie es verehrt haben. Für die Stämme Israels war die Erfahrung mit diesem Wesen die Erfahrung, die Geschichte mit einer personalen Gottheit.
Geschichtlich hat es sehr, sehr lange gedauert, bis aus vielen einzelnen Stämmen und Familien, die jeweils ihren eignen Hausgott bzw. Stammesgott verehrt haben, ein einziges Volk mit dem Glauben an einen einzigen Gott (nämlich Jahwe = ich bin der Ich-bin-da) entstanden war. Es lohnt sich, dafür mal die Bibel von Anfang an zu lesen. Nach der Tora, (den fünf Büchern Mose), beginnt die Geschichte des jüdischen Volkes mit dem Bund, den Gott mit Abraham schließt (Gen 12). Die jüdische Tradition sieht Abraham als den Begründer des Monotheismus, des Glaubens an einen einzigen, unsichtbaren Gott. Diesen Bund setzt Gott mit Abrahams Sohn Isaak und dessen Sohn Jakob fort, der seit dem Ringkampf am östlichen Ufer des Flusses Jabbok (1. Mose 32) Jisrael genannt wurde. Jakob hatte zwölf Söhne, die als Stammväter der Zwölf Stämme Israels gelten.
Aber da hatte die Sache mit Gott schon lange, lange angefangen. Letztlich eine Liebesgeschichte, auch wenn die Liebe bei den Israeliten nicht immer so durchgängig war. Aber so ist das eben in Liebesdingen schon mal. Und wer damit angefangen hat, ist da ja auch nicht immer so eindeutig.
Gute Wünsche für Sie und herzliche Grüße aus Köln
Ihr
Bernhard Riedl


Anonym, männlich, 48
Wer nicht an Gott glaubt hat schon verloren.


Andreas Selinger
Ich glaube nicht an Gott, weil ich keine eindeutigen Beweise für ihn habe.


Tanja, 31
weil ich ein Freidenker bin, mir ungern fremde Dogmen auferlegen lassen, Gott für mich untrennbar mit der Kirche verbunden ist und dies als äußerst schlecht und negativ behaftet assoziiere.


Rene Göckel, 57
weil ich nicht in der Lage bin, meinen Verstand ausschalten zu können. Glaube und Wissen stehen im Gegensatz zueinander.


Arne Wunderlich, 30
weil es zuviel Leid gibt, auch wegen diesem angeblichen Gott! Man kann an Gott auch verrückt werden, bzw. an der Frage und Suche danach, wenn man sich selbst und diesen ganzen Käse zu wichtig nimmt! Viele beten und rufen in Ihrer Not nach Gott, doch nichts passiert! Viele sogenannte Gläubige, werden auch hart vom Schicksal getroffen, genauso wie ungläubige... Ich will mich bzw. meinen Wert auch nicht mehr von dieser Frage abhängig machen ob es einen Gott gibt, ich bin Wertvoll auch ohne Gott... Und ich denke, vielleicht wollen sich viele nicht eingestehen, gar nicht so wichtig zu sein, vielleicht kann es auch eine Stärke sein sich nicht so ernst und wichtig zu nehmen. Ich muss nicht an Gott glauben um mich wertvoll und sinnvoll zu fühlen, ich bin es auch einfach so! Ich habe lange gelitten wegen dieser Fragen, und ich habe nur erfahren, dass man selbst aktiv und die Dinge in die eigene Hand nehmen muss... Sicher kann der Glaube Berge versetzen und es ist auch sehr hilfreich positiv zu denken und eingestellt sein, aber auch dieses muss von einem selber kommen, kein Gott tut dies für einen. Vielleicht gibt es gute und Positive Kräfte die wir selbst aktivieren können oder uns zunutzen machen können, aber auch hier müssen wir es selbst tun, nach dem Motto: friss oder stirb. Man kann auch ohne Gott leben, jawohl, und man kann trotzdem ein guter und vollwertiger Mensch sein, und es ist in Ordnung an diesen Geschichten vom lieben beschützenden und helfenden Gott zu zweifeln, besonders wenn man erkennen muss, dass auch das Positive aus einem selbst kommen muss. Und wenn es so ist, dass Gott nur denen hilft, die seine hilfe wollen bzw. seinen Weg gehen, was ist dann mit all denen die sich verloren haben, verirrt haben oder unwissend sind? Wozu brauche ich einen Gott der nur denen hilft die selbst aktiv werden? Man kann ohne Gott leben, oft sogar besser und ohne diesen quälenden schmerz und tausend Fragen!!! Die Suche nach gott kann nämlich auch in die Irre führen und regelrecht krank machen, solch eine Mist brauche ich und will ich nicht mehr, es schadet mehr als es nützt!


Anonym, männlich, 50
Fremdbestimmte Dogmen und Erzählungen, für die es nicht den geringsten Bewies gibt - warum sollte ich daran glauben?? Mein Anspruch and das Leben ist, ein gewisses Niveau zu halten - auch im Denken. Um an etwas zu glauben bedarf es einer gewissen Substanz, Nachvollziehbarkeit. Die Mormonen glauben daran, dass einem Herr Smith ein Engel erschienen ist, der ihm aus einem Buch mit goldenen Lettern vorlas. An Gott zu glauben zeigt uns, zu was unser Gehirn alles fähig ist bzw was viele Menschen brauchen: Halt - und wenn er nur erfunden ist.


Anonym, weiblich, 23
Ich kann es einfach nicht. Rationale Gründe gibt es dafür nicht. Ich will alles, was ich glaube und woran ich mich orientiere, nachvollziehen und mit dem Verstand begreifen können. Gott entzieht sich meinem Verstand ebenso wie all meinen Lebenserfahrungen. Deshalb habe ich inzwischen aufgegeben nach ihm zu suchen und werde wohl bald aus der Kirche austreten.Versuch einer Antwort:
Sie sind auf dem richtigen Weg! Haben Sie Geduld mit sich. Und mit Gott auch. Lassen Sie nicht nach im Gebet. Räumen Sie Gott trotz alledem in Ihrem Leben Platz, also Zeit ein. Hier hat einmal jemand, der auch völlig ohne Trost war, geschrieben: „Vielleicht wird mich Gott ja eines Tages wiederfinden." Mir war und ist diese Hoffnung eines Trostlosen selber eine Tröstung geworden. Denn nicht nur Sie und ich, auch die großen GottsucherInnen kennen die „Nacht Gottes", seine Abwesenheit oder unerträgliche Ferne. Von Nelly Sachs stammt das wunderbare Wort: „Alles beginnt mit der Sehnsucht." Erhalten Sie sich Ihre Sehnsucht nach Gott. Und denken Sie vielleicht ab und zu an diese kleine Geschichte aus dem chassidischen Judentum, die Martin Buber aufgeschrieben hat.

„Alles beginnt mit der Sehnsucht"
Ein junger Jude kommt zu einem Rabbi und sagt: „Ich möchte gerne zu dir kommen und dein Jünger werden." Da antwortete der Rabbi: „Gut, das kannst du, aber ich habe eine Bedingung. Du musst mir eine Frage beantworten. „Liebst du Gott?" Da wurde der Schüler traurig und nachdenklich. Dann sagte er: „Eigentlich, lieben, das kann ich nicht behaupten." Der Rabbi sagte freundlich: „Gut, wenn du Gott nicht liebst. Hast du Sehnsucht danach, ihn zu lieben?"
Der Schüler überlegte eine Weile und erklärte dann: „Manchmal spüre ich die Sehnsucht danach, ihn zu lieben, recht deutlich, aber meistens habe ich soviel zu tun, dass diese Sehnsucht im Alltag untergeht." Da zögerte der Rabbi und sagte dann: „Wenn du die Sehnsucht Gott zu lieben nicht so deutlich verspürst, hast du dann Sehnsucht danach, Sehnsucht zu haben, Gott zu lieben?"
Da hellte sich das Gesicht des Schülers auf, und er sagte: „Genau das habe ich. Ich sehne mich danach, diese Sehnsucht zu haben, Gott zu lieben." Der Rabbi entgegnete: „Das genügt. Du bist auf dem Weg."

Beste Wünsche – Bernhard Riedl


Alexander Mai, 17
Weil es keinen einzigen Beweis für die Existens Gottes gibt. Ein Glaube an eine solche Person ist somit nicht nachvollziehbar.


Anonym, 19
... weil Glauben die abwesenheit von Wissen voraussetzt und ich mich nicht auf unwissen einlassen möchte.


Sergey Kartamyshev, 21
weil es so viel ungerechtfertigter Leid gibt. Das "Leben nach dem Leben" ist nichts weiteres als ein Ad hoc. Es wurden auch zu viele Menschen im Namen Gottes getötet und es werden immer noch Menschen getötet. Das Gerede von "wahren Christen" ist auch nur ein Ablenkungsmanöver.


Anonym, männlich, 35
weil ich an den Menschen und seine Fähigkeiten glaube. Gott und Mensch sind sich gegenseitig Spiegelbild, wobei es allerdings der Mensch war, der den Spiegel schuf. Gott ist immer nur so grausam oder edel wie der Mensch der sich im Spiegel darin zu erkennen vermag.


René, 35
...weil dies der Vernunft widerspräche.


S.R., männlich, 27
weil ich alles was damit zu tun hat mit jeder faser meines ichs ablehne.


D. Cohen, männlich, 19
Weil ich ihn nicht gesehen habe? Weil die ''Wissenschaft'' die Wahrheit rausgefunden hat?
Dann frage ich Sie haben Sie schon jemals Strom gesehen? Wissen Sie was Strom ist? Ich nicht, aber trotzdem nutze ich täglich die Vorteile von Strom und weiss er existiert (der Strom). Aber wenn wir zu der Frage von
G-tt kommen dann stellen wir alles in Frage und schenken irgendwelchen unbewiesenen Theorien glauben?
Was ist Wahrheit, was ist ''Unwahr''? Was ist Richtig, was ist Falsch?
Hört ihr nicht die Leere in euren Herzen?
Warum haltet ihr euch immer noch für schlau?
Zu mir: Ich bin weder Christ noch Moslem, noch Jüdischen Glaubens, aber bin auf der Suche nach dem Sinn des Unsinns im Leben.
Viel Glück auf eurer Reise!


Anonym, männlich, 18
... da die Theodizee für mich ein zu schwerwiegendes Argument contra Gott ist.


Tamara General, 19
ich formuliere den satzanfang um : ich konnte nicht an gott glauben....
...als ich ein kind war.
natuerlich wurde ich getauft, aber wirklich geglaubt habe ich bis zu meinem 15. lebensjahr nicht... ich wusste nicht was ich gott nennen soll und habe mich auf aussagen wie diese gastuetzt:
= wenn es einen gott gibt, warum hilft er mir nicht???
=wenn es einen gott gibt, warum laesst er soviel leid in der welt zu???
heute bin ich da viel offener...
ich weiss dass gott uns unseren willen gegeben hat und uns in jeder unserer entscheidungen hilft und zu seite steht.. er ist das licht was die meisten nur im dunkeln sehen wollen, weil sie es dann erst benoetigen.. aber gott will an unserem ganzen leben teilhaben und nicht nur wissen wenn etwas schieflaeuft... gott ist ein freund und geheimnishueter... das sollte man stets wissen... gott gibt kraft und halt, wenn alles aus den fugen zu wanken droht... dass ich ueberhaupt an gott glaube, habe ich schaetze ich mir selbst zu verdanken .. immer wenn ich niemanden zum reden hatte habe ich mit gott gesprochen,... ich habe ihn erst nie um einen gefallen gebeten, weil ich einen freund nicht belasten will... aber jetzt weiss ich er freut sich von mir zu hoeren und mir beizustehen....


Lan Duong, 34
ich kann an gott glauben doch der glaube reicht nicht allein


Anonym, weiblich, 13
da die Bibel und die Geschichten, die man uns in der Schule erzählt hat einen relativ unwirklichen Eindruck auf mich machen. Manchmal glaube ich jedoch auch eine höhere Macht zu spüren. Bloß, dieser Mann, wir nennen ihn Vater, der auf uns herabschaut, uns beobachtet, aus dieser Vorstellung kann ich kein realistisches Bild erstellen.


Anonym, weiblich, 26
Doch, das tue ich.


Amy, 16
was ich gut verstehen kann, denn es ist verdammt schwer, an etwas zu glauben, wofür es keine beweise gibt. man sollte aber eigentlich spüren, das es da noch etwas anderes gibt, außer den menschen & einem einmaligen leben. sonst wird man vielleicht deprimiert, ziellos und am leben desinteressiert.


Manfred Oppdehipt, 44
...da ich durch meine katholische Erziehung, mein Meßdienertum und mein Engagement in einer FeG genug von Bibel und Glaube erfahren habe, um für mich zu entscheiden, dass zumindest der von den Religionen verkündete Gott nicht existiert.


Chaled Osman, 39
glaubte ich nicht.


Anonym, weiblich, 42
ich möchte es so formulieren:
es gibt einige Kränkungen der Menschheit, eine davon war die Entdeckung, daß sich die Sonne um die Erde dreht und somit feststand, daß zumindest nicht die Erde Mittelpunkt des Universums war.
Die andere Kränkung war, daß wir vom Affen abstammen sollen und somit nicht unbedingt eine Krönung der Schöpfung darstellen.
Was wäre mit der Kränkung, daß es keinen erschaffenden Gott gibt, dem wir alles anlasten und "ihm" die Verantwortung abtreten könnten? Was wäre, wenn die Welt ein pures Zufallsprodukt ist, ohne irgendein "heiliges" Zutun irgendeiner Gottheit? Im Grunde wäre die Welt dann lediglich "aus Versehen" entstanden... und irgendwann wird sie wieder verschwunden sein. Shit happens!


Benjamin R., 26
Ich gebe zu, dass ich mir manchmal wünschte, an Gott glauben zu können. Das würde vieles einfacher machen. Aber ich trage die Verantwortung für mich und der muss ich gerecht werden. Gottesglaube ist etwas für mental schwache Menschen.


Anonym, männlich, 22
Wenn es eine/viele göttliche Wesen gibt, warum sie überhaupt verehren? Wenn es sie gibt, dann sind sie offensichtlich grausam, gleichgültig und/oder arrogant. Kein Grund also für irgendwelche Verehrungen, wir hier unten kommen ja auch alleine (nicht) klar.


Quacksalver
Man stelle sich vor, die kath. Kirche (nach Steffens schönen Beitrag )wäre Helfershelfer des Antichristen. Es scheint so... Paradies =das war wohl ein Gefängnis,...und führe uns nicht in Versuchung=was soll dann die Nummer mit dem Apfel? Und, welche Freiheit hat er denn den Menschen gegeben, wenn er ihnen quasi die Pistole auf die Brust setzt? Wenn das der echte Gott sein soll, dann Gnade uns.


Steffen S., 23
da mir eine ewige Verdammnis wie sie die Kirchen lehren und wie sie auch aus der Bibel hervorgeht nicht im Herzen aufgehen will. Mein Herz verbietet mir den glauben daran, somit auch an einen Gott dessen Wille eine ewige Qual seiner "verlorenen" Kinder ist. Es ist für mich unverständlich wie Menschen sich diesem Glauben beugen können. Für mich daran nichts gutes. Ein Glaube mit der Waffe auf der Brust, bist du nicht für mich so bist du gegen mich. Glaube an mich oder sei des Feuers (Pistole). Ich finde das nahezu dämonisch und wahrhaft böse. Welcher menschliche Vater würde seinen Sohn in einen ewiglich brennenden Pfuhle werfen selbst wenn dieser ihn verleugnet oder Schande über ihn bringt? Nur wenige Menschenherzen wären dazu in der Lage, wie kann Gott dies wollen?
Der Annäherung meinerseits an den christlichen Glauben steht und fällt mit der ewigen Verdammnis. Solange das Christentum die ewigen Qualen von Milliarden Menschen in einer Hölle predigt werde ich nicht zum Glauben finden können.
Als einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben starb, der dazu noch einer der gutherzigsten war die ich kennen lernen durfte, wurde mir von Christen unterschiedlicher Konfessionen gesagt das er in die Hölle komme da er nicht glaubte. Gemäß diesem Fall möchte ich lieber ebenso in die Hölle, als mich einem Gott zu beugen und ihn zu bekennen der solch grausames Werk zulässt und dessen Plan es war das es so kommet (Erbsünde, Vertreibung aus dem Paradies). Gott wusste was passiert denn so sagt die Bibel über ihn er sei das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Er war vor aller Zeit und wie ewig sein. Welch düsterer Plan Gottes muss es dann sein, das er einen Baum der verbotenen Früchte in ein Gefängnis stellt (das Paradies indem Menschen eingeschlossen waren) um den Menschen die dort Leben zu sagen "esset nicht davon". Er wusste das sie essen werden. Warum stellte er den Baum in das Paradies obgleich er wusste was passieren würde?
Wer all das glaubt und weitere böse Dinge in der Bibel kann nicht gleichzeitig an einen liebenden Gott glauben, behauptet er dies dennoch muss er von Sinnen sein.
Ein Vater behandelt seine Kinder nicht so, auch nicht abtrünnigen und verständnislosen. Und selbst wenn er sich von ihnen abwenden sollte aufgrund ihrer Taten, sobald sie ernsthaft bereuen würden wäre er für sie da bzw. sollte das sein. Der himmlische Vater aber wie in der Bibel beschrieben reicht nur kurze Zeit seine Hand. Ein Menschenleben lang. So heißt es bei ihm "friss oder stirb". Glaube oder sei des Feuers und wenn du im Feuer bist kannst du klagen und weinen ich werde dir nicht helfen. GRAUSAM! DÄMONISCH!
Wie soll Jesus doch gesagt haben? "Ich aber sage euch ihr habt den Teufel als Gott."
Danke


Gott Gott, 34
ach is doch logisch wenn er nicht da ist


Ano Nym, männlich, 14
ich sehe keinen sinn darin


Ulli Becker, 41
Ich weigere mich nur zu glauben - ich will erkennen! Das das auch in unserem Kulturkreis möglich ist, zeigen unsere gnostischen Mystiker!


Robert H., 32
@Anonym, weiblich, 16
<<Ich denke Gott existiert, selbst Weltkriege z.B. können das nicht widerlegen, denn es ist Gott der die Welt behütet, doch es sind die Menschen die verantwortlich sind für das was sie machen...>>
Eine entsetzliche Aussage. Das wäre ja, wie wenn eine Mutter ihre Kinder selbst verantwortlich machen würde, wenn ein Geschwisterchen das andere schädigt und sich selbst damit rausreden aus ihrer Verantwortung als Mutter.
Eine grausame Aussagen, wie gesagt. Ist DAS die Moralvorstellung der Kirchen? Na, dann versteh ich, warum die Kirchen so schlecht abschnitten bei der Beurteilung moralischer Problemstellungen.
Robert


Anonym, männlich
Etwas weiter unten schreibt Werner Höbsch --- Gott hat uns die Freiheit gegeben und fordert von uns (!!!) Verantwortung. Was bitte ist denn mit seiner (Gottes) Verantwortung gegenüber seiner Schöpfung, die trotz seiner Allmächtigkeit nicht wirklich gelungen ist ? Die Freiheit entbindet auch ihn doch nicht automatisch von seiner Verantwortung! Tatsächlich ist er unzweifelhaft verantwortlich für sein tun. Da seine Schöpfung offenbar danebengegangen ist - gibt es Morde, Kriege, Leid usw. Und was macht er?? Nichts ! Er entzieht sich. Er ist aber Verantwortlich für seine Schöpfung. Er ist der jenige der das in den Sand gesetzt hat. Wenn er nicht eingreift (und das tut er nicht) dann ist der der MEGASÜNDER. Na ja, vor wem sollte er sich denn auch verantworten? Vor sich selbst? Demnach scheint er nicht gut drauf zu sein.


Anonym
Jessica???????? Ich dachte Gott ist allmächtig? Wie soll eres dann nicht schaffen, ALLEN Menschen zu helfen?
Das is doch alles krank...


Anonym, weiblich, 16
Ich denke Gott existiert, selbst Weltkriege z.B. können das nicht widerlegen, denn es ist Gott der die Welt behütet, doch es sind die Menschen die verantwortlich sind für das was sie machen...
Gott hat den Menschen eine Welt gegeben, leben müssen sie alleine.
Alleine aber nicht "Gottverlassen".


Anonym, weiblich, 18
... weil meine Erfahrungen dem Gottesbild widersprechen, mit dem ich aufgewachsen bin. Vielleicht hätte ich eher mein Gottesbild überdenken sollen, anstatt gleich den gesamten Glauben in Frage zu stellen.
Ich habe mich damals oft gefragt, wie Gott, wenn es ihn gibt, so viel Leid zulassen kann. Darauf konnte ich keine befriedigende Antwort finden.
Heute denke ich, dass die Menschen die Verantwortung tragen für das, was passiert. Wenn mir jemand etwas tut, ist das vielleicht für mich unfair, wenn ich es nicht verschuldet habe, aber die Schuld liegt immer noch bei einem anderen Menschen.
Obwohl ich das heute so sehe, kann ich nicht mehr an Gott glauben.


Anonym, männlich, 21
denn ich glaube an mich und meine Ziele! Ziele und Träume sind da um erreicht zu werden, wenn du es wirklich willst erreichst du alles, achte nur auf deine Gedanken und mache dir bilder von der zukunft und es wird funktionieren, bei mir klappts! Hört auf euch negativ la zubeinflussen Medien: TV Radio Zeitung und solchen schrott!


Jessica, 17
Ich glaube schon an Gott auch wenn er nicht jeden in der Not helfen kann er ist trotzdem für jeden da.


Claudia
siehe bei "gott ist mir nicht begegnet" !!
vielleicht noch ein anderes beispiel:
es sind sooo viele morde im namen gottes vollbracht worden: siehe kreuzzüge, hexenverbrennungen, und andere schrecklichkeiten... die auch noch heute existieren....
wo ist er/es??


Anonym, männlich, 39
... weil mein Verstand dagegen rebelliert. Ich bin zwar getauft und hatte auch Religionsunterricht, aus der Kirche bin ich aber schon lange ausgetreten. Wäre zwar schön, wenn es eine Instanz gäbe, die auch in Lebenskrisen immer zu einem hält, aber davon habe ich nichts bemerkt. Letztlich steht man immer allein da. Allenfalls andere Menschen können helfen, aber kein Gott. Vielleicht braucht man auch gar keinen Gott, wenn man das beherzigt, was ein Philosoph bei einem Gespräch mal ganz lakonisch so äußerte: "Seit nett zueinander und helft euch gegenseitig".


Anonym, weiblich
...weil es so viel Schlechtes in der Welt gibt. Wenn man sich die Nachrichten anschaut und immer nur etwas über Terror-Anschläge oder Misshandlungen und Vergewaltigungen von Kindern hört, stellt sich einem ernsthaft die Frage nach der Existenz Gottes. Ich glaube nicht, dass ein Kind etwas hätte machen können, dass es eine solche Strafe von Gott verdient hätte. Würde er die Menschen lieben, würde er nicht zulassen, dass es so viel Leid in der Welt gibt.
Kommentar von Werner Höbsch:
Jede Misshandlung, jeder Terroranschlag, jede Vergewaltigung ist schrecklich, führen bei Menschen oft zu der Frage nach Gott. Andere Menschen finden im Leid Halt und Trost bei Gott. Viel Leid, das in der Welt geschieht, wird Menschen von Menschen angetan. Krieg, Gewalt, Ausbeutung. Da könnte auch der Glaube an die Menschen verloren gehen. Nach christlicher Überzeugung hat Gott dem Menschen die Freiheit gegeben. Diese Freiheit fordert vom Menschen Verantwortung, der Freiheit wohnt die Möglichkeit zum Bösen inne. Der Glaube will Menschen nicht vom Leben abbringen, sondern zum Leben - und nicht erst im Jenseits - führen oder gar verführen.


Yuen M.
ich denke ganzheitlicher ...


Anonym, weiblich, 18
... , da Gott nur eine Orientierung für die Menschen bedeutet, obwohl seine Existenz nicht erwiesen ist, somit erfüllt er nur ein reines Prinzip der Nützlichkeit, da sonst ein Sinn für das Leben fehlen würde (also die Orientierung).
Das wiederum spricht dafür, dass die Menschen nicht selbst fähig sind, sich Aufgaben zu stellen und einen Sinn für ihr Leben zu finden.
Außerdem kann man anführen, dass Menschen nur an Gott glauben, da sie auf einen jenseitigen Lohn hoffen, d. h. auf unendliche Glückseligkeit im Paradies. Dies wiederum bedeutet, dass sie aus reinem Egoismus an Gott glauben und nicht aus inneren und wirklich gläubigen Motiven.


Anonym, männlich, 17
Ich weiß nicht, ob ich an Gott glauben kann, da ich es bisher nicht für nötig gehalten habe nach einer Person "Gott" zu suchen.
Dennoch glaube ich, dass Gott als Glaube existiert, auch wenn ich für mich nicht an Gott glaube.


Anonym, männlich, 18
Ich könnte schon an Gott glauben. Der wohlmöglich häufigste Fall plötzlich an Gott zu glauben ist es, in eine tiefe Depression oder Krise zu fallen. Für denn Fall, das dies eintritt könnte ich mir doch vorstellen leicht christlich zu werden.


Anonym, männlich, 19
weil ich nicht christlich erzogen worden bin. Wenn man die Argumente der Kirche in seiner Kindheit nicht jeden Tag eingetrichtert bekommt, glaubt man auch nicht an Gott!!


Jay Sus
weil ich mir immer denke: SEEING is believing!


Anonym, männlich, 18
sollte niemand sagen, da abseits der Kirche, jedem Gott begegnen kann.


Anonym, männlich, 18
da es für mich unwahrscheinlich ist, dass diese Instanz existiert.


J. B., weiblich, 18
...weil es für mich nie einen Grund gab an ihn zu glauben. Mein Leben hat auch ohne ihn ein Sinn!! In der heutigen Zeit ist es nicht mehr nötig jemanden überirdischen zu haben, der das Leben bzw. Zusammenleben regelt, da der Staat das schon zur Genüge tut... ^^
Außerdem spielt auch die Erziehung eine große Rolle und wem das nie eingeredet wurde und wer auch nie Bekanntschaft mit einem Gefühl dafür hatte, kann nicht daran glauben auch wenn er's will.


Janjen Kubert, 36
...weil ich mir nicht vorstellen kann, dass es einen Gott gibt, der so viel Unglück und Unheil zulässt. Wenn er existieren würde, sollte er den Menschen helfen und verhindern, dass es Kriege, Terroranschläge und ähnliches gibt.
warum hat er zugelassen, dass meine Tante von einem Auto überfahren wurde? Ich vermisse sie so sehr!!!!
Nun fühle ich mich nur noch einsam und leer und Gott schaut einfach nur zu... ich kann nicht mehr glauben, dass es einen Gott gibt..
was meint ihr dazu? könnt ihr mir helfen, zu Gott zurückzufinden?!?!
Liebe Grüße


Josua Baderborn, 33
Wenn mir einer von ihm erzählt, aber sich nicht um die Schafe kümmert, sondern eine Kirche baut, und keinen Stall, und das verlorene nicht sucht!
Jesus bat ihm die Schafe zu hüten, und meinte er solle eine Gemeinde zusammenfügen und keine Kirche!
Drei mal sagte er zu Petrus, weiche von mir Satan, weil er menschlich und nicht göttlich dachte!


Veronika Fritsche, 28
wie gesagt, es ist für mich keine frage des nicht-glauben-wollens, sondern: ich habe bewußt mit ihm gebrochen.


Lea, 17
Meine Eltern sind beide Atheisten. Meine Mutter (reformiert), die den Glauben als Zwang empfand und mein Vater (katholisch), der das ganze sowieso nie ernst nahm erzogen mich daher genauso, worüber ich froh bin. Und als Fan von Psychologie, will ich natürlich alle Vorgänge wissenschaftlich erklären können. Deshalb, glaube ich, sind die Gründe für meinen nicht-vorhandenen Glauben:
- Erziehung
- eine etwas negative Vorstellung vom Christentum (wird genährt von gewissen Freundinnen, die ich einfach total prüde finde)
- "Wunder" oder Unglücke sind für mich Zufall, Wahrnehmungsfehler (unsere Überzeugungen beeinflussen/verzerren unsere Wahrnehmung)
- ich begreife nicht warum ein guter Nicht-Christ in die Hölle muss (egal wie gut) und ein ein bereuender Massenmörder in den Himmel! (auch wenn dieses Beispiel etwas krass ist, so einfach können wir uns das doch nicht machen! )
- an einen strafenden Gott will ich nicht glauben, das macht mir Angst (also im AT ist Gott ziemlich hart soviel ich weiß)
- wenn "an-gott-glauben" der Glaube (und somit die ewige Furcht) an Satan inklusive ist verzichte ich. Etwas Böses, das die ganze Zeit darauf wartet mir etwas anzutun brauche ich nicht.
- Das böse kommt nicht von Satan, es kommt aus uns selbst. Unsere Bedürfnisse, Begierden, Frustrationen, etc,... sind der Grund dafür, dass wir böses tun und nicht Luzifer. Alles hat seinen Ursprung, der logisch zu erklären ist, wenn man n' bissel Ahnung hat.
- Ich kann erst glauben wenn ich all diese dinge begreife. mit einem "du musst halt einfach dran glauben" (hab ich schon zu hören bekommen) werd ich mich nicht zufrieden geben, sonst könnt ja jeder kommen und sagen:" hey, vergiss die alle! Der einzig wahre Gott ist Schugidagidoigganabideronusabakoji!"... oder so. Hinterfragen muss man schon.
- an Gott glauben macht einem wohl auch nicht viel glücklicher (ok, wenn man sonst niemanden hat, kann ich es schon begreifen das dieser Glaube einen stützt)
- ich müsste mein ganzes Weltbild, was ich ja für richtig halte umkrempeln. mir ist übrigens aufgefallen dass Christen in gewissen Dingen ähnliche Ansichten haben, es ist nur als ob sie es anders formulieren. Wie eine andere Sprache kommt es mir manchmal vor, wenn ich merke dass wir im Grunde vom selben reden trotz der verschiedenen Grundeinstellungen
- ich will mir manchmal stur nicht helfen lassen, weil ich Hilfe annehmen als Schwäche empfinde (gerade dass kann einem Gott ja bieten)
- Nicht alles, was in der Bibel steht ist zwangsläufig wahr, obwohl es einige gute Dinge beinhaltet, wie aber auch Quatsch. Die Chance, dass diese Texte durch ihr Alter und die Übersetzung verfälscht wurden halte ich für sehr wahrscheinlich. Noch schlimmer ist es allerdings beim Koran: alle soziale, politische und ethische Regeln sind präzise festgelegt. zu Zeiten Mohammeds waren sie sehr modern(!), heute aber nicht mehr, weil sie die Regelungen den Zeitgeist nicht angepasst werden konnten. dass ist bei der Bibel teilweise auch der fall, nehme ich an
- Adam und Eva? Nee. Evolutionstheorie (kann es sein, dass der Papst sie anerkannt hat? hab da mal was gelesen glaub ich...) Klingt zu märchenhaft. allerdings gefällt mir die Idee eines Herrn der die Schöpfungsgeschichte anders interpretiert: Eva entstand aus der rippe von Adam. Nun bedeutet im hebräischen Rippe auch Herz, dh.: Die Frau entstand aus dem Herzen des Mannes. Ist doch viel schöner als so ne olle Rippe. ;-)
- Der Sinn der Religion? Moralvorstellungen (um das Leben in der Gemeinschaft zu regeln) und Selbstfindung (individuelle Selbsterfüllung, die uns glücklich macht und den Weg im Leben weist). Darum bin ich nicht auf das Christentum fixiert. Sollte mir einen andere Religion Erfüllung geben, werde ich Diese nehmen. Einen Mix aus verschiedenen Religionen halte ich nicht für anstößig, weil ja jeder individuell ist. Voraussetzung ist aber, dass man ehrlich zu sich ist, weil man durch den glauben wachsen sollte und nicht bequem weiterleben oder sich alles so zurechtbasteln sollte, dass man sich nicht anstrengen muss.
- Ich habe schon einige Male ernst gedacht: "gott!!!! wenn es dich gibt, dann gib mir doch ein Zeichen!!". Was kam? Niente.


Benjamin Lehnardt, 25
Weil es irgendwie für mich albern klingt.


Anonym, männlich, 17
ich glaube wie gesagt an diese höhere energiequellen aus der ich meine energie beziehe und die mich unterstützt. und an wesen der zwischenwelten dämonen engel geister etc ...


Sven Anderson, 32
..., wenn ihm wichtig ist, ob ich an ihn glaube. Wenn der Mensch in seinem Mittelpunkt stehen soll. Oder wenn damit ein rauschebärtiger alter Mann gemeint ist, der mich nach dem Tod auf ein Brunch einlädt.


Andreas, 16
weil es für mich keinen Grund gibt, an etwas metaphysisches, transzendentes zu glauben.
Und an alle die denken sie müssten den Atheismus als Glauben deklarieren: Atheismus ist das Fehlen eines Glaubens an Gott.


Henri, 38
Ich kann nicht an Gott glauben, da ich "Glauben" nahezu völlig ablehne. Weil: "Glauben" ist irrational und verantwortlich für Milliarden von Toten, die ja im Namen "Gottes" ermordet wurden. Ist schon mal jemanden aufgefallen, daß die meisten Menschen im Namen "Gottes" ermordet wurden - und nicht im Namen des "Teufels" ? Hängt das vielleicht damit zusammen, daß "Gott" und "Satan" identisch sind ? Wenn man 2.Samuel 24,1 und 1 Chronik 21,1 mal vergleicht, dann drängt sich einem dieser Verdacht geradezu auf. Und wenn man sich diese Welt (diesen Planeten) anschaut, dann wäre es zumindest schon Idiotie, an einen "guten Gott" zu glauben. Ich halte also fest: Wenn die Bibel recht hat, dann sind die christlichen Kirchen Häuser des Satans.


Lars S., 35
Doch ich muss einsehen, dass wenn ich alles das, was den landläufige Gottesbegriff hier und andernorts bestimmt: Ritus, Tradition, Moral usw. zusammenfasse, ich doch nur auf das verzerrte Ebenbild des Menschen stoße. Was bleibt, ist ein Rest, über den sich letztlich nichts mehr sinnvoll sagen lässt, der offen bleibt - und der offen bleiben muss! Jene großen Theologen in der Geschichte der Menschheit, die nach größter Wahrhaftigkeit in ihrer Erkenntnis strebten, haben dies erkannt - und schwiegen angesichts der letzten Dinge.


Mirko, 23
...weil ihr ein falsches Bild von Gott vermittelt.


Rene Goll, 78
bei diesen verbrechen die auf der ganzen Welt passieren


Arne, 30
jedenfalls nicht an denn gott der christen, ich sehe keinen gott der den armen, schwachen und unschuldigen hilft, der denen hilft. ich glaube, und es tut mir selber weh, dass gott nur den starken hilft, wie in der natur, hilf dir selbst sonst hilft dir keiner! ich fühle mich meinem glauben an dass gute beraubt, meinen illusionen, meiner heilen welt! ich habe dass gefühl, dass der einzelne nicht zählt und in wahrheit alles zufall und willkür ist. ich glaube dass ich egal bin, zufällig hier geboren und zufällig in vertrauen aufgewachsen vielleicht ist es dieses vertrauen dass mir manchmal geholfen hat, aber was ist mit denen die im dreck geboren werden ohne etwas zu essen, jene die vergewaltigt und verprügelt werden und darum auf die schiefe bahn geraten, vielleicht zu mördern werden, wenn gott dass nicht will, aber an jedem einzelnen interesse hat, warum hilft er dann nicht jedem einzelnen nur ein wenig, z.B. durch ein denkanstoß, ein fingerzeig eine warnung?
warum bleibt er still und sieht zu wie menschen fallen? ich weiss nicht was ich von allem halten soll, vom leben, gott, dem christentum! ich hatte immer ein problem damit, sobald irgendeine glaubensgemeinschaft meint die einzig wahrhaftige zu sein. das leben scheint mir verrückt und es macht mich verrückt und depressiv, weil ich mich in allem so haltlos, orientierungslos und verloren fühle. ich stelle nunmal viel in frage und bin sehr kritisch, und ich weiss nicht mehr woran ich glauben soll, es gibt soviele ungereimtheiten und wiedersprüche, ich grüble und grüble, drehe mich nur im kreis... warum haben manche glück, manche soviel pech und leid, man muss immer etwas tun, von gott alleine kommt nichts, kann gott nur denen helfen die hoffnung haben, denen die richtig erzogen wurden in liebe und vertrauen? ist erziehung alles, ist liebe alles? aber dann frage ich mich wieder was ist mit all den anderen, wo ist gott bei denen? ist gott vielleicht nur eine kraft die man sich zunutze machen kann, aber wenn man selbst nichts tut dann passiert auch nichts, dann ist es dieser kraft auch egal...? ist gott nur eine erfindung, damit die menschen regeln haben und es kein riesiges chaos gibt, wenn dass so ist, wie sollte ich dann mit dieser lüge leben, wenn ich mir nur etwas vormache, so nach dem motto: wenn´s hilft ist doch egal ob es wahr ist! ich weiss nicht mehr weiter, ich bin ein schrecklicher egoist, drehe mich nur um mich, rede nur von mir, ich bin mir dessen bewußt, es ist einfach schlimm. ich leide sehr innerlich, ich quäle mich furchtbar! das leben kann so grausam und brutal sein, ich könnte mich über vieles feuen, aber in meiner verbohrtheit und meinem selbstmitleid, und in dem masse wie ich mich da hineinverrannt habe, bin ich wie vernagelt. ich suche nach meinem inneren frieden, meinem gleichgewicht, ich habe dass alles verloren, ein innerer kampf läuft ab, wenn ich ganz negativ bin und dass gefühl habe, dass alles so egal und wertlos ist dann fühle ich mich so haltlos, orientierungslos nah am durchdrehen, mich selbst nicht mehr ertragend wenn mein negativer teil in mir mich verrückt macht und mir die luft zum atmen nimmt...


Silvia Haeske, 40
- öfter hab ich das versucht, aber - er meldet sich immer wieder


Jürgen Eckardt, 34
bei den Massen an Krieg und Leid.


Anonym, weiblich, 19
...da ich in einer Sekte aufgewachsen bin, die Gott (indirekt) als bösen Richter darstellt (Zeugen Jehovas). Ich wurde verprügelt, und fast jeden Tag musste ich Sätze hören wie "Wenn du das tust, wirst du in Harmagedon sterben!!" und "Komm gefälligst, sonst wird Jesus dich vernichten!!" ... Ich würde gerne an Gott glauben, aber das Bild, das mir von Gott vermittelt wurde, ist einfach zu tief in mir drin, es geht nicht...


Silver-Aquila, 16
weil es auch schlechtes auf der Welt gibt? Nun wer so denkt, da weiss ich nicht wie er überhaupt darauf kommt, dass Gott dafür da wäre Gutes zu tun?
Haben wir nicht den freien Willen, bestimmen wir nicht selbst was wir wollen, bestimmen wir nicht selber ob wir glücklich sind oder nicht?


Ilona Oellers, 31
weil ich mein Leben auch ohne ihn, bisher immer als tief und intensiv erlebt habe. Ich habe eine leise Ahnung davon, was gut und böse ist und habe nicht das Gefühl eine "höhere Macht" für die Geschicke dieser Welt verantwortlich machen zu müssen. Und mir fehlt einfach ein Gefühl, dass es richtig wäre, an eine höhere Macht zu glauben. Umgekehrt denke ich, dass ich nichts in meinem Leben anders machen würde, wenn mir Gott "bewiesen" würde.


Silver-Aquila, 16
Ich kann nicht an den Gott der Christen glauben, weil ich eher daran glaube, dass der Gott des alten Testaments ein Außerirdischer war mit typisch menschlichen Eigenschaften und einer Wahnsinns Autorität, so dass jeder ihn fürchtete.


Anonym, weiblich, 31
wie ihn die katholische Kirche darstellt. Ein Gott der Liebe vertreten durch einen irdischen Stellvertreter und eine Kirche, die sich das oberste Gebot der Nächstenliebe auf die Fahne schreibt, jedoch nicht nach ihr lebt. Die katholische Kirche, die ihre Nächsten so sehr liebt, dass sie 50% aller Menschen bereits im Vorfeld ausgrenzt und diskriminiert - uns Frauen. Eine Kirche - das älteste und reichste Unternehmen der Welt mit Ländereien und Schätzen unvorstellbaren Wertes - die noch kräftig Kirchensteuer einsammelt (wann, wie und warum in Deutschland eingeführt dürften viele wissen). Dem Hunger und der Armut der Welt würde dieses Vermögen mit Sicherheit zugute kommen.
Ich bin heute aus der katholischen Kirche ausgetreten, da sie mit meinem Glauben überhaupt nicht vereinbar ist. Gott ist in jedem Menschen, jedem Tier, jeder Pflanze, jedem Stein. Ein Gebet kann zu jeder Zeit und an jedem Ort stattfinden. Einen Papst, der durch Köln reist und sich wie ein Götze verehren lässt, brauche ich nicht.


Anonym, männlich
hallo, ich habe ein paar fragen zum glauben. wie steht der islam eigentlich zur evolutions theorie. wie wird im koran der anfang beschrieben. Ähnlich wie in der bibel mit adam und eva oder anders? bitte schreiben sie so schnell wie möglich zurück.
Die Antwort von Georg Girschek:
Zu Ihrer Frage möchte ich Ihnen in aller Kürze vortragen:
Die Moslems glauben, dass der Koran die wortwörtliche Offenbarung Gottes an seinen Propheten Mohammed ist. Der Koran sagt: Gott ist der Schöpfer allen Seins. Er hat den Himmel und die Erde erschaffen (vgl. Koran, Sure 46,3) und sie zum Dienst am Leben des Menschen eingerichtet (vgl. 7,54); hat den Menschen – wie auch die Bibel erzählt - aus Ton geformt (vgl. 18,73) und ihm eine „schöne Gestalt" (95,4) verliehen.
Doch die ureigenste Art Gottes, zu erschaffen, ist das Rufen von allem ins Dasein mit seinem schöpferischen Wort: „Er sagt dazu nur: Sei! und es ist (2,117; 16,40).
Die Welt ist – so sagt der Koran – ein Zeichen, das auf ihren Schöpfer hinweist; die Betrachtung der Welt kann somit den Menschen zum Glauben an Gott führen (vgl. 45,3; 30,22; 2,164; 16, 10-13). Der Mensch ist von Gott in seine Schöpfung als Nachfolger, als Statthalter Gottes gesetzt worden (2,30), von Generation zu Generation (27, 62; 10, 14.73 u.a.). Er muss die Welt, das ihm anvertraute Gut, bewahren (33,72). Er darf die Welt gebrauchen, darf sie genießen, muss aber bemüht sein, sie zu pflegen und zu erhalten. Stets soll der Mensch der Mahnung des Korans beachten: „Und stiftet nicht Unheil auf der Erde, nachdem sie [von Gott] in Ordnung gebracht worden ist" (7, 56.85).
Hinsichtlich der Evolutionstheorie Darwins sind mir keine gelehrten muslimischen Stellungnahmen bekannt. Man muss zu diesem Thema eben bedenken, dass der Koran im Glauben der Moslems die wortwörtliche Offenbarung Gottes ist – und auch die letztgültige Offenbarung Gottes. Gott kann – so sagt der Koran – nicht irren. Somit gilt alles, was im Koran steht, den Moslems als nicht-hinterfragbar. So ist es in der islamischen Welt ein Problem, mit den Mitteln der westlichen historischen Forschung an den Koran heranzugehen und zu fragen, welche Aussagen dort vielleicht symbolisch gemeint sein könnten, ob alle Aussagen für alle Zeiten Gültigkeit haben, ob dagegen vielleicht manche Aussagen aus einer bestimmten geschichtlichen Situation verstanden werden müssen.
Gute Grüße,
Georg Girschek


Karin, 15
weil ich ein zu nüchternes bild von der welt und den menschen habe.


Thinking, 14
...eigentlich will ich gar nichts dazu schreiben, ich möchte nur Sagen das mir die Erklärung die Horst M. Pfaffen zu dem Experiment gegeben hat sehr gut gefällt, und sie mich erstaunlich und nachdenklich gemacht hat.


Heinz Tischberger, 38
, jedenfalls sofern es sich um einen persönlichen, gütigen, allmächtigen, allwissenden Gott im christlichen Sinne handelt, weil eine solche Annahme zutiefst unplausibel ist und jeglicher Logik widerstrebt. Und wenn jetzt der Einwand kommt, dass Gott nun einmal übernatürlich ist und sich daher den Gesetzen der Logik entzieht, dann frage ich mich, warum er das tut, wenn doch die o.g. Eigenschaften auf ihn zutreffen.


Anonym, weiblich, 34
Dieser Jahwe ist in meinen Augen ein sehr eifersuechtiger Gott. Beinahe auf jeder zweiten Seite der Bibel ist irgendwie die Rede davon, dass er es den Menschen uebel nimmt, dass sie andere Goetter anbeten und ihnen Opfer bringen. Dafuer sollen sie dann bestraft werden. Wenn dieser Gott so maechtig ist, warum hat er sowas es dann noetig?
An einen solchen Gott kann ich nicht glauben.


Annette, 40
Ich lese hier viele Beiträge glaubender und betender Menschen. Eigentlich erstaunlich beim Satzanfang: Ich kann nicht an Gott glauben... Aber warum kommt bei Euch die Kirche immer so schlecht weg? Also bei aller berechtigten Kritik an der Institution Kirche. Die Kirche, das sind doch wir, die glaubenden und betenden Menschen. Ich gehe nicht jeden Sonntag in die Kirche, aber öfters und ich finde es schön mit anderen Menschen zusammen zu beten, das macht mich froh und gibt mir Kraft für die vor mir liegende Woche. Auch ausserhalb der Gottesdienste kann man gut in Kirchen beten. Die vielen Gebete der Menschen, die schon vorher dort waren, haben den Ort geprägt. Also werft mal Eure Vorbehalte, der Institution gegenüber, über Bord und geht mal rein.


Horst M. Paffen, 56
@Donata Frank, 41
Ich glaube, hier liegt ein Missverständnis vor. Ein Positivist ist ein Vertreter der philosophischen Richtung des Positivismus bzw. Neopositivismus. Der Positivismus vertritt in etwa die Vorstellung, dass Fragen nach Gott, Glaube und dergleichen keine wissenschaftlichen Themen sein können, da solche Fragen von vornherein nicht beantwortbar seien - z. B. lässt sich die Existenz Gottes weder beweisen noch widerlegen. "Gelebter" Positivismus zeigt sich dann im Alltag als Gleichgültigkeit gegenüber Religiösem, weil Religion "eben" kein Thema (mehr) ist.
Bleiben Sie weiterhin ein positiver, d. h. positiv denkender Mensch, werden Sie aber kein Positivist! Ich wünsche Ihnen und allen anderen viel Freude beim weiteren Diskutieren und Disputieren.


Donata Frank, 41
@Horst M. Paffen 56
Ich beziehe mich auf Ihr Zitat: "Ganz anders sieht es mit den Positivisten aus, für die "Gott - ja oder nein" kein Thema (mehr) ist. Die sollten sich dann aber auch kaum auf diese Site verirren, da ihnen die hier diskutierten und disputierten Fragen gleichgültig sind." [Zitat Ende]
Gott ist immer ein Thema für mich auch wenn Seine Existenz bejahe.
Wenn Gott mich auf meinem Weg begleiten darf, habe ich doch die eine oder andere Frage an Ihn und jeder andere Christ bestimmt auch?
Ich kann nur jemanden bejahen wenn ich ihm vertrauen kann. Dass ab und zu Zweifel entstehen ist dass er mir nicht gleichgültig ist.
Stellen Sie sich vor Sie würden neben Ihrer Partnerin nur so inert daherlaufen und ab und zu feststellen dass Sie nicht allein den Weg entlanggehen?
So ist es auch mit Gott. Er begleitet den Menschen den an Ihn glaubt wie ein Partner. Mit dem Partner redet man auch, oder man ist nicht immer seiner Meinung. Somit entstehen auch Fragen.
Wenn ich die Nachrichten schaue, oder lese, frage ich mich in letzter Zeit wieso Gott die eine oder andere Grausamkeit zulassen kann? Anstatt die Täter auf irgendeiner Art und Weise zur Umkehr zu zwingen, lässt er Unschuldige deren Opfer werden. Haben Sie noch nie nach dem einen oder anderen Warum Gott um Seine Erklärung gebeten.
Wenn Sie die einen oder anderen Beiträge lesen, werden Sie feststellen, dass viele Pseudo-Atheisten" sich aufgrund dieser Zweifel, welches ihr Urvertrauen gestört hat sich gegen Gott entschieden haben.
Mag schon sein, dass es Christen gibt die jeden Tag in die Kirche gehen um mit Gott durch ihr Gebet Zwiesprache halten, Aber wir dürfen nicht diejenigen übersehen die zwar jeden Tag in die Kirche gehen aber wenn Gott nicht nach seiner Pfeife tanzt dann urplötzlich IHN für alles verantwortlich machen was der Mensch anrichtet. Und es gibt auch diejenigen die oberflächlich gläubig sind, weil es in das Dorfbild so gut passt, aber vor Neid und Egoismus seinen Nächsten lieber am Boden liegen sehen würden.
Liebe Grüße Donata


Jürgen Dahlmann, 33
...weil ich weiß, dass es ihn gibt!
Warum ich weiß, dass es Gott gibt?! Ich beurteile nicht rein subjektiv und schöpfe meine Meinung nicht unbedingt aus eigenen (Lebens)Erfahrungen.
Ich finde es ehrlich gesagt etwas kleingeistig und armselig - Entschuldigung bitte für diese Äußerung - wenn man persönliche Schicksale und Geschehnisse auf dieser Welt durch erklärte Abwesenheit bzw. geglaubte Abwesenheit Gottes zu erklären versucht. Ich bin fest davon überzeugt, dass, wohlgemerkt, christlich erzogenen Menschen die nicht glauben (wollen), in ihrem Inneren doch von Gott überzeugt sind. Wem sonst können sie für ihr Schicksal die Schuld geben?
Ich selber habe in meinem Leben tiefe "Finsternis" erleben müssen und könnte dem "Guten-Opa-Total-Taub" die Schuld dafür geben, dass ich keine Hilfe erfuhr. Das tat ich nicht. Ich entledigte mich aller chrislich-kirchlicher, gepredigter Dogmen und ging mit offenen Augen durch die Welt.
So schmerzhaft dies jetzt für die Kirchenvertreter sein mag, die diese Site nutzen, um an Gott glauben zu können, vergesst bitte all das, was man dort versucht euch glauben zu machen!! Kirche sollte zwar überall sein, aber Gott lässt sich nicht mit Regularien erklären. Sorry, aber das ist meine Meinung zu der Organisation, in die wir Gott einzusperren versuchen. Dies ist bitte nicht als Predigt gegen die Kirche zu verstehen - bin selber noch Mitglied und bleibe dies auch - doch Kirche macht Gottblind! Und ein Religionsfanatiker bin ich erst Recht nicht, ich nehme keine bewußtseinserweiternden Drogen, gehöre keiner Sekte an, bin geistig voll auf der Höhe und möchte niemanden von meiner Meinung überzeugen. Warum auch, ist ja meine.
Ich habe Menschen kennengelernt, die an Gott glauben und die nicht glauben, oder die gar von der Existenz überzeugt sind. Fragt einen Astronauten oder Astronomen, ob sie Gott gesehen haben - das sicher nicht, aber sie sehen sein Werk und viele sind tiefgläubige Menschen. Fragt ein junge Paare, die Eltern geworden sind. Ob das Kind nun gesund oder krank ist, viele werden sicherlich sagen, dass ihr Kind ein Geschenk Gottes ist.
Fragt Menschen, die durch Krieg oder Katastrophen ihre Heimat und / oder liebe Menschen verloren. Durch ihren Glauben an Gott wurde vieles erträglicher. Schaut euch in der näheren Menschheitsgeschichte um. Gottlose Regime gingen unter (Okay, das klingt etwas sehr an den Haaren herbei gezogen, gibt es doch auch andere Religionen, aber überlegt mal, könnte was dran sein, oder?).
Wir Kreaturen, die wir uns Menschen nennen, und alles, was uns umgibt, ist nicht Produkt des Zufalls - denn Gott würfelt nicht(!) - sondern das sichtbare Ergebnis einer allmächtigen Schöpfung.
Fragt bitte nicht, wer dann Gott geschaffen hat. Hätte Gott gewollt, dass wir diese Frage verstehen könnten, wir würden ganz bestimmt dann jeden Tag mit ihm Karten spielen können.
All denen, die an Gott glauben, kann ich nur raten, bleibt dabei - und all denen, die nicht (mehr) glauben (können) rate ich, schaut mal in euch hinein, da ist ganz bestimmt noch eine Menge drin, die an Gott glauben lässt. Wenn es Religionen gibt, die ganz bestimmt ohne Zweifel an ihre(n) Go(e)tt(er)glauben, dann schaffen das auch die Christen. Denn wir haben scheinbar das größte Problem damit - schade!


Horst M. Paffen, 56
Ich komme nach ein paar Monaten mal wieder herüber von der "gott-glauben.de" und stelle fest, hier auf dieser Site geht's weiter recht munter zu. Das Nette an Gott-Glaubenden und Atheisten ist doch, das beide auf ihre Weise gläubig sind, da bekanntlich eine Verifikation/Falsifikation von Gott nicht möglich ist. So gesehen sind sie quasi Brüder und Schwestern im Geiste. Ganz anders sieht es mit den Positivisten aus, für die "Gott - ja oder nein" kein Thema (mehr) ist. Die sollten sich dann aber auch kaum auf diese Site verirren, da ihnen die hier diskutierten und disputierten Fragen gleichgültig sind. Da diese Site hier eine der kath. Kirche ist, darf ich mir die Bemerkung erlauben, dass mich über jeden hier mitdiskutierenden Atheisten freue, da er sich eben noch NICHT vom Glauben verabschiedet hat.


Anonym, weiblich, 15
denn ich bin der meinung, dass der mensch ohne die bibel (die ja angeblich des wort gottes ist) ein leben ohne übertriebene dogmen führen sollte.


Alexander Kessler, 26
da der Glaube nach rationalen Kriterien Selbsttäuschung ist.


Michael M. P. Wittmann, 47
, Glauben aber heisst "Überzeugt sein von Denen, die man nicht sieht, feststehen in dem, was man erhofft. (Hebr. 11,1)
Also: Glauben ist ein FESTSTEHEN, egal was passiert.


Anonym, männlich, 30
jedenfalls nicht an den Gott an den die Christen glauben. Helfend und beschützend? Wo? Warum werden dann manche menschen krank geboren, oder in Umstände hinein in ein Umfeld hinein, dass manchen menschen jede von Beginn an jede Chance nimmt? Was kann z.B. ein Kind in Palästina dafür, dass es zum Hass erzogen wird, weil die Eltern oder die Gesellschaft es dahin erziehen? Dieses Kind ist nur leidtragend für die Fehler anderer, wo hilft Gott diesem Kind, wo ist Gott da? Ein Kind dass geschlagen oder missbraucht wird, wo ist Gott da? Wo hilft Gott denen die in Umstände hineingeraten, für die sie nichst können? Wo ist Gott bei den armen und schwachen? Gott hilft nur den starken, denen die sich selbst helfen! Gibt es diesen Gott überhaupt, diesen guten, helfenden barmherzigen, schützenden? Ist Gott nicht eher, hart, gnadenlos, wo der Einzelne nicht zählt, wo die Schwachen eben pech haben?! Ich kann diesen Gott der Christen nicht ertragen, ich halte es für glatten selbstbetrug, eine rosa Brille, weil man die grausame Wahrheit nicht ertragen will, nämlich dass Gott sich nicht für den Einzelnen interessiert, dass es egal was aus einem wird, dass man dass Leben selbst in die Hand nehmen muss! Wenn Gott ein guter, helfender Gott ist, warum lässt er es dann zu, dass manche an Ihm verzweifeln, kaputt gehen, in diesem glauben des Christentums erzogen werden aber irgendwann grosse Probleme damit bekommen, mit diesem Bild von Gott, dass offensichtlich mit der realität nicht übereinstimmt, und mit all den wiedersprüchen in diesem glauben. Wie passt das zusammen? Wie kann es sein, dass manche wegen Gott in einen fanatismus verfallen, das ergibt alles keinen Sinn! Was ist dass für ein Leben, für eine Welt? So ein durcheinander, soviel verwirrung, jeder erzählt was anderes, glaubt die Wahrheit zu kennen. Ist in Wahrheit alles egal? Wo ist Gott wenn jemand alles verliert, die Familie, die Frau die Kinder? Was erwartet Gott da, dass man nicht verzweifelt, dass man dass Leben dafür liebt? Wenn man eigentlich immer ein guter Mensch war und nie etwas schlechtes wollte, nur ein wenig Glück, warum wird einem dass verweigert? Irgendwann wird man müde, ist es leid solange zu leiden, zu ertragen, zu warten, zu hoffen, zu kämpfen, wenn man dass Gefühl hat es ändert sich doch nichts... Wenn man doch nur ein bisschen Glück will und Liebe.


Daedalus, 31
Antwort auf Beitrag: Anonym, weiblich, 15
>>Doch hier zeigt sich schon das wir selber die Frage nicht beantworten können und es nur ein Gott kann. Doch wir bekommen sie erst dann beantwortet wenn wir vor ihm stehen.<<
Ja, aber damit stempeln Sie Ihren Gott zu einem perfiden Sadisten, wenn er solche Dinge samt seiner ganzen Allmacht überhaupt zuläßt, wo er doch doch sehr (laut christlicher Aussage) von Liebe zu seinen Geschöpfen spricht. Jemand, der einen anderen liebt, wird alles Leid von ihm abwenden, ob es nun durch andere verursacht wurde oder nicht. Damit hätten Sie Ihrem eigenen Gottesbild das Genick gebrochen.


Donata Frank, 41
ich bin der Meinung, dass es keine überzeugten Atheisten oder Agnostiker - wie sich sich gerne nennen - gibt. Es gibt sie ebenso viel, oder ebenso wenig, wie es die Pseudo-Christen gibt, die sich als Christ bezeichnen und sich oberflächlich verhalten.
Julius Langbehn (Schriftstller, Kunstkritiker) zitierte die Atheisten als "einer der Gott leugnet, gleicht einem der die Sonne leugnet; es nützt nichts, sie scheint doch" Mag man interpretieren wie man will.


Anonym, weiblich, 15
Ich glaube an Gott. Doch ich kann auch die Leute verstehen, die es nicht tun. Ich selbst zerbreche mir manchmal den Kopf darüber ob es eigentlich logisch ist. Es gibt so viele Dinge, die man nur schwer verstehen kann. Vor allem die Frage WARUM???, die sich stellt wenn ein Mensch stirbt oder Kinder missbraucht werden. Doch hier zeigt sich schon das wir selber die Frage nicht beantworten können und es nur ein Gott kann. Doch wir bekommen sie erst dann beantwortet wenn wir vor ihm stehen.


Franzi Steiner, 13
weil die Wissenschaft zuviel Wahrheit herausgefunden hat!


Morelle, 15
Ich kann nicht an Gott glauben weil er eine reine Erfindung der Menschen ist. Studien ergeben, dass Gott (die christliche Religion) eine Mischung aus verschiedenen Religionen ist, viele der christlichen Feiertage sind auch in sonnenanbeterischen und heidnischen Religionen vertreten und viele religieuse Gestalten auch. Da also die christliche Religion (mit Gott) eine Ansammlung verschiedener Religionen ist kann ich nicht daran glauben, denn das beweist, dass die Menschen sich Gott nur erfunden haben, um nicht allein dem Leben entgegentreten zu müssen.


Horst M. Paffen, 56
Eigentlich ist www.ohne-gott.de gar nicht mehr meine Adresse, aber ich möchte mich hier gerne an Peter Peteukus wenden, der direkt vor meinem letzten Beitrag geschrieben hat, "(Ich kann nicht an Gott glauben," weil ich weiß dass es ihn nicht gibt". Lieber Peter, ich bin Lehrer für Biologie und Chemie und ich hoffe, ich komme Ihnen hier nicht altväterlich und belehrend herüber. Ich kann das nämlich auch nicht leiden. Lassen Sie mich aber folgendes sagen: Die Existenz von Gott kann man - wenigstens im naturwissenschaftlichen Sinne - weder beweisen noch das Gegenteil nachweisen. Gott zu beweisen bedeutete, dass überall auf der Erde an verschiedenen Orten zu unterschiedlichen Zeiten seine Existenz im Experiment nachweisbar wäre. Das ist bekanntlich unmöglich. Seine Nichtexistenz brauchte nur in einem einzigen Experiment, gleichgültig wo und wann es durchgeführt würde, gezeigt zu werden. Ein solches Experiment gibt es nicht.
Niemand, weder Papst Benedikt, Kardinal Meisner, Sie oder ich WISSEN, ob es Gott gibt - oder nicht. Was Sie aus meinen Zeilen machen, sollten Sie sie lesen, bleibt Ihnen überlassen. Wie gesagt, ich will Sie nicht belehren. Machen Sie es gut!


Anonym, weiblich, 20
Mein Leben lang habe ich mich nach Gott gesehnt. Das hat sich vor allem darin geäußert, dass mir immer die Tränen kamen (kommen), wenn ich gelebtem Glauben gegenüberstehe. Ich habe oft und sehr ernsthaft gebetet, dass mir Gott einen Zugang zu ihm schenkt, was im Grunde ein Widerspruch ist, weil ich ja gleichzeitig der Meinung war, nicht an ihn zu glauben. Diese Tatsache habe ich auch immer wieder mit einer sehr guten und gläubigen Freundin besprochen, die mir folgendes sagte: "Meine Aufgabe besteht darin, für dich zu beten, und wenn es Jahre dauert. Deine Aufgabe besteht darin immer und immer wieder anzuklopfen." Ich gab ihr Recht, bis mir klar wurde, dass die Tür längst aufsteht, dass ich nur nicht durchgehe. Der Grund liegt in einer tiefen Angst, mit der ich schon mein ganzes Leben lang kämpfe. Dieser Angst kann ich nichts entgegensetzen, außer der Möglichkeit einfach aufzugeben. Aber ich habe überhaupt keinen Grund aufzugeben. Mein Leben ist sehr schön. Also muss ich mir, um vor mir selbst und allen anderen Menschen eine Entschuldigung zu haben, selber Leid zufügen. Nur so kann ich mit meiner Angst umgehen. Das Leid, welches ich mir selbst zufüge, ist die Distanz zu Gott. Mir ist klar, dass ich längst an Gott glaube. Aber der letzte Schritt, den ich machen muss, ist, ihm zu vertrauen. Darauf zu vertrauen, das er mich auffängt, wenn ich alles, was ich gegen meine Angst habe, aufgebe. Und das kann ich nicht. Das würde bedeuten, ich müsste zu meiner Freundin gehen und ihr sagen, dass ich an Gott glaube, dass ich mich und sie belogen habe und dass ich schwach bin, weil ich mich meiner Angst nicht entgegenstelle, sondern immer nur an Flucht denke.


Bettina Kaeber, 19
... weil es ihn/sie nicht gibt.


Horst M. Paffen, 56
oder aber doch? Gläubige und Ungläubige betrachten nach meinem Dafürhalten die gleiche Medaille von der jeweils anderen Seite. Der Gläubige weiß nicht, ob es Gott wirklich gibt; und der Ungläubige weiß nicht, ob es Gott wirklich nicht gibt. Sich dieses bewusst zu machen, könnte vielleicht im gegenseitigen Umgang miteinander hilfreich sein. Ich bin vor vielen Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten, aber heute bin ich mir über diesen damaligen Schrift nicht mehr so sicher wie seinerzeit. Vielleicht werde ich allmählich ein wenig altersweise oder auch nur alterssinning - wer weiß? Auf jeden Fall lese ich mit großem Interesse und Vergnügen die wieder erhältlichen Bücher von Joseph Ratzinger, natürlich nacheinander - z.Z. studiere ich seine Einführung in das Christentum. Ich möchte dieses Werk allen sehr ans Herz legen, die sich - aus welchen Gründen auch immer - für das Christentum interessieren.


Peter Peteukus, 17
weil ich weiß dass es ihn nicht gibt und weil ich auch von greueltaten des glaubens weiße, denn fast alle kriege sind auf den glauben zurück zuführen, er ist ein grund des übels, jedoch wird immer geglaubt werden, weil es in der natur des menschen liegt.


Jörg, 30
Hallo! Wie kann Gott zulassen, dass Menschen krank geboren werden, verkrüppelt, seelisch abartig? Wo ist da ein helfender schützender Gott? Ich glaube alles muss aus einem selber kommen, da greift niemand ein, Gott hilft nur den starken. Ist nicht alles willkür und zufall? Wo man geboren wird, und unter welchen Umständen kann man sich nicht aussuchen, was ist mit den Menschen die kaum eine wahl haben, keine Chance, weil Sie sich nicht helfen können, weil Sie krank sind oder so geboren wurden? Hat Gott da geschlafen, wenn manche das Pech haben Krank geboren zu werden, da kann ich nicht an einen guten schützenden Gott glauben. Ist nicht vielmehr in Wahrheit alles egal und wir wollen es nicht wahr haben? Gott kümmert es nicht wenn Menschen den Halt verlieren, er würde etwas tun. Ich glaube Erziehung in Liebe und Vertrauen hilft durchs Leben, aber was ist mit denen die das nicht erfahren durften? Zählt der einzelne überhaupt, oder ist die Natur in Wahrheit grausam und hart, und der Schwache verliert und hat eben Pech. So sieht es aus wenn ich mich umschaue und die Realität betrachte, denn wo hilft Gott den Schwachen, Kranken, Haltlosen, Armen, Verrückten? Es tut mir leid aber ich kann diese Schwarz-weiss Malerei von gut und böse nicht mehr hören. Manche können es sich nicht aussuchen, bzw. schwer aussuchen, da ist der freie Wille eingeschränkt. Und wie gesagt, was ist mit denen die von Anfang an keine Chance haben, oder in schlimme Umstände geboren werden? Wie soll ich damit Leben, ich weiss nicht mehr woran ich glauben soll. Was ist alles noch wert, wenn es so ist wie ich denke? Ich habe früher an einen guten, gerechten, schützenden Gott geglaubt, und das jeder die Wahl hat und die Chance, sich für das gute zu entscheiden, aber scheinbar ist die Realität anders und es ist egal was man tut.


Max, 42
(ich war lange Zeit gläubiger Christ), Viele Christen sind außerordentlich kritische Denker auf anderen Gebieten, den eigenen Glauben mit den gleichen Maßstäben und Methoden zu hinterfragen, ist jedoch für die allermeisten unmöglich. Fast ausschließlich eine Folge von frühkindlicher Indoktrination, die ich sehr traurig finde.
Die christliche Religion, wie auch andere Ideologien, trägt die Forderung, sich nicht selbst zu kritisieren, bereits in sich: Der Aufruf zum grenzenlosen Gottvertrauen. Klingt schön, ist aber der nichts anderes als ein Befehl zum Denkverzicht und damit der erste Schritt zur geistigen Unfreiheit, und öffnet außerdem ideologischem Mißbrauch Tür und Tor.


Stefanie Cramer, 36
weil ich nicht weiß, wie es geht ! Wie fühlt sich das an, dieses Urvertrauen in etwas, das mein Geist weder fassen noch erklären kann. Mich interessiert es, was Menschen glauben lässt und es macht mir gleichzeitig Angst, welche Macht der Glaube hat, dass er Krieg führen kann.


Sandrine Gehriger, 14
Ich will nicht, denn ich sehe Gott manchmal als eine Antwort, die Unerklärliches erklärt. Warum ist etwas passiert? Gott wollte es so. Alles liegt in Gottes Hand, auch mein Leben - doch ich möchte mein Leben selbst in die Hand nehmen, und nicht Gott überlassen, schliesslich ist es meines. Zum Teil ist Gott einfach eine passende Antwort zu unbeantwortbaren Fragen. Lieber lasse ich Fragen offen, als sie mit dem Glauben zu beantworten.


Anonym, männlich, 34
Doch, ich könnte. Auch an Märchen, an die Aussage meiner Kinder, die Zähne seien auf jeden Fall schon geputzt und an andere unwahrscheinliche Dinge. Aber wozu?


Ursula Mohr, 30
Andere Christen erleben viel mit Gott und sie werden oder wurden geheilt ich nicht obwohl ich schon alles probiert habe mit Gott ins Gespräch zu kommen.


Anonym, männlich, 18
Würde ich nach außen hin kundgeben, ich glaube an Gott, in meinem Umfeld zu interpretieren als "ich teile eine gewisse Menge des christlichen Glaubens", es wäre Heuchelei und Selbstbetrug.
Zwar halte ich die Frage nach der Existenz nicht für beantwortenbar, doch gibt mir absolut nichts einen Anlass in diesem Rahmen des Nicht-Wissen-Könnens an eine Existenz von Gott einfach zu glauben. Im Gegenteil, eine Annahme eines solchen Glaubens und eine damit verbundene Mythologisierung von Ansichten die die Welt betreffen, würden verlangen von naturwissenschaftlichen Modellen, die die Eigenschaft haben falsifizierbar zu sein, Abstand zu nehmen. Und diesen Schritt zu tun, erschiene mir nicht richtig.
Erkenntnis ist nicht unbeschränkt. Für Gott als Möglichkeit diese Beschränktheit nicht zu akzeptieren, ist für mich nicht von Interesse.


Anonym
weil es so ist.


Anonym, weiblich, 26
weil es mir wie eine Flucht vorkäme. Ich lebe mein Leben mit anderen Menschen und in der Verantwortung vor mir und anderen Menschen. Meine Werke sind meine Werke - ob gut oder schlecht und ich muss mich dem stellen. Es wäre besser, wenn die Menschen diese Verantwortung annehmen würden anstatt ihre Hoffnung an einen vielleicht nur erfundenen Gott zu hängen. Es fehlt uns hier auf Erden doch nicht an göttlicher Liebe, es fehlt uns an menschlicher Liebe und es braucht nicht göttliche Wunder, um unser aller Leben lebenswerter zu machen sondern die Taten von Menschen.


Anonym, männlich, 42
wenn man mir mit einem eifersüchtigen Gott kommt, der die Schuld der Väter an den Söhnen der dritten und vierten Generation verfolgt (2. Gebot)


Dennis S., 28
...den sich irgendwelche Neumalklugen ausgedacht haben.


Anonym, weiblich, 40
Ich möchte es auch nicht.


Anonym, weiblich, 66
ohne glauben an gott ist alles sinnlos


Lisa
Ich weiß auch nicht ich würde schon gerne an Gott glauben doch glaubt er auch an mich? Ich hab of zu ihm gebetet doch nichts ist passiert. Dennoch habe ich früher an ihn geglaubt bis dann etwas geschah.....ich bekam mit 9 Jahren ein Pferd ich bin so zusagen mit ihn groß geworden ich habe ihn abgöttisch geliebt und war jeden Tag da hab ihn geritten gestriegelt und mit ihm geschmust. Ja es gab kein Tag wo ich nicht da war da konnte kommen was wollte....bis er dann starb.....es kam alles soooo plötzlich und ich konnte mich nicht mal mehr von ihm verabschieden denn er starb als ich in der Schule war....Ab dem Tag habe ich ihn Verflucht und den glauben verloren.....er hat mir das genommen was ich am meisten geliebt habe.....er hat mich auch alleine gelassen es geschahen viele andere Dinge meine Freundin wurde mißbraucht und er war auch nicht bei ihr und mir hat er auch noch NIE geholfen....es gibt da so ein spruch wo gott meinte wo ihn eine Frau gefragt hat warum denn da nur ein Fußabdruck ist obwohl er immer bei ihr war, da meinte er weil ich dich in den Augenblick getragen habe doch bei mir tut er es wohl nicht......
Der Glaube alleine hat keine Macht,
Nur der Mensch kann es zum Leben erwecken.


Armin, 25
...weil er sich mir nie offenbart hat. es mag wohl sein, dass er (oder sie) in irgendeiner form existiert; da er sich aber versteckt hält und über seine natur weiter nichts bekannt bzw. reine spekulation ist, kann ich z.zt. nicht an gott glauben.


Anonym, männlich, 42
An einen Gott glauben, der sich in seiner Schöpfung offenbart hat, kann ich schon.
Was ich nicht kann, ist die Unverschämtheit zu besitzen und zu behaupten, dass dieser Glaube die Wahrheit ist, und jeden, der diesen Glauben nicht teilt als einen Häretiker zu beschimpfen. Die offizielle Lehrmeinung der katholischen Kirche ist wissenschaftlich widerlegt. Dass Gott nicht christlich ist, glaube ich nicht nur, das weiß ich.Kommentar:
Glaube heißt im biblischen Zusammenhang nicht zuerst an Sätze glauben, sondern sich festmachen in Gott, auf Gott zu vertrauen. Christlicher Glaube besagt, dass Gott, der Himmel und Erde erschaffen hat und sich seinem Volk Israel offenbart hat, in Jesus Mensch geworden ist. Alle Glaubenssätze leiten sich von dieser Überzeugung ab. Die Kirche beschimpft und diffamiert keineswegs Nichtglaubende, diese Seite ist ja ein Beispiel, dass ein Dialog gesucht wird. Und welche Lehrmeinung der Kirche sollte wissenschaftlich widerlegt sein?
Werner Höbsch


Anonym, weiblich, 32
Nicht an ein allmächtiges Wesen mit eigenem Bewußtsein
- weil mir das schlicht und ergreifend zu abwegig erscheint
- weil mir insbesondere der christliche Gott alles andere als sympathisch ist
- weil ich auf die Frage: "Warum erbringt dieser Gott nicht ein einziges mal einen wirklichen Beweis seiner Existenz?" bisher keine befriedigende Antwort erhalten habe.
- weil ich anderen Glaubens bin.


Stefan Lehmann, 22
Gott ist da und durch seinen Heiligen Geist für jeden spür- und erlebbar. Gott tut so viel Gutes.


Christian Dittmann, 49
Ich habe Dinge verwechselt und spät erkannt, dass ich diesen Glauben "Gott sei Dank" im Innern nie verloren habe.


Anonym, weiblich, 35
Fällt mir leider sehr oft schwer. Oft hagere ich wirklich an meinen Glauben. Aber kürzlich las ich einmal das Glauben eine überlieferte Tradition ist. Aber Durststrecken erleben wir alle egal auf welchen Strecken im Leben ich denke das ist bei mir auch so mit dem Glauben. Vielleicht sollte man sich nur einmal mehr mit dem Glauben auseinander setzten und daran arbeiten. Glauben muss sicherlich auch ein Stück weit erarbeitet werden.


Arben Gojani, 35
DANN SIND WIR TOT


Jürgen Schneider, 40
und brauche auch keinen Gott. Ich habe einen gesunden Verstand und weiß selbst was gut und was schlecht ist.


Alexander Schratt, 42
weil es für ihn keinen einzigen Beweis gibt. "Glauben" ist nicht wissen.


Sabine Stuth, 38
... besser ich will nicht glauben, bin mir aber nicht mehr so sicher.


Anonym, männlich
Über Gott kann ich nichts sagen. Ich weiß nicht, ob er existiert oder ob er nicht existiert. Aber es gibt reichlich Möglichkeiten sich den Göttern der Menschen zu nähern. Einen interessanten Aspekt eröffnet die Anthropologie. Bedenkt man nämlich den Ursprung aller Religion, den mal womöglich schon beim Neandertaler finden kann, ergibt sich alles weitere von selbst. Alle Religion begann als Versuch einer Welterklärung, wurde in Rückzugsgefechten gegen die Wissenschaft bis in den Exzeß hinein verkompliziert und kulminiert heute im psychedelisch-spirituellen Gepansche á la Drewermann.
Das Christentum selbst ist eine Chimäre, eine Mixtur aus den verschiedensten Religionen und im Kern das Plagiat des weitaus älteren Mithras Kultes, der nach Konstantin sogleich brutal ausgerottet werden mußte. Buchstäblich alle eurasischen Weltbaumriten kennen den Gott der sich für die Menschen opfert; Mutter Gottes wird zu Isis, diese wiederum zur "Venus von Willendorf" und aus ihr eine archaische Fruchtbarkeitsgöttin. Das Christentum ist in seinen Komponenten kein Novum.
Die psychosozialen Bedürfnisse, die von Religion bedient werden, müssen immer als Selbstreferenz erfahrbar sein - und das ist dekuvrierend. Man darf die Gesellschaft getrost als Haufen Schleim bezeichnen, der immer in Richtung des steilsten Gefälles rutscht. Gott kann so schnell nicht folgen, wie sich der Mensch und sein soziales Umfeld verändert. (Als Beispiel sei die Abtreibung genannt: Was einst verdammt und mit dem Tode bestraft wurde, erfreut sich heute allgemeiner Akzeptanz.) Gott muß auf diesen Wandel reagieren und dazu bedarf es des Theologen, dessen Aufgabe die Synchronisierung von Gott mir der Gesellschaft ist. Es entsteht der schizoide Gott der "tausend Gesichter", das psychische Grenzstadium eines Himmelsvaters, oder besser: einer Gesellschaft, die nicht recht weiß wohin. Nun befinden wir uns aber in einem Universum, dessen Gesetze sich seit 14 Milliarden Jahren nicht geändert haben, was die veränderte Einstellung Gottes zu den Obsessionen seiner Schäfchen in einen unauflösbaren Widerspruch stellt.
Schlußendlich ist Religion eine auf der Spitze stehende Pyramide, die auf einem einzigen axiomatischen Stein ruht. Daß sie nicht labil ist und die Balance behalten kann, liegt an der grundsätzlichen Logik dieses minimalistischen Fundaments, das da lautet: "Die Nichtexistenz eines Phänomens kann nicht bewiesen werden!"
Und dennoch, so paradox es auch klingen mag: lieber möchte ich mit diesem Papst irren, als mit den populistischen Drewermännern Recht haben! Sowenig ich auch glauben kann, muß ich diesem Papst meinen Respekt aussprechen, der zumindest einem Todeskandidaten in den USA durch sein Bitten das Leben rettete. Das werde ich ihm niemals vergessen!
Wer Gott haßt - der Gotteslästerer - der ist nach Camus der Revoltierende, hat gewissermaßen eine selbstbewußte Rolle, da er meint, daß ihm etwas vorenthalten wird, was ihm zusteht. Die sind mir persönlich weitaus lieber, als jene, die sich ihres Weges so vollkommen sicher sind und für alle Verirrung ultimatives Verständnis aufbringen (siehe die erste Vorrede des Zarathustra).
Wir werden alle sehen, ob es einen Gott gibt. Für die Gegenwart indes gibt es weitaus wichtigere Probleme als seine Existenz! Die Abschaffung der Todesstrafe, der Kampf gegen Folter, Rassismus, gegen Krieg, Habgier, Ungleichheit, Hunger, Elend, Haß und Gewalt, gegen Sozialdarwinismus, Ausbeutung, ja - gegen Hartz IV! - oder kurzum: für die Schwachen; das sind unsere Herausforderungen. Wenn wir diesen Kampf aufnehmen, dann müßte Gott, wenn es ihn denn gibt, schon sehr übel sein, nähme er uns nicht freundlich zu sich auf...

Vale!


Anonym, männlich, 22
...solange es keine wissenschaftlichen Beweise für die Existenz eines höheren Wesens gibt. Solange unsere Wissenschaft nicht hinter das Geheimnis aller Grenzen kommt, wird der menschliche Verstand auch nicht dazu in der Lage sein, solche Dinge zu begreifen. Daher mache ich mir keine Gedanken darüber, dann kann ich auch nichts falsch machen.


Charlotte Sophie, 17
da ich von Natur aus ein sehr kritischer Mensch bin. Für mich bedeutet Intelligenz, nicht alles zu glauben, was einem irgendwelche Autoritäten erzählen, sondern alles kritisch zu hinterfragen. Wenn ich einen Beweis dafür erhalten würde, dass Gott existiert, ja, dann würde ich an ihn glauben. Aber so? Theoretisch kann man bezüglich Gott doch alle möglichen Hypothesen aufstellen. Man kann sagen, dass es einen Gott gibt oder mehrere oder gar keinen- man wird nie Beweise dafür oder dagegen finden. Deshalb lautet meine Einstellung folgendermaßen: ich weiss nicht ob es Gott gibt und ich lehne es ab, etwas zu glauben, wovon ich nichts weiss. Das bedeutet, ich bin weder gläubig noch eine Atheistin (denn für die Nichtexistenz Gottes gibt es ja auch keinerlei Beweise) sondern Agnostikerin. Ich lehne es ab, an irgendetwas zu glauben und richte mein Leben nach meinen eigenen Vorstellungen aus, die da sind: Mach, was du willst, so lange du niemand anderem damit ernsthaft schadest. Ob es eine höhere Macht gibt oder nicht, werde ich vielleicht nach meinem Tod wissen. Denn ich will WISSEN. Nicht glauben.
Die Antwort von Bernhard Riedl:

Hallo, Charlotte Sophie,
Ihre Erfahrung mit religiösem Fundamentalismus könnte mich auch schwer verunsichern.
Andererseits: Es gibt keine Idee, keine Revolution, keine Philosophie, keine "Bewegung", die nicht pervertiert werden könnte. Religion widerfährt das sozusagen seit Menschengedenken.
Gewiss gibt es viele Menschen, die schwach sind und sich deshalb an etwas (meist aber an einen Führer, weniger an eine Idee) festklammern, das ihnen Halt gibt - tatsächlich oder vermeintlich. Mit Dummheit hat das übrigens nichts zu tun: Fundamentalisten gibt es in allen Intelligenzlagen, viele sind wirklich hoch gebildet.
Wer aber wirklich an Gott glaubt, hat eine Erfahrung mit ihm gemacht und glaubt deshalb. Erfahrungen lassen sich allerdings nicht beweisen, sondern im Idealfall erzählen. Das tut die Bibel, das tun Glaubende. Gäbe es einen "wissenschaftlichen" Beweis für die Existenz Gottes, bedürfte es nicht des Glaubens.
Ich kann verstehen, dass jemand sich als Agnostiker bezeichnet. Ich würde ihm allerdings immer wünschen, offen zu bleiben für eine mögliche Erfahrung, die das Gewöhnliche und Beweisbare übersteigt.
Beste Grüße - Bernhard Riedl


Matthias Lehner, 23
, aus den Gründen, die ich unter "Gott ist mir nicht begegnet..." genannt habe.


Jürgen Naarmann, 48
wenn ich nicht an einen lebenden, allmächtigen Gott glauben darf und das wird mir leider von der Kirche verboten. Wenn es die Auferstehung von Jesus gegeben hat, dann gibt es keinen toten Gott sondern einen lebenden Gott und dann ist dieser Gott auch bereit uns Fragen zu beantworten. Warum fragen wir ihn nicht, wie sich die Kirche den Menschen gegenüber verhalten sollte, damit die Menschen in der Kirche Jesus Christi auch Jesus Christus wieder erkennt.


Anonym, männlich, 32
Insbesondere an den Gott der Bibel oder an den Gott des Korans kann ich nicht glauben.
Im alten Testament geschehen so viele schreckliche Dinge im Namen Gottes, teilweise Genozide.
Leben nach den Regeln der Bibel?
Nein danke, da sind mir unsere heutigen Gesetze doch lieber.
Wir haben jedenfalls keine Todesstrafe und es wird zumindest versucht, Gleichberechtigung für Frauen, Homosexuelle oder Minderheiten zu erreichen.
Die Moral der Kirche übernehmen?
Bitte nicht, ich genieße meine Freiheiten ohne gleich alles als Sünde zu sehen. Ich kann nicht feststellen, daß mir das schadet, oder das ich anderen geschadet habe. Und um zu wissen, daß Diebstahl oder Mord nicht richtig sind, brauche ich keine Religion.
An einen Schöpfer könnte ich vielleicht eines Tages glauben, aber die Bibel und andere heilige Schriften sind für mich von Menschen erschaffen worden. Nicht mehr zeitgemäß...


Daniela, 25
da es einfach zu viele Götter gibt. Warum sprechen wir eigentlich immer von einem männlichen Gott, aber von Mutter Natur?


Philipp, 26
Ich kann vor allem nicht an den christlichen Gott glauben, weil der mir schlichtweg Angst macht. Millionen Menschen litten und leiden immer noch an den Deformationen, die die christliche Sexualmoral an ihnen angerichtet hat. Das System ist perfide und genial zugleich: Man vermittle dem Menschen das Gefühl, seine naturgegebene Sexualität, sein Trieb sei krank, falsch und böse. Der Mensch gerät in einen Konflikt, das Eigene wird zum Fremden und unterdrückt bis bekämpft. Das fängt schon an, wenn Kinder ihre kindliche Sexualität entwickeln. Das Natürliche verursacht Scham. Und in der daraus resultierenden seelischen Not ruft es vom Kirchturm herab: Jesus rettet.
Wenn Kölner Kardinäle Homosexualität als Bedrohung für die Menschheit bezeichnen, dann fehlen mir jegliche Kategorien, um das Verbrechen zu beschreiben, das durch derartige hasserfüllte Äußerungen angerichtet wird. Die katholische Kirche hat mit ihrer Homophobie das Leben von Millionen Menschen zerstört. Auch wenn man als Homosexueller in Deutschland nicht mehr vergast wird und mittlerweile einigermaßen in der Lage ist, ein gutes Leben zu führen, stellt die krankhafte Homophobie der Kirche insbesondere vor dem Hintergrund der andauernden Verfolgung Homosexueller in anderen Ländern der Erde, einen unfassbaren Akt der Inhumanität dar. Fundamentlisten verursachen eben Probleme, die es ohne sie nicht gäbe. Das schlimmste ist jedoch, dass es dabei um Liebe geht. Viele Menschen empfinden eine körperliche Anziehung zum eigenen Geschlecht, wenn auch nur in Nuancen. Homosexuell ist für mich nur jemand, der sich in einen Vertreter des eigenen Geschlechts verlieben kann.
Ich habe mittlerweile einen großen Hass auf alles Christliche entwickelt. Die kath. Kirche ist für mich nur noch ein faschistoides System, ja sie selber ist Faschismus, in dem Sinne, als dass sie ein System darstellt, das Menschen, die abweichen, zerstören will (gilt ja nicht nur für homosexuell liebende Menschen, sondern auch für die Kirchenkritiker).


Anonym, männlich, 30
da ich denke dass die Möglichkeit besteht dass das Böse die Bibel für uns immer nach Antworten suchenden Menschen geschaffen hat. Die Bibel ist schon zu oft Grundlage oder Auslöser eines Krieges gewesen und wird es noch lange sein. Die Bibel schafft eine große klaffende Lücke zwischen den verschiedenen Kulturen und gibt den Menschen unberechtigte Hoffnung auf Antwort ihrer Fragen. Taktisch faszinierend vom Bösen verfasst und an die Menschen weitergegeben kann es sich als das Gute dahinter verstecken. Es beantwortet all eure Fragen und lässt euch trotzdem im Dunkeln. Weil ihr eure Erfahrungen nicht mehr selber macht sondern für alles einen Ratgeber habt. Kinder werden nur durch ihre Erfahrungen reifer. Sagt den Kindern doch dass sie nicht auf die Herdplatte fassen sollen. Die meisten machen es dann erst Recht. Warum wollt ihr nicht selber wieder Erfahrungen sammeln? Weil es manchmal auch weh tut? Menschen die mit einem Problem zum Psychotherapeuten gehen finden in fast allen Fällen eine Antwort. Leider meistens die falsche wie sich dann später rausstellt. Der Psychotherapeut handelt seinem Gewissen nach richtig und versucht die Fragen des Patienten zu beantworten oder ihm eine Anleitung zur Lösung seines Problems zu geben. In 75% der Fälle tritt nach einiger Zeit die nächste Frage oder das nächste oder sogar das gleiche Problem erneut auf. Die meisten Menschen haben nicht die Möglichkeit erneut zum Psychotherapeuten zu gehen. Bei der Bibel und der Religion ist das natürlich anders. Man bekommt immer eine Antwort. Es herrscht Zufriedenheit bis zur nächsten Frage. Die Religion hat aber immer neue Antworten... bis zum "glückseligem Ende." Stellt die Wissenschaft den Beweis auf dass wir nicht von Adam und Eva abstammen hat die Religion eine Antwort. Wird bewiesen dass es schon lange vor der Erde Leben auf anderen Planeten gegeben hat wird die Religion wieder eine Antwort haben. Da ist man flexibel und spielt mit der Angst und Unsicherheit der Menschen. Das ganze ist das größte Schneeballsystem das es je gegeben hat. Die Menschen die an Gott glauben sind glücklich weil alle Fragen beantwortet werden und man nur ein bisschen naiv sein muss als Gegenleistung. Doch glauben sie wirklich an Gott oder hoffen sie nur auf ein schmerzfreies Ende? Überall um mich herum sind gläubige Menschen die streng im Urteil über ihre Nachbarn und im Umgang mit ihren Kindern sind. Denn wie so oft ist nur ihr Glaube der einzig Richtige. Lebt nicht ohne Gott aber glaubt nicht dass die Religionen eure Antworten und Fragen für euch lösen. Geht den harten erlebnisreichen und voller Überraschungen steckenden Weg indem ihr das Gespräch mit anderen Menschen sucht und ihnen Fragen stellt. Seid ehrlich und haltet euch nicht immer an die Werte und Normen der Gesellschaft denn diese zwingen euch zurück in das System aus dem sich ein jeder ein wenig befreien sollte. Man wird immer wieder neue Dinge erfinden die einen Abnehmer suchen. Und am Ende geht es nicht um das Wohl des Abnehmers sondern um sein Geld. Wenn man nebenbei noch was gutes tun kann ist es ja auch ok. Aber am Ende steht ihr wieder mit euren Fragen und Problemen da. Nur mit leichteren Geldbörsen. Ich bin aus der Kirche ausgetreten und gebe das Geld den Leuten auf der Straße und rede mit ihnen. Ich habe einen alten Kampfhund der das nächste Jahr nicht mehr erlebt hätte aus dem Tierheim befreit. Alleine durch ihn habe ich Freunde und Menschen kennengelernt die mich im Gespräch viel weiter gebracht haben als dass es die Religion in all den Jahren zuvor gemacht hat. Ich war geblendet !!! Gott (oder Q oder JHWH oder Jehova oder Allah oder....) ist immer um mich herum. Ich brauch nur rausgehen und die Sonne im Gesicht spüren und bin mir sicher dass es etwas ganz besonderes ist. Ich spüre das Gefühl und bin glücklich. Ob ich in 30 Jahren nicht mehr spüren kann weiss ich nicht... die Religionen geben aber wie immer eine Antwort auf diese Frage... ich probiere weniger zu suchen sondern mehr zu fühlen. In diesem Sinne alles Gute :-)


Anonym, männlich
ich könnte vielleicht schon. Ich WILL aber nicht. Mein Hauptproblem mit Gott sein Anpruch auf Allmacht und Warheit. Was er angeblich alles mit seiner Allmacht angestellt hat ist ja schön im AT nachzulesen. Allein seine Rachefeldzüge sind grund genug ihm seine Allmacht wieder weg zu nehmen. Was die Warheit angeht hatt Gott ein echtes Problem. Denn Gottes Wort und seine Warheit steht ja bekanntlich in der Bibel. Sie sollte deshalb wahr, eindeutig und klar sein. Doch das ist sie nicht. Das die Welt an 7 Tagen erschaffen wurde glaubt heute keiner mehr. Doch wenn eine Information aus der Bibel falsch ist, oder zumindest nur bildlichern Charakter hat, wieso nicht alle? Weiter stört mich das die Bibel, die ein Christ als einzige unumstößliche Warheit anerkennen muss ein Sammelsurium an Texten von teilweise unbekannten Autoren ist. In ihrer langen geschichte wurde die Bibel zig mal übersetzt und so verfälscht. Aber ich habe noch ein weiteres Problem mit Gottes Warheit: Sie lässt sich nicht anzweifeln. Doch wo währen wir jetzt, wenn wir nicht Zweifelten und Fragten und wenn wir mit der Erklärung: "Weil es so in der Bibel steht" zufrieden wären. Imho wären wir Gesellschaftlich und Wissenschaftlich da wo wir vor 2000 jahren mal wahren.


Anonym, männlich, 15
Zwar beneide ich in gewisser Weise Menschen, die "es sich einfach machen", und ihre moralischen Ansichten und den Sinn ihres Lebens aus einer Religion beziehen, jedoch erscheint mir selbst der Glaube an einen Gott blind und irrational.


Janny & Dirk, 49
Ich stimme mit vielen überein, die Gott als Bösewicht und Scheusal sehen...(Vergewaltigungen, Morde, alles was er zu lässt)...aber was wollt ihr dagegen tun??? Egal was auch die Menschen erforschen, Gott lässt sich nicht beweisen, aber auch nicht widerlegen. Eine Pattsituation.50% Möglichkeit ist aber auch nicht eben wenig! Das Universum ist alles, wir sind ein Teil von ihm. Sind wir damit dann auch ein Teil Gottes ( unter der Vorraussetzung , dass es einen Schöpfer des Universums gibt) ? Bloß , was war dann vor dem Urknall? Nichts ? Aber von Nichts – kann nichts entstehen! Dann wissen wir auch noch, dass es immer Hell & Dunkel , Gut & Böse , Ying & Yang Beziehungen gibt..... Also was nun? Irgendwie bedingt das Eine das Andere... so gesehen. Somit gibt es auch Gerechtigkeit & Ungerechtigkeit , und wir Menschen auf dieser Erde scheinen alle nicht wirklich zufrieden zu sein. Unser stetiges Streben ist es aber die permanente „Dauerekstase" zu erlangen. Wir wollen alle permanent glücklich und zufrieden sein – nur geht das anscheinend einfach nicht. Sind „Michael Jackson" oder „ Bill Gates „ eigentlich glücklich , nur weil sie enorm viel Geld haben wirklich zufrieden und „dauer-ekstatisch"? Oder in unserem Bekanntenkreis, wo sind dort „wirklich" zufriedene Menschen? Wer kennt einen „Nicht-Leidenden-Menschen"? Einige streben nach mehr Geld oder andere materielle Güter, - macht sie das glücklich? Was macht denn glücklich? Ein neues Auto vielleicht für 2 Wochen und dann war es das wieder?! Eine neue Frau mit noch größerem Busen oder die allgemein bekannten 3 großen F´s : Fressen , Ficken, Fernsehen?! – Alle machen es , aber niemand ist glücklich und zufrieden. Mann sucht somit offensichtlich an den falschen Stellen.
Alle Menschen suchen nach dem perfekten Glück und der Zufriedenheit , aber sie werden es im AUSSEN nicht finden!!
Alle die nach dem „Kick" suchen – diese „Raffzähne" , Mörder und sonstige „Egoisten" im weitesten Sinne – all das lässt dieser Gott – wenn er existiert- zu!
Aber wie schon gesagt, wirklich glücklich werden sie dabei ( so zumindest meine Erfahrung) nicht. Für mich heißt das Leben somit eigentlich – LEIDEN. Wir möchten aber alle „genießen" und leider gibt es ganz viele Menschen, die nie „genießen" werden, sondern schon ab ihrer Geburt leiden. Dies ist scheinbar nicht gerecht. Es sei denn, es gibt eine Gerechtigkeit nach dem Tod! Wenn es kein Leben nach dem Tode geben würde, wenn da nichts ist, könnte man sich entweder sofort erschießen, da dann das LEIDEN ein Ende hätte ( endlich – „ Gott sei Dank" ) und man könnte dieses Leben mit der Gewissheit leben, ich darf doch eigentlich alles machen, alles tun – egal was – ohne irgendeine Verantwortung übernehmen zu müssen.
So – und warum tun wir das größtenteils nicht. Was hält uns davon ab, dies nicht zu tun? Gibt es eventuell einen Teil in uns, der uns davon abhält? Wohl ja, denn sonst wäre das Chaos hier auf dem Planeten noch viel größer.
Also, was oder wer ist dann dieser Teil in uns, der uns ein einigermaßen vernünftiges Leben „leben" lässt?Wir können selbstverständlich auch alle ANDEREN Menschen verantwortlich machen, für unsere Misere, in der wir uns gerade befinden. Nur , auch das bringt uns nicht wirklich weiter!
Das endet dann wieder nur in Anschuldigungen und Streit und Krieg. Das haben uns , bis auf eine Weltreligion ( der Buddhismus) , die ganzen Religionen schon über Jahrtausende vorgemacht, wie einfach das geht!
Eigentlich ist die Gottfrage vollkommen egal und sinnlos, da die einzige Möglichkeit aus der Miesere des Lebens herauszukommen, die ist, in die eigene Verantwortlichkeit für das Leben zu gehen und in die Hingabe an das Leben zu kommen.
Somit stellt sich eigentlich die Gottfrage nicht mehr, denn auch diese Frage nach Gott ist nur eine weitere Möglichkeit, die eigene Verantwortung – für sich selbst – abzugeben.
Wenn ich in meiner eigenen Verantwortung bin , zu 100% , dann ist die Gottfrage vollkommen egal, da ich dann alles – wirklich alles in mir selbst finden kann. Vielleicht bin ich dann ein Teil Gottes?! Und vielleicht bin ich dann das , dass Gott sich gerade selbst hinterfragt, sich erforscht, sich erfahren will - zumindest in dem Teilbereich „Mensch".
Und diese Erfahrung scheint für ihn noch nicht abgeschlossen und damit dem Erreichen des Ziels, gehen wir in ihm auf.
Da ich soweit aber im Moment noch nicht bin, könnte ich bis dahin einen Gott als „ Stütze" sehr gut gebrauchen..... Somit wäre zumindest für mich bewiesen , dass wenn es einen Gott gibt, er eine echte „Hilfe" für uns ist- da er mir ja diese kleine bisschen Verantwortung für mein eigenes Leben abnimmt.
Und wenn es ihn nicht gibt – es sowieso egal ist. Dann sollte ich meine eigene „Stütze" sein. Da ich aber auch leide, hätten wir dann unterm Strich die „ Goldenen Arschkarte „ gezogen. Das kann nicht der Sinn des Lebens sein.
Nur wenn jetzt natürlich „Pfarrer Assmann" wieder mit seinem Himmel und seiner Hölle und seinem strafendem Gott ( der mit dem langen Rauschebart) ankommt- tja , dann sind wir wieder am Anfang unserer Stellungnahme.
So gesehen ein Hamsterkäfig mit Laufrad – aus dem wir vielleicht selbst – ohne Gottes Hilfe ( so es IHN denn gibt) - aussteigen können.
So what – Life your Life and enjoy!!


Anonym, weiblich, 15
Ich glaube an Gott und ich will mit diesem Leserbrief denn Menschen MUT machen Gott zu suchen!!!!!!ES LOND SICH!!!!!!!!!!!


Ines Schmidt, 15
so ein blödsinn!!! Bezweifelt jemand, dass irgendwelche Kriegsführer gelebt haben? Wahrscheinlich nicht!!! Obwohl doch niemand von uns mit einem Kriegsführer, der vor 1000 Jahren gelebt hat, gesprochen, noch gesehen haben kann! Wenige beweise gibt es für ihr Leben. Kein Wissenschaftler kann ihr Leben 100% beweisen. Doch der Beweis, dass Jesus gelebt hat steht sogar in einem Buch! In welchem? IN DER BIBEL!!! Frag doch die Wissenschaftler. Nichts kann 100%ig bewiesen werden, doch die Bibel ist wahrscheinlich das einzige Dokument, dass man mit mindestens 90% als Beweis ansehen kann. Jesus ist der Weg!!! Niemand sonst. Wer sich über irgendwelche schrecklichen Dinge in der Welt beschwert, der hat die Bibel nicht verstanden. Gott gefällt nicht was wir tun, wenn er will kann er die Fäden in der Hand haben, doch er macht das nur, wenn du damit einverstanden bist. Denkst du etwa Gott gefällt es wenn Kinder vergewaltigt werden? Wohl kaum! Der Vergewaltiger wird seine Strafe bekommen, ihm wird es direkt nach seinem Tod vorgeworfen, doch wenn er in seinem Herzen wirklich Jesus aufgenommen hat, wird Gott ihm genauso verzeihen, wie mir, sie ich immer und immer wieder lüge, oder schlechte Gedanken habe. Solange mein Name im buch des Lebens steht, werde ich gerettet werden! Ganz sicher. ICH KENNE MEINEN GOTT


Anonym, männlich, 45
nach einigen jahren der gottsuche... ich bin gern in kirchen, andachtsräumen, verweile... bin aber sprachlos,da ist kein DU, keine antwort, kein in gott gefalteter sinn. vor etwa 5 jahren überfiel mich plötzlich die gewißheit: gott ist tot. was für ein schmerzhafter moment.wo ist versöhnung, wo ist erlösung? ich kenne hier einige junge glaubensfrohe katholiken. beneidenswert. erzählen sie mir von wegen....?


JS, weiblich, 14
...jedenfalls nicht wirklich... nicht so ganz. es gibt so schreckliches auf der welt... WARUM?


Jörg Weigel, 61
weil ich mich nicht einlullen lassen möchte in das Traktätchengedusele der Kirchen.


Julika-Janina Wulf, 19
weil Glaube auch fordert... und er gewährt mir keinen halt mehr...


Joseph Sebaldus, 37
Ich glaube vielleicht an eine Art Gott.
Aber ich kann nicht an den Gott der Bibel glauben. An einen Gott, der allmächtig und liebevoll und strafend zugleich ist. Die ganzen Rechtfertigungen der Theodizee ("Warum lässt Gott das Leiden zu") und der göttlichen Strafen aus dem Christentum erscheinen mir alle sehr unzureichend.
Ich habe diese Frage hundertmal gestellt. Immer dieselben Antworten:

- "Er lässt uns Menschen den freien Willen, zu sündigen, und wir Menschen tragen dafür die Konsequenzen.": Was kann ein neugeborenes Kind denn dafür, dass es im KZ oder im Krieg oder im Elend geboren wird? Das Kind verantwortet nicht das Elend, aber es trägt die Folgen.

- "Das Böse kommt nicht von Gott, sondern von den Menschen.": warum hat er denn die Menschen so erschaffen, dass sie töten und quälen können? Ein Schaf kann nicht töten, selbst, wenn es wollte.

- "Das Böse kommt nicht von Gott, sondern vom Teufel": Und warum gebietet Gott dem Teufel nicht Einhalt, wenn er es doch könnte?

- "Der Teufel ist schon besiegt, er weiß es nur noch nicht.": Warum, darf er dann tausende Jahre lang machen was er will?- "Gott will nicht, das jemand in die Hölle kommt." Warum schmeißt er dann trotzdem Milliarden hinein?

- "Gott hat sogar seinen eigenen Sohn am Kreuz gefoltert, um den Menschen das Höllenfeuer zu ersparen.": Warum so umständlich. Dass hätte er auch einfacher haben können. Schließlich ist er es, der die Menschen in die Hölle wirft. Vielleicht sollte er einfach damit aufhören, wenn er das nicht machen will?

- "Nicht Gott quält die Menschen in der Hölle. Die Qual besteht einfach darin, dass sie von Gott getrennt sind, weil sie selbst so gewählt haben.": Und nach dem jüngsten Gericht wird vielen erst klar, was jetzt mit ihnen passiert. Manche würden es sich dann vielleicht noch einmal überlegen. Aber sie dürfen nicht mehr. Gott ist jetzt beleidigt. Eine zweite Chance gibt es nicht mehr. Das hätten sie sich vorher überlegen sollen, als sie es noch nicht so genau wussten. Jetzt, so sie es genau wissen, dürfen sie sich nicht mehr umentscheiden.

- "Gott liebt alle, auch die Sünder.": Und doch quält er sie ohne Ende. Unendlich Lang. Nicht hundert Jahre, nicht tausend Jahre, nicht Millionen Jahre, nicht Milliarden Jahre, sondern unendlich viel länger. Kein Sadist auf der Erde könnte solches Leid zufügen, wie der Gott denen, die er liebt. Gottes Liebe ist schlimmer als der schlimmste Hass.


Guten Tag Herr Sebaldus,
Manchmal schlägt man sich mit einer Frage das ganze Leben herum. Die Frage nach der Existenz eines liebenden Gottes angesichts des Leidens in der Welt ist eine solche Frage.
Der große katholische Theologe Romano Guardini soll kurz vor seinem Tod gesagt haben: Ich bin jetzt bereit, vor Gott Rechenschaft über mein Leben abzulegen. Aber dies wird kein einseitiger Prozess, ich werde auch Fragen stellen wie die nach dem Leiden in der Welt.
Die Frage nach dem Leiden lässt sich aus meiner Sicht weder "mit Gott" noch "ohne Gott" schlüssig beantworten.
Ich möchte Ihnen jetzt nicht die 101. Antwort auf Ihre Frage geben, allerdings einige Anmerkungen zu den Antworten geben. Sie sagen, dass Sie den biblischen Gott ablehnen, weil er straft. Ich sehe Gott nicht als einen strafenden, sadistischen Menschenquäler, sondern als einen, der Menschen immer wieder Wege zum Heil eröffnet hat - im Alten wie im Neuen Testament bezeugt.
Die Aussage, dass Gott Milliarden von Menschen in die Hölle schmeißt, gehört nicht zu meinem Glauben und nicht zur Lehre der Kirche.
Auch hat Gott seinen Sohn nicht gefoltert, Gott selbst hat in Jesus das Leiden auf sich genommen und so den Kreislauf der Gewalt und der Sünde durchbrochen und Menschen den Weg zu einem - nicht nur transzendenten - Heil eröffnet.
Auch gehört nicht zu meinem Glauben die von Ihnen zitierte Aussage, dass es nach dem Tod keine Möglichkeit der Umkehr gibt. Die Kirche lehrt, dass es die Hölle (als Ort der Gottesferne) gibt, es gibt aber keine Aussage, dass Menschen in der Hölle sind oder hineinkommen. Wohl gibt es Aussagen, dass Menschen im Himmel (bei Gott) sind.
Woher nehmen Sie die Aussage, dass Gott die Menschen quält? Ich vermute, dass sie mit einem Gottesbild leben, dass bedrückend und negativ ist. Den Gott, den Sie ablehnen, lehne ich auch ab. Aber es ist nicht der biblische.
Sie sagen, dass Sie leben von Beziehungen und vom Sinn, den Sie sich selber suchen. Wie werden Sie dabei mit der Frage des Leidens in der Welt fertig?
Mit freundlichen Grüßen
Werner Höbsch


Anonym, weiblich, 21
weil er/sie/es irgendwann verschwunden ist.


Anonym, weiblich, 34
Ich glaube an den Geist. Gott war auch nur ein Mensch. Er schuf uns nach seinem Ebenbilde.


SDGm, 20
ist absolut falsch weil es ihn gibt und ihn jeder Mensch aus Rückschlüsse im Zusammenhang mit seiner Schöpfung erkennen kann.


Falk Bender, 20
weil es keinen Beweis für seine Existenz gibt!


Melli, 19
so wie es mir meine elterliche Erziehung aufzwängen will.
Gott ist überall und nicht nur in dem Gebäude Kirche. Es ist egal wie ich sonntags in die Kirche gehe, es ist keine Modenschau, wie es meine Mutter meint. Vor Gott sind alle gleich.
Er lässt es zu, dass man sich über seine Existenz Gedanken macht. Und nicht wie meine Eltern: Glaubst du nicht daran, dass Jesus auf Wasser ging, dann glaubst du auch nicht an Gott.
Jeder trägt ein Licht in sich, es muss nur entdeckt werden. Dazu braucht niemand die Institution Kirche, die einem diese Gedanken wöchentlich abnimmt. Man muss selber darüber nachdenken.
Die Kirche zerfällt, aber nicht die Lichter! Mit diesem Licht ist jedes Individuum fähig, Gutes zu tun. Ohne Kirche und deren Regionalstellen. Wieso regen sich dann Menschen so auf, dass sie geschlossen werden. Na, weil sie ihr Licht nicht einzusetzen wissen!


Anonym, weiblich, 54
Gott hat mich nicht sehr ansehnlich gemacht.
Ich sehe dass er auf der Seite der reichen und schönen ist. Oder???. Manchmal habe ich das Gefühl das Meer mit einer Nussschale ausschöpfen zu müssen.


Marco, 21
genau so wie ich nicht an den nikolaus und den osterhasen glauben kann


Anonym, weiblich, 21
Ich glaube daran, dass es ihn gibt. Aber wie gesagt, eben nicht so, wie mein Relilehrer, der Pastor, die Leute vom Jugendkreis etc ihn mir verkaufen wollten.


Michael, 18
da ich religion insgesamt für etwas von menschen ausgedachtes und erfundenes, um andere zu kontrollieren. soweit ich weiss wurden die meisten kriege auf dieser welt aus einem bestimmten grund geführt: religion!! diese tatsache macht mich traurig und wütend zugleich... warum sind die menschen so dumm???


The Crow, 25
da eine Kraft, die so viel Leid auf Erden zulässt, keine Relevanz für mein Leben haben darf. Wie kann jemand ruhig zuschauen, wenn täglich 30.000 Kinder in der Dritten Welt "verrecken", da sie nichts zu essen haben?


Anonym, weiblich, 54
doch ich glaube an Gott, nur manchmal bin ich sehr wütend auf ihn. nicht immer glaube ich an seine liebe gegenüber den Menschen, manchmal fürchte ich mich vor seinem zorn.


Anonym, weiblich, 16
Es entbehrt jeder Logik, ich mag den Gedanken nicht, von jemandem beobachtet, kontrolliert und beurteilt zu werden.


Günther Rupp, 70
Weil er dinge geschehen lässt, denen jede Liebe entzogen ist.


Anonym, weiblich, 55
Ich glaube an Gott aber nicht an das "Bodenpersonal". Ich bin deshalb auch vor einem halben Jahr aus der Kirche ausgetreten, weil die Kirchenfürsten in Meckenheim b. Bonn mich zeitlebens nicht kennen und auch nicht kennenlernen wollen. Sie bemühen sich nicht um den Kontakt zu ihren Kirchenmitgliedern. Alles ist anonym und unpersönlich. Daher bin ich ausgetreten. Als ich ausgetreten war, habe ich das erste mal einen Standard-Brief von der Gemeinde erhalten. Da wurde ich zum 1. mal wahrgenommen.


Anonym, weiblich, 53
Ich kann NICHT MEHR an Gott glauben, das war nicht immer so. Da gab es eine religiöse Erziehung, festes Vertrauen in Gott, sogar einige Semester Theologiestudium, engagiertes Mitarbeiten in der Kirchengemeinde usw. Trotz vieler schwerer Lebenssituationen habe ich nicht gezweifelt. In einer für mich besonders schlimmen Situation hatte ich dann sogar das sichere Gefühl, Gott hat mir sein Versprechen für eine Lösung gegeben. Jetzt, nach langer Zeit in der sich nichts gebessert hat muß ich erkennen, dass es diesen Gott nicht gibt, oder aber er nicht der gütige Gott ist, an den ich geglaubt habe. Nicht, dass ich darauf warte, dass er alle Probleme für mich lösen wird, ich denke nur, ein wirklich gütiger, liebender Gott würde mich spüren lassen, dass ich weiter vertrauen kann. Mein Verstand rät mir nun, nicht mehr auf ihn zu hoffen. Ein trauriges Ende eines Glaubensweges?
Sie beenden Ihren Beitrag mit einer Frage: "Ende eines Glaubensweges?" Sie deuten an, dass schmerzliche Erfahrungen Sie zu dieser Frage geführt haben und Ihr Verstand dazu rät, Gott abzulehnen. Gerne würde ich Ihnen persönlich antworten und mehr von Ihrer Lebenssituation erfahren, habe aber leider nicht Ihre
E-mailanschrift.

Werner Höbsch


Sebastian Schrottenbach, 17
weil sich mein verstand weigert an etwas zu glauben was man weder sehen fühlen oder messen kann. wozu an gott glauben ? was würde sich in meinem leben positiv verändern ? lieben kann ich ohne gott zu dienen.


Harry Wagner
...weil Glaube Inbrunst, Demut und eine Selbstaufgabe impliziert, zu der ich nicht fähig bin, bzw. die mein Skeptizismus nicht gestattet. Ich glaube, dass es jenseits eines paradiesischen Zustandes von Unwissenheit und Vertrauen keinen wahren Glauben gibt. Deswegen sehe ich in dem "Glauben" moderner, sektiererischer, "aufgeklärter", "bewusster" Christen keinen Unterschied zu einer beliebigen "profanen" Ideologie, oder noch schlimmer, ich betrachte ihn eher als eine Art "Lifestyle".


Trude, 35
meistens zweifele ich wenn ich die Missstände in unserer Welt sehe. Das Leid , die Ungerechtigkeit und das was die Kirche oft so verkörpert dann kommen mir die Zweifel.


Tine, 23
Da ich mit einer anderen Konstruktion von Wirklichkeit sozialisiert wurde. Ganz einfach.


Anonym, weiblich, 35
wenn ich höre wie der gute Herr Meisner öffentlich über Homosexuelle denkt und redet kann ich nicht glauben, das Gott das so will.
... wenn ich so einen Papst höre der gegen Ovulationshemmer ist, der hat gutes diktieren.
... wenn ich manche Kirchlichen Einrichtungen sehe wie die mit den Menschen umgehen fällt mir das Glauben schwer.
... Wenn ich den Notstand in einigen Ländern sehe zweifele ich.
... Wenn ich das Leid von manchen Menschen sehe frage ich mich warum er so etwas zulässt.
... wenn ich das oft intolerante Verhalten von kath. gegenüber anders gläubigen sehe frage ich mich ob er das so möchte.
... wenn ich sehe wie viele Familien von Leid, Geldnot, Arbeitslosigkeit, Krankheit u.s.w. getroffen werden frage ich mich ob das sein kann.
... und dann muss ich immer wieder an mich selber denken und sagen was wäre wenn es keinen Gott gibt dann wäre unsere Welt noch verrückter.
... wenn ich keinen so guten Schutzengel hätte wäre ich gewiss nicht mehr hier auf Erden und könnte mich an meiner Familie erfreuen. Dann glaube ich wieder das es einen Gott gibt.
.. wenn ich die Ordensleute und Priester sehe glaube ich ganz fest dass sie ihr Leben nicht einfach so opfern sondern dass es da wirklich einen Gott gibt.


Anonym, männlich, 56
Die größten Leiden auf der Erde sind seit Menschengedenken unter dem Symbol des Glaubens verbrochen worden. Ob in der Urzeit oder beim Krieg der Sterne, oder dazwischen.


Anonym
warum sollte ich auch, er ist ja hier! Glaubst du an Gott? Kann ich an Dich oder Schröder glauben?...Wenn nicht Gott, wem dann?


Thomas Kesselring, 41
weil ich weiss, er ist da! Ich freue mich auf alle "Frozler", die ums Verrecken beweisen wollen, dass Jesus Christus und Gott eine Erfindung für schwache Menschen sind. wer Ohren hat, kann hören! Wer Augen hat, kann lesen! Es gibt Bücher! Z.B. die Bibel! Schreib du ein Buch über dich und deine Nächsten, die du bedingungslos lieben sollst, wie oft wirst du dir darin selbst widersprechen, wie oft die deinen... ich erlebe das jeden tag! Beweis du mir das Gegenteil!


Kacar
mein Glaube ist sehr stark, weil ich moslem bin.


Fritz Kronberg, 63
welchen ?


Anonym, männlich, 31
weil "Gott" ein Wort ist, das für das Problem des Menschen steht, über die Grenzen seiner Erkenntniskategorien (Zeit, Kausalität) hinauszukommen. Meine Gottlosigkeit ist im Wesentlichen das Ergebnis einiger guter Bücher, die ich im Laufe der Jahre in die Hände bekommen habe. Ein bisschen Philosophie (Kant, Schopenhauer), Psychologie (Ernest Becker), Anthropologie (Joseph Campbell), fertig ist der Atheist. Und dabei denke ich, dass ein richtig verstandenes Christentum wie jede richtig verstandene Religion, heute, wo es gegen den Götzen Mammon geht, viel Positives bewirken könnte. Aber um religiös zu sein, muss man das jeweilige mythische Konzept akzeptieren, oder sich sein eigenes basteln, und davon bin ich heute weiter entfernt als jemals vorher.


Beate Menzel
Ich habe keinerlei Sehnsucht nach einem nicht existenten Phantasieprodukt.


Anonym, männlich, 15
weil ich alleine meine Leben bestimme und es nicht bewiesen ist, dass es Gott gibt. Ein anderer Grund ist, dass die Bibel, das so genannte Buch Gottes, paradox ist.


Martin, 15
also ich stell mir eine frage: Wenn unser Gott doch der einzige ist was haben dann die anderen götter anderer religionen hier verloren? sind juden, buddhisten oder andere verrückt? glauben sie an etwas, dass es für uns garnicht geben kann? und für was halten sie uns? auch für verrückt? da in verschiedenen regionen auf der welt an etwas anderes "göttliches" geglaubt wird erkennt man doch schon dass da irgendwas nicht stimmen kann denn immerhin hat doch UNSER gott die welt erschaffen und nicht ein anderer wie z.b. der wassergott der ägypter oder wer auch immer. Glaubt ihr an geister? glaubt ihr an Magie und an voodoo? nein? aber ihr glaubt an das übernatürliche, also gott! Warum dann nicht auch an Geister oder Magie? ihr habt nämlich noch nie einen geist gesehen genausowenig habt ihr noch nie Gott gesehen ( in form einer mit den augen erkennbaren gestalt ) und hättet ihr ihn gesehen - was hätten dann die menschen gesagt denen ihr das erzählen wolltet? bestimmt nicht "wunderbar du hast gott gesehen" sondern eher "ahaha lustig - du spinnst" seit wann glauben menschen an Gott? Glaubten die menschen aus der Steinzeit, die nicht reden konnten an gott? eher nicht.. aber warum gibt sich gott erst ab einem bestimmten zeitpunkt viel später in der geschichte alles lebens zu erkennen als zu dem zeitpunkt wo das leben beginnt? hatte er angst vor uns oder musste er erst einen menschen auserwählen der allen erzählt dass er mit den händen heilen kann, wasser zu wein verwandeln kann, mit einem brot ein ganzes volk satt machen kann und von einer frau abstammt die es mit gott und jesus gleichzeitig ääh.. gemacht hat? und - lebt gott eigentlich noch auf anderen planeten? das weltall ist ja ziemlich groß vielleicht gibt es ja so viele planeten mit so vielen menschen denen er allen helfen muss dass wir schnell in vergessenheit geraten.. doch trotzdem: ich kann weder beweisen dass es gott gibt noch dass es ihn nicht gibt. noch kann ich beweisen dass es geister gibt oder dass es sie nicht gibt aber - wer glaubt schon an geister..


Anonym, männlich, 24
wenn ich die kirche sehe, wie sie sich verhält, welchen unsinn sie teilweise verbreitet. kirche und gott?!?!


Anonym, männlich, 32
wenn er nur dogmatisch festgenagelt sein soll.


Anonym, männlich, 38
Ich kann nicht an Gott glauben, da ich mich, sobald ich an ihn zu glauben begänne, in zahlreiche logische Widersprüche verwickeln würde. Aber nun der chronologischen Reihenfolge nach: Ich begann als lutheranischer Christ, als ich konfirmiert wurde, kannte ich bereits fast alle Beatles-Songs und war mir sicher, dass mit der Konfirmation der Erhalt von Geschenken und Anzügen einhergeht. Beides ist tatsächlich so geschehen. Später begann ich festzustellen, dass offensichtlich grosse Konflikte auch innerhalb der christlichen Kirchen bestehen. Adventisten belehrten mich, dass die katholische Kirche eine Hure ist. Lutheraner belehrten mich, dass die Adventisten ihrerseits eine nicht ernstzunehmende Sekte repräsentieren. Nach diesen Erfahrungen trat ich erstmal aus dem Religionsunterricht aus. Neben diesen vorgenannten Erscheinungen erhielt ich und erhalte bis heute hin und wieder Besuch der Zeugen Jehovas. Das sind sehr spröde und humorlose Gestalten. Ich will denen die Religionsfreiheit nicht nehmen, aber ich fühle es schon, dass wenn ich nicht an Gott glauben kann, ich noch viel weniger ein Zeuge Jehovas werden könnte. Eine packende Story, welche mich dann in meinen Studienjahren eine Zeit lang fesselte ist der "Scientific Creationism" aus den USA, also weil ich ja schon als 14-Jähriger fast alle Beatles-Songs kannte, nehme ich bis heute ganz gerne mal englische Lektüre in die Hand. Und im Englischen gibt es soviel publiziert um dieses Schaumblasenphaenomen des "Scientific Creationism" herum. Denke etwa an die Bücher von Michael Ruse! Aber in den schwersten Zeiten meiner Evolutionsfreude entdeckte ich plötzlich, dass ein rein auf der Evolution beruhendes Weltbild "unbalanced" und zu biologistisch ist. Juristen, beispielsweise, würden ein ganz anderes Welt- und Menschenbild haben. Die Evolutionstheorie reicht definitiv nicht aus um alle Menschheitsfragen zufriedenstellend zu beantworten.
Deshalb bin ich jetzt an dem Punkt, wo ich nicht an Gott aber auch nicht an Evolution glauben kann. Vielleicht muss man sowieso nichts glauben. Wichtig ist die Freudsche Unterscheidung zwischen objektivem und subjektivem Glauben. Also man kann ja nicht einfach dahergehen und sagen, ich glaube jetzt dieses oder jenes, ich werde jetzt Zeuge Jehovas, Kreationist oder weiss der Geier was. Nein, so geht das nicht, denn hinter der subjektiven Glaubensentscheidung stehen objektive psychologische Mechanismen. Wenn ich etwa an etwas Bestimmtes glauben will, so will ich mit dieser Entscheidung ganz bewusst auch an andere Dinge eben nicht glauben. Man könnte vielleicht sogar drastisch überspitzt sagen, "glauben" heisst, es "einfach nicht wahrhaben wollen". Wenn wir glauben, entscheiden wir uns für vermeintlich wahre Teilaspekte einer angeblichen Wirklichkeit und klammern andere uns unangenehme oder schlicht und einfach kulturell zu weit weg stehende Wirklichkeitsaspekte aus.
Was mich interessiert sind die sozialen Mechanismen, welche den unterschiedlichen Konfessionen zugrunde liegen. Da ich wirklich aus einer streng lutheranischen Familie komme, aber ein Grossteil meines Lebens in streng katholischen Gesellschaften verbrachte und noch verbringe, entgeht es meinen Beobachtungen nicht, dass die Katholiken ein abgrundtief anderes Sozialverständnis als die Lutheraner zu haben scheinen. Der Katholik, so scheint es mir, ist seiner Gemeinschaft stärker verpflichtet als der Protestant, welcher ausschliesslich seinem Gewissen verpflichtet ist. Über diesen Punkt würde ich gerne einmal mehr erfahren....


Wolfgang Aurbach, 71
Irgendwann im Leben, meistens in jungen oder frühen mittleren Jahren, wird wohl jeder einmal diesen Ausspruch tun.


Heiko, 19
wenn täglich Menschen von Bomben zerfetzt werden - zumindest nicht so, wie ihn die Kirche darstellt, oder, vielleicht passender: wie die Menschen sich Gott vorstellen. Sie brauchen nur einen Blick in Ihr Forum zu werfen, und Sie sehen, dass das Problem der Theodizee heute nach dem verheerenden Erdbeben im Iran von größerer Bedeutung als je zuvor ist - und ich vermisse gerade in dieser Zeit ein klares Wort der Kirche, einen Lösungsansatz zu dieser Frage. Natürlich gibt es noch weitere Gründe, warum ich an den Gott, den die Kirche vertritt, nicht glauben kann - sie alle kann ich hier nicht aufzählen - aber ich denke, es hängt vor allem vom Bild ab, das die Kirche von Gott den Menschen vermittelt. Warum stellen wir nicht Gott, sondern die Lehren Jesu ins Zentrum unseres Glaubens, warum sagen wir nicht, dass Gott die Welt erschuf, es aber unserer Verantwortung unterlies, in dieser Welt zu leben, und sich sozusagen zurücklehnt - das Problem der Theodizee wäre damit erledigt, die heutigen Probleme (Gentechnik etc) könnten ohne "Altlast" eines überholten Weltbildes in Angriff genommen werden, vielleicht würde die goldene Regel sogar ausreichen?


Anonym, weiblich, 32
Für mich gibt es kein wie auch immer geartetes "höheres" Wesen.
Zudem: Der christliche Gott, wie er in der Bibel, im Glaubensbekenntnis, in Predigten etc. beschrieben wird, ist unklar / unlogisch im Konzept und in vielen Punkten äußerst unattraktiv. Der Mensch ist ein Abbild Gottes? Gott ist ein Abbild des Menschen.


Mark W. Beinker, 35
Ich halte Gott für eine Erfindung der Menschheit. Er ist nicht beweisbar, er ist auch nicht widerlegbar, er erklärt nichts. Und an welchen Gott soll ich glauben? Den christlichen, oder gar den evangelisch-lutherischen? Warum gerade dieser? Nur weil ich mein Eltern dieser Kirche angehörten? Warum nicht and den jüdischen Gott oder den muslimischen (es soll ja ohnehin ein und derselbe sein) oder an die hinduistischen Götter? Warum überhaupt? Ändert sich dann irgendetwas? Nein.


Anonym, männlich, 39
Es ist keine Frage von Können. Es ist eine Frage, wie man den Gott sieht, an den man letztlich nicht glaubt. Vielleicht ist meine Ethik für andere der personifizierte Gott. Mir sagen Kant, Hegel, Habermas und Popper mehr, als die lächerlichen Kleinkindermärchenerzähler der Amtskirchen.


Florian Lütscher, 48
Als Kind habe ich noch irgendwie an Gott geglaubt. Mit dem Erwachsenwerden ist mir der Glauben abhanden gekommen. Ich besuchte die Uni und studierte Wirtschaft; zu der Zeit (anfangs 70er Jahre) wirkte noch die 68er Bewegung nach, es war also modern nicht zu glauben.
Mit dem Älterwerden wächst aber wieder das Bedürfnis nach Transzendenz. Das grösste Problem für mich sind die populärwissenschaftlichen Bücher (Hawking; Eine kleine Geschichte der Zeit, Hawkins: Der blinde Uhrmacher, usw.), in diesen Büchern wird bekanntlich beschrieben wieso wir da sind, Gott kommt da nirgends vor. Wir sollen also, laut Evolutionstheorie, als zufälliges (Zwischen)ergebnis aus Mutation/Selektion entstanden sein. Die Wissenschaft, die uns die Welt erklärt, wird von Atheisten beherrscht, die darauf auch noch stolz sind. Nun erscheinen mir aber diese Theorien derart schlüssig, das sich Gott sozusagen aus meinem Leben verabschiedet hat. Was mich auch irritiert ist die grosse Konkurrenz unter den Religionen, hunderte behaupten, dass gerade sie, die richtige Weltanschauung vertreten. Oder sind im Gegenteil so "von Toleranz durchflossen", dass sie alles gelten lassen (wie die prot. Kirchen), was fast noch schlimmer ist.
Meine Frau, sie ist ausgerechnet Religionslehrerin, gibt mir jeweils Ratschläge, ich solle halt einfach so tun, wie wenn ich glauben würde, irgendwann kommt der richtige Glauben, oder ich solle mich ausführlich mit der Bibel (wie Kirkegaard) beschäftigen usf. Es überzeugt mich nicht, ich hab zwar das Markus Evangelium gelesen, ich dachte ich läse ein Kinderbüchlein und war eigentlich enttäuscht.
Andere Religionen als christliche überzeugen mich noch weniger. Die Verbreitung des Buddhismus in Europa ist mir suspekt.
Mit freundlichen Grüssen


Anonym, männlich, 69
weil ich zu wissen "glaube", dass alles aus dem Geiste entstanden/geschöpft wurde, und zwar von Mächten/Kräften, die größer sind, als das, was wir so "alltäglich" Gott nennen.


Anonym, weiblich
denn wer an Gott glaubt, gibt die Verantwortung für sein Leben ab. "Gott wird es schon richten", "Gott hat es so gewollt", das sind Erklärungen, mit denen sich Menschen ihr Schicksal zu erklären oder zu erleichtern versuchen. Für die, die an Gott glauben, funktioniert das, denn Gott ist eine Idee, ein Prinzip. Ich kann mich dieser Idee nicht anschliessen, denn für mich bedeutet es, auszuweichen, an Gottes Rockzipfel zu hängen, statt erwachsen zu werden und wahrhaft verantwortlich für sich selbst zu sein.


Lydia, 19
weil der Glaube an Gott ein Gefängnis ist, aus dem es kein Entrinnen gibt. Wer an Gott glaubt, muss nach Jesus' Vorbild leben und seine Nachfolge antreten. Dies wiederum heißt, dass jeder bestmöglich die Regeln des Christentums befolgen muss. Also beispielsweise nie mehr lügen, immer den Weg der Wahrheit gehen, egal wie steinig er sein mag. Gott ist überall, er sieht alles, was wir tun, auch jeden Fehler, den wir begehen. Für mich bedeutete mein Leben mit Jesus großes Glück, aber auch den Verzicht auf Dinge, auf die ich sonst nicht verzichtet hätte. Und eine Perfektion in Jesu' Nachfolge, die er meiner Meinung nach verdient, ist für uns unzulängliche Menschen ohnehin unerreichbar. Deshalb war der Glaube für mich ein so großer Druck, dass ich es in einem solchen Gefängnis nicht mehr aushielt. Seitdem glaube ich nur noch an mich selbst und meine eigenen Regeln.


Nika, 42
doch ich glaub an ihn nur hab ich oft probleme damit, denn gott schaut zu, lässt uns menschen tun, ohne einzugreifen. er beschützt die kinder nicht die auf brutalste art und weise benutzt und getötet werden, das lässt mich zweifeln aber er ist trotzdem da.. wie heißt es so schön er lässt uns die freiheit zwischen gut und böse zu unterscheiden.


Carita Rüschläger, 39
Das es Kräfte gibt die für unsere Augen nicht sichtbar sind kann ich nachvollziehen, weil ich es selber erlebt habe ;ich kann durch meine innere Kraft und Energie Gutes für mich und andere zu tun, mich geistig und seelisch weiterzuentwickeln dafür benötige ich kein Gott sondern einen sozialen Kontext, die 9 Gebote und ein geduldiges mit mir und einander mit Achtung zu handeln oder auch zu behandeln.


Anonym, weiblich, 29
...denn ich verstehe so vieles nicht. Wenn Gott allmächtig und gut und allwissend ist, musste er doch gewußt haben, dass unvollkommene Menschen unvollkommene und schlimme Dinge tun. Wie konnte er uns in die Welt schicken, wenn er doch gewußt haben muss, wie das alles weitergeht...? Und wenn er es nicht wußte, weil wir ja nach der christlichen Lehre (jedenfalls so wie ich sie gelernt habe) alle einen freien Willen haben, dann ist er nicht allmächtig und allwissend. Oder er wußte es, wozu dann das ganze Leid, welches er voraussehen konnte?

Warum hat er sich nicht noch einen Tag Zeit genommen und den Menschen mehr Güte und die Unfähigkeit eingepflanzt, andere Menschen zu quälen? Auch hier stellt sich die Frage: entweder er wollte nicht (wie grausam, wenn er weiß wohin das führt) oder er konnte nicht (dann ist er nicht allmächtig und es ist noch nicht klar, wer den Kampf zwischen Gut und Böse gewinnt... welch mittelalterliche, naive und grausame Vorstellung).

Und mit dem freien Willen ist das auch so eine Sache. Er macht die Krönung der Schöpfung (welch Hohn, was für eine Krönung, die alles ausrottet und zerstört...) so unvollkommen mit freiem Willen und lässt uns dann gewähren. Ein Kind lasse ich doch auch nicht seine Hand ins Feuer oder in die Steckdose greifen. Macht es Gott Spass zuzugucken, wie die Menschen gegenseitig mit sich umgehen, wie in einem Theaterstück? Wenn es ihm keinen Spass macht und er mit uns leidet (wieder so eine Sache), wieso hat er uns so erschaffen, dass es zwangsläufig dazu kommen muss? Auch das muss er doch gewußt haben...
Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich nicht missbraucht, gefoltert oder missachtet wurde, nie hungern musste, keine krasse geschlechterspezifische Diskriminierung erleiden musste, usw. Soweit so gut. Wieso gewährt ein guter Gott sowas nicht auch anderen Menschen? Sicher kann man durch Leiden lernen und wachsen, doch was soll man verdammt nochmal aus Folter oder Vergewaltigung 'lernen'??
Und die Sache mit Jesus habe ich auch noch nie wirklich verstanden: wozu braucht ein guter Gott für sich selbst ein Menschenopfer? Wenn er so allmächtig und gut ist, kann er uns doch auch einfach so vergeben, ohne einen Mord und Blutopfer. Ich will nicht, dass jemand für mich sterben und sich opfern muss. Was ist das für ein Gott, der so etwas einfordert???
Viele dieser Fragen begleiten mich schon lange, doch hatte ich dennoch immer ein gewisses Grundvertrauen. Aber diese Fragen werden immer drängender und seitdem ich merke, dass ich einfach keine befriedigenden Antwort darauf finde und diese Sachen wirklich einfach nicht verstehe (da sind andere Religionen viel ehrlicher in dem Sinne, dass sie garnicht erst den guten Gott versprechen, sondern z.B. sagen Leben ist Leiden. Punkt. Aber das ist ein anderes Thema..), bin ich auch 'innerlich' verwirrt.


Petronius Arbiter, 46
... weil ich lieber weiß, als zu glauben.


Ingrid Decker, 69
Wer hat den Kosmos geschaffen, Irgendwann kommt auch die WISSENSCHAFT AN EINEN Punkt, wo sie nicht weiter kommt, wer hat alles geschaffen? Ob es Gott heißt, Unnennbar, NICHTS, Geist - die Wissenschaft hat noch keinen Samen aus dem Reagenzglas machen können, aus dem auch eine Blume wird.


Michael Esser, 44
wenn ich höre und sehe, wie gerade heute, gerade jetzt, die Kirche es nicht schafft, den Standpunkt, der aus einem Glauben an Gott herrührt vor der Welt zu vertreten.


Anonym, männlich, 23
wieso er für mich nicht existiert ist eine schwere frage, etwas in mir wehrt sich gegen den gedanken meiner unsterblichkeit, meiner besonderheit, vielleicht ist es die angst mich einer illusion hinzugeben, vielleicht erscheint es mir beim anblick der perfektion der schöpfung, und der, nichts für ungut, im vergleich dazu sehr beschränkten lehre der katholischen kirche einfach zu unwahrscheinlich das ein gott gerade die menschliche rasse als auserwählte wesen erschafft.


Björn Skorge, 21
Gott ist eine interessante intellektuelle Konzeption, aber ich fühle mich selbstbewusst genug im Leben. Warum sollte ich an eine äußere allmächtige Kraft glauben, von der ich Hilfe, Unterstützung und Stärke erhoffe? Für mich ist Gott lediglich ein Symbol für grenzenlose Macht und Weisheit, sowie moralische Vollkommenheit, also von Eigenschaften, nach denen Menschen streben, aber niemals erreichen können.


Anonym, weiblich, 26
Ich wünschte, ich könnte kindlich und ohne Zweifel glauben. Verzeih mir, Gott, daß ich dies nicht schaffe. Schicke mir die Kraft zu glauben und versuche mich zu verstehen. Ich


Maik O., 26
da ich mir weder vorstellen kann, dass jemand all dies geschaffen hat, noch nach dem bericht der bibel. auch kann ich viele dinge, die die kirchen und die bibel von mir verlangen würden, nicht nachvollziehen und daher auch nicht befolgen. und zum schluß: ich kann mir einen gott nicht vorstellen, der allwissend, allmächtig und allgegenwärtig ist.


Anonym, männlich, 21
glauben ist relativ.


Flagg Randall, 20
weil ich mir durch den Glauben entmündigt einerseits und zu hochgestellt vorkomme. Blindes Vertrauen in ein Buch (!!), Ergebenheitsrituale usw. usw. usf. und auf der anderen Seite eine Sonderstellung des Menschen auf dieser Welt sind einfach falsch, ein Appell an den gesunden Menschenverstand (trotz Quantenphysik).


Anonym, männlich, 26
wenn man mich dadurch zwingt, einer Kirchengemeinschaft beizutreten. Jeder sollte seinen Glauben auf seine Weise ausleben.


Martin Erren, 33
...und das ist kein Mangel. Ich kann es getrost seinlassen.


Mike
da dieses Konstrukt einer wissenschaftlich-humanistischen Weltsicht widerspricht. Abgesehen davon wollte ich gar nicht an einen Gott (welchen auch immer) glauben.


Anonym, männlich, 17
Wozu? Ich "glaube" ja auch nicht an die Kepler'schen Gesetze. Beweisen Sie mir wissenschaftlich (!) deren Falschheit und ich werde meine Meinung revidieren. Bei Gott ist die Sache anders, da redet man sich immer leicht hinaus, das es sich bei ihm um "etwas anderes" handele.


Anonym, männlich, 20
Weil es dinge verschliesst. Wenn man eine Weltreligion anschaut, findet man Fakten, um sie als Babylonische Kirche hinzustellen. Wie können sich Texte per Epoche ändern, das Schlechte herausgefiltert und dem ein gutes hinzugefügt. Und umgekehrt. Warum Benutzt das "Christentum" heidnische Götter als Demonen. -> Asteroth. Usw.


Norman Thomas, 23
weil der Mensch der "Mensch" ist, und nicht willkürlich geschaffen wurde. Nur er selbst ist für sich verantwortlich.


Anonym, männlich, 30
Auf der ganzen Welt gibt es nichts fehlerfreies, nichts perfektes. Daher erscheint mir die Existenz eines perfekten Überwesens unwahrscheinlich. Die Menschen sehnen sich grundsätzlich jedoch nach Perfektion. Man muß die Unvollkommenheit der Welt und sich selbst akzeptieren lernen.


Anonym, männlich, 43
Dies müsste ich umformulieren:
1. Ich wünschte, ich hätte nicht an Gott geglaubt, dann wäre ich vielleicht freier gewesen, als schwuler Mensch meine Jugend mit einem anderen schwulen Menschen zu leben und heute einen Partner zu haben, der mich liebt und den ich liebe,
2. noch in der kritischen Abwendung von Gott verbleibt Gott dennoch als Bezugspunkt. Indes nicht mehr als etwas, zu dem ich vertrauen habe, sondern als etwas, das ich ablehne. Ablehne weil er nicht das ist, was er sein sollte, sondern etwas, dass, so es ihn gibt, die Menschen mit sich allein lässt. Dessen zentralstes Sein, das "Abwesendsein" ist.


Manfred
... weil jener angeblich Allmächtige so viele Menschen als Münder und Diener braucht, als Vormünder und Verdiener.
... weil es so viele Religionen gibt, die ihn verkünden. Angeblich ...


Anonym, weiblich, 49
So oft ich kann bete ich zu Ihm, er ist mein Vertrauter, er kennt mich und ich weiß um seine große Güte und Liebe!


Silke Bork, 22
Ich kann und will nicht dran glauben, da "er" in vielen schwierigen Situationen meines Lebens nicht "da" war. In Kirche und Schule wurde aber stets erzählt ,dass wir nie allein sind. Diese Situationen haben mich und mein Leben grundsätzlich geändert,vieles erschwert und nicht möglich gemacht!!
Außerdem sind viele Dinge geschehen, wo ich als Kind immer dachte dass Gott es niemals zulassen würde!! Wo war er denn als mir ein angeblich "guter Freund" der Familie einiges angetan hat,wie könnte ein Gott soetwas passieren lassen?? Er würde es nicht tun,wenn er existieren würde!!
Er hat meinen oft einzigen Halt genommen, von mir gehen lassen.. und das nicht erst einmal..
Ich glaube besser nur an mich selbst und versuche mit allem allein zurechtzukommen! Denn allein sind wir sowieso, der Glaube ist für mich nur eine Lüge.
Silke


Klaus Mehlert, 29
weil ich den Gott, den die Kirche verkündet, genau mit dieser Kirche nicht zusammendenken kann.Und mit einem anderen Gott als dem der christlichen Kirchen bin ich nicht ernsthaft in Kontakt gekommen.