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23 | 07 | 2017

 

Gott fehlt mir...

 

Meggie, 54
Gott fehlte mir solange ich ihn draussen suchte. - Das änderte sich als ich begann den Satz zu inhalieren "Das Himmelreich ist in Euch!" - Der Himmel ist in mir.
Dann betete ich das "Vater unser..." - der du bist im Himmel ... von da an war ich nicht mehr allein und Gott rückte nach innen und die Kirche war auf ihrem Platz. 
Gruß Meggie


Yasmin
Seit den letzten fünf Tagen hat sich das Gefühl bei mir entwickelt, dass Gott nicht existiert. Ich frage mich jeden Tag wo er ist. Er lässt zu, dass hunderte von Menschen im Irak sterben müssen. Ist er eine Art Wesen, das "Hunger" hat nach Menschen und deswegen nicht ergreifen will. Oder kann er es nicht? Diese frage würde ich mit einem Nein beantworten! er kann eingreifen! wo ist er er soll in Erscheinung tretten und die das schlimmste verhindern!!!


Anonym, weiblich, 34
Manchmal, nein, meistens oder sollte ich immer schreiben, fehlt Gott mir so sehr, daß es weh tut. Ich weiß um Seine Anfrage an mich. Ich weiß, Er ist mir nah - aber ich bin weit weg. Ich finde Ihn nicht wieder. Und darüber vergehen die Jahre.
Dabei, : Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde (der mich aus Ägypten geführt hat) und an Jesus Christus ...
Und "ohne Gott leben." Nein, das kann ich nicht, denn Er läßt mich ja gar nicht, selbst dann nicht, wenn ich nicht mehr will.
Glauben zu leben im Alltag und lebendig zu halten jedoch ist extrem schwierig geworden, für mich. Ich stehe im Beruf, habe drei Kinder, meinen Mann. Beruflich arbeiten wir an vielen Wochenenden, fällt der Sonntag dann mehr oder weniger aus. Und, wenn Gemeindeleben stattfinden könnte, dann ist das so eine Sache. Die Jahre summieren sich, seit wir Kleinkinder haben, mit denen es wahrlich nicht immer eine Freude ist an einem Gottesdienst teilzunehmen. Für uns so wenig, wie für die Kinder oder die Gemeinde. Und die Familien- oder Kindergottesdienste sind nicht gerade (immer) auch Nahrung für die Erwachsenenseelen. So artet es zu einer langen Durststrecke aus, nach Kindheit und Jugend in meiner Heimatgemeinde, wo ich mich durchaus zu Hause fühlen konnte und engagiert habe. Wie uns, so geht es sicher einigen in unserem Alter und in unserer Situation.
Und, wer kommt schon nach 10 Jahren wieder zurück zum Gottesdienst, wo man so lange, jedenfalls als ganze Familie, allemal leidlich willkommen war?
Und, wer kann schon so lange alleine "glaubend" bleiben?
Wo ist die Seelsorge, wenn Kindheit und Jugend zu Ende sind und das Seniorenalter noch nicht beginnt?

Psalm 63

Gott, du mein Gott, dich suche ich,
meine Seele dürstet nach dir.
Nach dir schmachtet mein Leib
wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser.

Viele Grüße und der gute Wunsch für Durchhaltevermögen an alle meine Mitstreiter!


Anonym, männlich
gerade die katholische Kirche lebt ohne Gott-da sie das Erlösungswerk Christi nicht in den Mittelpunkt des Glaubens stellt- stattdessen wird ein heidenähnlicher Zirkus veranstaltet mit all dem Krimskrams wie: Tabernakel ,Transubstantion, Monstranz, Messopfer, Marienkult etc..alles unbiblische Dinge. Sie versperren den Menschen den Weg zu Gott: sehen sie z.B. die Geschichte der Kath. Kirche mit all ihren Irrtümern und vor allem den Verbrechen der Päpste! Dieser Kirche geht es nur um Besitz und Geld und politischen Einfluß.Was würde Christus wohl in einem Interview über diese Kirche sagen??
Sicherlich etwas, über das sie alle sehr erschrocken wären. Fangen sie also baldigst damit an sich zu reformieren und verbreiten sie das wahre Evangelium: Christus ist das Angebot Gottes, nach Reue und Buße im wahren Glauben an seinen auferstandenen Sohn ewiges Leben zu erlangen. Aber dieses Erlösungswerk wird von ihnen nicht gepredigt. Sie müssen ja weiterhin Messen lesen um Verstorbene schneller aus dem Fegefeuer zu befreien. Buchtipp zum Schluß:
Dave Hunt, Die Frau und das Tier: wer das gelesen hat, weiß über den lila Klerus vollkommen bescheid!


Anonym, männlich, 54
Der Gott, an den ich glaube, fehlt der katholischen Kirche. Bei dem Gott, an den ich glaube, sind alle Menschen gleich, ob schwarz oder weiß, aber auch ob Mann oder Frau. Wie kann ein so menschenverachtender Apparat, angeführt von Kardinal Ratzinger und von einem altersschwachen Papst repräsentiert wird, Frauen exkommunizieren, die von einem Bischof zu Priesterinnen geweiht wurden. Exkommunikation bedeutet für mich, Ausschluß von den Sakramenten. Die Frauen haben den Glauben genauso verkündet, wie ihre männlichen Amtsbrüder. Sie haben nichts Falsches verbreitet.
Der einzige Unterschied ist das Geschlechtsteil, aber damit hat die Kirche in Rom ja schon immer ihr Problem. Pille und Verhütungsmittel nein, aber Beteiligung der Kirche an der pharmazeutischen Industrie in Form von Aktien, ja; auch wenn die Aktien durch Verkauf von Antibabypillen in die Höhe schnellen.
Jesus fehlt mir. Käme er doch noch mal auf diese Welt und würde es ähnlich machen, wie damals, als er den Tempel mit einer Peitsche leerfegte. Wie sagte er damals: Ihr habt das Haus meines Vaters zu einer Räuberhöhle gemacht.
Ich glaube, er würde die jetzige Räuberhöhle mit Begeisterung leer fegen, da würde alles ans Tageslicht kommen, was so verheimlicht wird: Geldgeschäfte statt gelobter Armut, Päderasten statt keusche Gottleute usw.
Ich muß mir meinen Gott selbst suchen, denn die ihn auf ihren Fahnen geschrieben haben, denen kann man schon lange nicht mehr trauen.


Christoph Lammerding, 39
eigentlich nur dann, wenn Selbstmitleid mich überkommt. Für mich ist Gott wie eine Tankstelle. Ich, das Auto, fahre zu ihm hin, er versorgt mich, bringt mich in Ordnung, gibt mir Benzin und lässt mich wieder auf die Straßen zurück. Dort verbrauche ich mich, manchmal sinnvoll manchmal auch anders und weiss genau, er ist da und passt auf mich auf. Ich versuche ihn zu verstehen, was mir nicht immer gelingt, aber da bin ich der Meinung, dass mein Glaube mir da weiterhilft.
Seelig sind die, die nicht sehen und doch glauben. Eine Weissheit, die sich durchsetzt.


Erich, 38
...nicht, weil ich ihn immer noch habe und immer stärker sehe, trotz einer einer Kirche wo Jesus endlich durchfegen müßte. Einer Kirche die unmenschlich, kapitalistisch, verlogen und kinderschänderischer ist, als es bis heute hochgespült wurde. Die Menschenverachtung des Kommunismus wurde zerstört. Anstelle die Chance einer eigenen Erneuerung erstickt die Kirche (Verwaltungsapparat, nicht Gemeinschaft der Gläubigen) in ihrem eigenen Mief. Nur noch 47% der arbeitenden Bevölkerung ist kirchensteuerpflichtig und anstand zu missionieren und zu rechristianisieren werden die Gemeinden umstrukturiert und die verbliebenen Pfarrer zu Akkordzelebranten und Verwalter "verkrüppelt". In der Kölner Innenstadt überträgt man dem opus Dei eine Pfarrei, für den Preis, daß die Territorialgemeinde verödet und das opus Dei sich ein rechtsklerikale Gemeinschaft aufbaut. Ich finde und sehe Gott in meinen Kindern, im Beruf und im Leben und in meiner Verantwortung für Mitarbeiter und Gesellschaft der ich mich stelle. Aber in dieser katholischen Amtskirche muß man lange suchen um Seelsorger und Verkünder zu finden und daran wird die r.k. Kirche kaputtgehen.

 

Daniel, 30
Sie stellen ja interessante und neugierige Fragen.

Sie sind gespannt auf Antworten. Ich bin gespannt, ob Sie auch auch Kritik zulassen, insbesondere wenn es um das Erzbistum Koeln geht.

Gott fehlt mir manchmal ... in dieser Welt. Warum schaut er so oft zu ... ohne sich einzumischen ... wenn etwas schief laeuft? Und es laeuft eine Menge schief in dieser Kirche.

Angefangen bei einer undemokratischen Einsetzung eines Erzbischofs (von oben herab) ohne dass die Betroffenen es wollten. Weder das Kirchenvolk noch der Amtstraeger. Die Koelner haben sich mittlerweile gemaess ihrem Motto: "Et kuett wie et kuett" (1) arrangiert und die Sache ist eigentlich kein Thema mehr.

Bis hin zu einem verhinderten Auftritt eines bekannten Jugendchors auf dem CSD in Koeln.. Bekanntgeworden durch Ihren Auftritt mit Bill Clinton auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Koeln. Jesus hat sich vielfach mit Aussenseitern der Gesellschaft getroffen (Zoellner, Dirnen. ...). Er haette hier vermutlich anders entschieden. In 10 Jahren wird man wahrscheinlich (rueckblickend) nur den Kopf schuetteln.

"Et kuett wie et kuett".
(1) Weil wir uns hier im Internet auf einer weltoffenen Kommunikationsplattform befinden und vielleicht nicht jeder den Koelner Dialekt versteht: "et kuett" = "es kommt"
Anonym
Beitrag: nicht soo sehr - ich versuche erstmal mit meinen Mitmenschen zurechtzukommen.

Geschlecht: weiblich

Marga
Beitrag: besonders, wenn es mir gut geht. Wenn es mir schlecht geht, fällt mir der Glaube an Gott recht leicht, denn dann wünsche ich mir, dass es eine "höhere Instanz" gibt, die etwas an meiner Situation ändern könnte..