ERZBISTUM KÖLN     

Aufgaben und Ziele der Kirchlichen Studienbegleitung

Der Religionsunterricht sieht sich heute in einer immer stärker werdenden Vorrangstellung, Kindern und Jugendlichen eine Beziehung zum Glauben zu ermöglichen. Aufgrund der veränderten religiösen Situation in vielen Familien und Pfarrgemeinden, sind es die Religionslehrer/innen, die für ihre Schüler/innen zum wichtigen (und manchmal einzigen) Gesprächspartner in Glaubens- und Lebensfragen werden - im Unterricht wie auch außerhalb. Wer aber Religion unterrichtet, kann dies nicht nur aus der Beobachterperspektive über den Glauben tun, sondern muss dies immer auch in der Teilnehmerperspektive vom Glauben her tun, so dass die Persönlichkeit des Lehrers in besonderer Weise herausgefordert ist. Deshalb bieten die meisten deutschen Diözesen den Studierenden, teilweise auch den Referendar(inn)en mit dem Berufsziel Religionslehrer/in in den Mentoraten spezielle kirchlich verantwortete Studienbegleitung an, die helfen soll, notwendige Kompetenzen für den Religionsunterricht zu erwerben.

In ihrer Schrift "Der Religionsunterricht vor neuen Herausforderungen" thematisieren die deutschen Bischöfe drei vorrangige Aufgaben für den Religionsunterricht:
1. Vermittlung von strukturiertem und lebensbedeutsamen Grundwissen über den Glauben der Kirche,
2. Vertrautmachen mit Formen des gelebten Glaubens,
3. Förderung religiöser Dialog- und Urteilsfähigkeit.

Während Fachwissen, Fachdidaktik und -methodik primär durch das Studium an der Hochschule und in der berufspraktischen Ausbildung erworben werden, möchte das Mentorat vorrangig einen Beitrag zur Befähigung für die beiden letztgenannten Aufgaben bieten. Entsprechend können als Ziele der Studienbegleitung durch das Mentorat formuliert werden:
- die Förderung und Entfaltung einer ganzheitlich-personalen Identität,
- die Förderung und Entfaltung einer das Leben und den Beruf tragenden Spiritualität,
- die Auseinandersetzung und Klärung in der Berufsfrage, sowie die Entwicklung erster berufspraktischer Befähigungen.

Eine weitergehende konzeptionelle Darlegung der Mentoratsarbeit finden Sie in den Konzepten und Erlassen der jeweiligen (Erz-)Bistümer.

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