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Was Kinder schätzen lernen, werden sie später schützen wollen!

Das Projekt des Kindergartens St. Hubertus

 

Nach dem Besuch auf dem Kinderbauernhof, beschlossen die Kinder auch einmal ein Ei auszubrüten. Es dauerte nicht lange und wir bekamen 17 Eier, eine Brutmaschine, eine Schierlampe, eine Wärmelampe und einen Holzkasten mit Stroh.

 

Jetzt war es endlich soweit… Wir hatten die Möglichkeit mit den Kindern die Eier auszubrüten. Nach einem Gespräch mit den Kindern, legten wir die Eier in die Brutmaschine, welche die Eier wärmte und vorsichtig drehte. Ein Vater kam morgens in die Gruppe und sagte: „ Boa… Sie haben aber einen großen Eierkocher“. Daraufhin erklärten die Kinder lautstark dem Vater: „ das ist doch kein Eierkocher, sondern eine Brutmaschine!“.

 

Um das Projekt anschaulicher zu machen, sammelten wir mit den Kindern Bücher, Bastelvorschläge, Lieder und große Bilder. Nun kam der spannende Augenblick… Welche Eier sind befruchtet und welche nicht. Dazu diente die Schierlampe, die Ultraschall ähnliche Funktion hatte. Wir sahen also nun, dass sich in zehn Eier etwas bewegte und diese also befruchtet waren. Zehn Eier, das war eine Menge! Nun hatten die Kinder die wichtige Aufgabe, die Eier täglich mit Wasser zu besprühen. Sie hatten viel Spaß daran und meisterten diese Aufgabe super.

 

In der zweiten Woche, unwissend von unserem Projekt, gab es zum Mittagessen Eier in Senfsoße. Die Kinder schauten verwirrt und fragten, ob es denn unsere Kükeneier wären. Diese Zweifel konnten wir den Kindern schnell nehmen, sodass sie mit Genuss essen konnten. In der dritten Woche legten die Kinder die Eier vorsichtig als „ Nest“ zusammen und der Drehmechanismus wurde ausgestellt. Jetzt konnten sich die Küken durch die Eierschale „unterhalten“ und den Startschuss zum Schlüpfen geben. Alle Kinder, Erzieherinnen und Eltern warteten auf das erste Küken. Dann endlich, am Montag, den 8. Juli war es soweit. Nach und nach erblickten unsere Küken das Licht der Welt. Es war faszinierend zu sehen, wie sich die Küken aus dem Ei „befreiten“. Aus unserem Ü-Ei (das einzige türkisfarbende) schlüpfte das einzige gelbe Küken. Die Kinder beschlossen schnell es „Blondinchen“ zu nennen.

 

 

Jetzt konnten wir den Küken täglich frisches Wasser und Futter geben, sie streicheln, auf die Hand nehmen oder aber auch einfach nur beobachten. Nach einer Woche nahte dann schon der Abschied, denn man merkte deutlich, dass die Küken flügge wurden. Herr Klingenhäger, Naturpädagoge mit dem wir oft zusammenarbeiten, holte unsere Küken ab. Wir waren alle traurig. Kein piepsen, kein flattern… nur noch eine leere Ecke. Dieses Erlebnis war für Kinder, Erzieherinnen und Eltern etwas Besonderes, das man nicht so schnell vergisst.

 

 

Mit solchen Projekten wie dieses, machen wir den Kindern begreiflich, wie wertvoll das Leben ist. Wie wunderbar Gottes Schöpfung ist. Sie bekommen einen intensiven Bezug zur Natur und entwickeln solche Eigenschaften wie Achtung und Wertschätzung der Natur. Sie lernen diese kennen, schätzen und zu beschützen.

 

Gabriele Henke Kindergarten St. Hubertus